Starkregen, Hitze, Dürre: Die Folgen des Klimawandels sind längst in der Region angekommen. Der Kreis will jetzt Fördermittel für ein Klima-Vorsorge-Konzept beantragen und dieses zusammen mit den Kommunen entwickeln, um künftig besser vorbereitet zu sein.

In Folge des Klimawandels kommt es immer häufiger zu Starkregenereignissen, anhaltenden Hitzeperioden oder Dürren, die große Schäden nach sich ziehen. Auch der Rheinisch-Bergische Kreis war in den vergangenen Monaten davon betroffen.

Um künftig besser vorbereitet zu sein und entsprechend reagieren zu können, hat sich der Kreistag jetzt auf Vorschlag der Verwaltung dafür ausgesprochen, Fördermittel für die Erstellung eines Klima-Vorsorge-Konzeptes bei der Nationalen Klimaschutzinitiative zu beantragen.

Erster Schritt: eine Starkregenkarte

Das Konzept soll die klimawandelbedingten Konsequenzen, wie etwa Starkregen, urbane Sturmfluten, Hitze und Dürre ganzheitlich betrachten und Gefahrenpotenziale aufzeigen. In einem ersten Schritt soll zunächst eine Starkregenkarte erstellt werden.

Um den gemeinsamen Schulterschluss mit den Kommunen zu verdeutlichen, soll mit den Bürgermeistern vor dem Auftakt ein „Letter of Intent“ unterzeichnet werden.

„Es ist wichtig, hier die entsprechenden Schritte zu gehen und ein solches Konzept zu erstellen“, betonte Uwe Pakendorf von der CDU und lobte die Verwaltung für ihre gute Arbeit. „Da das Konzept die Kommunen wesentlich einbezieht, ist uns ein einvernehmliches Vorgehen und eine gute kommunale Zusammenarbeit besonders wichtig.“

Das Konzept dient als Ergänzung des bereits bestehenden Integrierten Klimaschutzkonzeptes und soll Kreis und Kommunen wichtige Erkenntnisse für den Schutz der Bevölkerung und die Prävention vor Wetterereignissen liefern. Die Kosten dafür liegen nach ersten Schätzungen bei rund 100.000 Euro, wovon voraussichtlich 50 Prozent gefördert werden können.

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3 Kommentare

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  1. Was aber kümmert die Verwaltung Bergisch Gladbachs, wenn der Kreis etwas anregt, was gegen den Willen der Industrie, der Immobilienverwerter und der Bauwirtschaft gerichtet ist. Selbst 5 Monate Sonne und Trockenheit mit sehr wenig Regen scheint in Gladbachs Rathaus keine Regung hervorzurufen. “Schlodderdicher Wiese”, “Neuborner Busch” und “Kölner Fenster”, um nur einige Beispiele zu nennen, bleiben Verstöße gegen viele Auflagen und Gesetze, über die sich Bürgermeister und 1. Beigeordneter hinwegsetzen. Hier wird regiert, wie man das auch von Trump gewohnt ist: “Wirtschaft first” statt wo wird’s hingehen?

  2. Da sind wir dank der GroKo in Bergisch Gladbach auf optimalem Wege:
    alle Luftschneisen zubauen..
    Nachverdichten …
    ..was für ein süßes euphemistisches Wort … auf Teufel komm raus (im wahrsten Sinne)