Steffen Heppekausen sicherte als deutscher Top Scorer den Sieg gegen Belgien. Foto: Gertrude de Vries/DTB

Das hat es in der deutschen Korfball-Historie noch nicht gegeben: die deutsche Korfball-Nationalmannschaft hatte es ohne Niederlage ins Finale eines großen Turniers geschafft – und wurde mit vielen Gladbacher Aktiven Vize-Europameister.

Europameister wurde wie erwartet die Niederlande; den Bronzerang erspielten sich die Portugiesen im Platz 3/4 gegen die Belgier.

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Die größte Überraschung aus deutscher Sicht war dabei der 20:18-Sieg gegen den Mitfavoriten Belgien und der Gruppensieg in der Vorrunde dank weiterer Siege gegen Portugal zum Auftakt (17:16) und Tschechien (21:16). Gegen Ungarn war die Treffsicherheit der deutschen Damen, die 14 der 20 deutschen Körbe erzielten, die Basis für den 20:17-Viertelfinal-Sieg.

Das Halbfinale gegen Portugal war dagegen fast ein Spaziergang … das Team von Coach Wilco von den Bos (NL, aber auch Trainer des TuS Schildgen) „fegte“ die Portugiesen mit 20:10 aus der Halle.

Im Finale am Sonntag leistete man dem Seriensieger und haushohen Favoriten Niederlande lange erfolgreiche Gegenwehr. Im niederländischen Heerenveen stand die deutsche Abwehr hervorragend. Aber auch die niederländische Abwehr ließ nur wenige gute deutsche Chancen zu.

Jana Kierdorf (in rot) beim Wurf auf den Korb. Foto: Anne Küpper

So stand es nach zehn Minuten 2:4 und zur Halbzeit 4:8 aus deutscher Sicht. Für die Niederländer ein enttäuschender Zwischenstand, aber ein Ergebnis, auf das das deutsche A-Team stolz sein konnte, das lautstark von den vielen deutschen Korfballfans unterstützt wurde (die für deutsche Verhältnisse ungewohnt mehr als 30 Euro Eintritt gezahlt hatten!).

Nach der Pause machten die Niederländer ernst und zogen zwischenzeitlich auf 15:5 davon – auch weil das deutsche Team Chancen liegen ließ. Aber der 21:8-Sieg der Holländer war schwer erarbeitet – das deutsche Team kann stolz auf die gesamte Turnierleistung sein! Und Kapitän Sven Müller (früher SG Pegasus) krönte mit der Silbermedaille seine internationale Karriere und erzielte zum Abschluss auch noch einen Korb.

Basis des deutschen Teams waren die Aktiven aus den zwei Bergisch Gladbacher Vereinen SG Pegasus und TuS Schildgen. Coach Wilco van den Bos und Co-Trainer Henning Peuters (SG Pegasus) sind hier auch zu erwähnen. Dank auch an die Physiotherapeuten Tobias Kehlenbach und Dominik Werthmann, die das deutsche Team fit hielten, und an Teammanager Jochen Schittkowski.

Der deutsche Kader bei der IKF EM 2018:

  • vom TuS Schildgen: Steffen Heppekausen (18 Treffer im Turnier) und Jana Kierdorf (10)
  • von der SG Pegasus Timon Orth (10), Dominik Düring (10), Ali Enzar Hrustic (1), David Liepold (9), Anna Orth (10), Johanna Peuters (4), Ina Heinzel, Thorben Hußmann (verletzt)
  • früher SG Pegasus, jetzt NL: Sven Müller (3)
  • Schweriner KC Anna Schulte (10), Karen Fuchs (2), Johanna Gnutt (6)
  • KV Adler Rauxel Lea Sander (13) und Maurice Grammel.

Bei der Anzahl der Körbe im Turnier sind natürlich die unterschiedlichen Einsatzzeiten zu beachten.

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