Heute um 21:17 Uhr geht der Mond in spektakulärer Weise über Bergisch Gladbach auf: die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts sorgt für einen Blutmond – und auch der Mars ist besonders gut zu sehen. Aber wo lässt sich das Spektakel besonders gut beobachten?

Wer einen guten Blick auf den roten Mond haben will sollte sich einen Platz suchen, der einen freien Blick in Richtung Südosten hat. Je dunkler er ist, je weiter weg von den Lichtquellen der Stadt, desto besser. Und am besten liegt der Beobachtungsort erhöht, denn der Mond steht heute relativ tief über dem Horizont. Ein freier Horizont ist also ebenfalls von Vorteil.

Vieler solche Stellen gibt es im Osten und Südosten der Stadt. Ein paar haben wir schon mal auf der Karte unten eingetragen. Haben Sie besondere Tipps? Dann melden Sie sich bitte, unten in den Kommentaren oder per Mail.

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Die Astronomen versprechen einen kräftig kupferfarben gefärbten Mond, der auch genau heute um 22:20 exakt zum Vollmond wird.

Und auch der Mars soll mit bloßen Augen gut zu erkennen sein. Er geht eine Stunde nach dem Mond auf. Er steht noch weniger hoch, erscheint aber sehr hell im rötlichen Licht.

Zum Höhepunkt der Mondfinsternis um 22:22 Uhr stehen Mond und Mars noch tief über dem Horizont. Bis zum Ende der Finsternis um 23:13 Uhr steigen beide noch ein Stück höher. Dann ist es richtig dunkel, und beide Himmelskörper leuchten rötlich.

Hintergrund: Mondfinsternis

Patrick Cremer von der Volkssternwarte Bonn erläutert im Kölner Stadt-Anzeiger, wie es zur totalen Mondfinsternis kommt. Dabei liege die Erde in eine Linie zwischen Mond und Sonne und blockiert das Licht. Zunächst tritt der Mond in den Halbschatten: ein Teil wird noch von der Sonne noch angestrahlt, der andere Teil verschwindet im Schatten der Erde.

Nach und nach wandert der Mond (aus Sicht der Sonne) komplett in den Kernschatten der Erde, dann herrscht totale Mondfinsternis. Und die hält heute ungewöhnlich lange an, genau 103 Minuten.

Aber auch während der totalen Mondfinsternis fallen Teile des Sonnenlichts indirekt auf den Mond. Das Licht durchquert die Erdatmosphäre, dabei werden die kurzwelligen blaueb Lichtanteile herausgefiltert. Die langwelligen Rot-Anteile schaffen es um die Erde herum, treffen auf den Mond und erleuchten ihn kupferrot.

Hintergrund: Der Mars

Auch der Mars nimmt eine ungewöhnliche Position ein, mit Erde und Sonne auf einer Linie. Dabei wird er  von der Erde auf der Innenbahn überholt. Zu dieser Konstellation kommt es im Durchschnitt nur alle 15 Jahre, zuletzt 2003.

Außerdem ist der Mars heute „nur” etwa 58 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das ist der  Minimalabstand auf seiner Bahn, der größte Abstand ist fast viermal so groß. Daher ist der Mars besonders hell und vergleichsweiße groß zu sehen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Gut Sicht hoffentlich auf dem Nussbaumer Feld! Zufahrt neben dem Paffrather Friedhof „Am Steinenkamp“

    Gäste gerne gesehen!!