Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ will bedürftigen Kindern in Osteuropa eine Freude bereiten, die über die Feiertage hinausgeht. Mitmachen kann jeder. Das Begegnungscafé Himmel & Ääd sammelt noch bis Ende des Jahres Spenden für das Projekt.

Auf dem Adventskranz brennen vier Kerzen, unterm Weihnachtsbaum stapeln sich die Geschenke, Kinderbäckchen leuchten vor Freude… Ein schönes Bild, doch: „Leider gibt es viele Kinder, auf die an Heiligabend weder Kerzen noch Geschenke warten“, sagt Achim Rieks vom Schildgener Begegnungscafé Himmel & Ääd.

Deshalb hat das Café die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ als Quartalsprojekt ausgewählt und bittet seine Gäste dafür noch bis zum Ende des Jahres um Spenden.

Ursula Eypasch leitet die Bergisch Gladbacher Sammelstelle in der Kirche Zum Heilsbrunnen. „Wir wollen Kindern eine Freude machen“, sagt sie, „und vielleicht kann es sogar über die Weihnachtsfreude hinausgehen.“

Das Prinzip ist ganz einfach: Jeder kann mitmachen, indem er sich einen einfachen Schuhkarton besorgt und mit Geschenken füllt.

Was gehört in den Karton?

In Bergisch Gladbach gibt es eine Art Slogan für das, was in den Karton gehört: „Etwas zum Kuscheln, Spielen, Naschen, und etwas zum Anziehen, Lernen, Waschen.“ Eypasch lacht, den Spruch hat die damals sechsjährige Tochter ihrer Vorgängerin Hildegard Knoch-Will etabliert. Seinen Charme und seine Gültigkeit hat er nicht verloren.

Etwas zum Lernen, das heißt zum Beispiel Stifte, Mäppchen, Malkästen, Papierhefte oder Ausmalbücher. Etwas zum Waschen wären Zahnbürsten und Zahnpasta, aber auch Körperlotion, Kämme, Bürsten oder Haargummis.

Zum Naschen darf es zum Beispiel Schokolade sein, zum Kuscheln auch gerne Selbstgestricktes. Die Päckchen aus Bergisch Gladbach gehen vor allem nach Osteuropa – Bulgarien, Rumänien, Moldawien. Insofern ist warme Kleidung willkommen, vor allem Mützen, Schals, Handschuhe und Socken.

Detaillierte Infos dazu, was in die Schuhkartons gepackt werden kann (und was nicht) finden sich auf der Webseite der Aktion.

Die Schenker sollten sich überlegen, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen beschenken möchten und an welche Altersgruppe es gehen soll (2-4, 5-9 oder 10-14 Jahre).

Ist das Päckchen gepackt, binden Sie es mit einem Gummi zu, legen 8 Euro für den Transport bei und geben es bis zum 15. November in der nächstgelegenen Annahmestelle ab. Auch diese finden sich auf der Webseite der Organisation.

Im Altarraum der Kirche zum Heilsbrunnen stapeln sich bis dahin hoffentlich die Schuhkartons, die dann an den Hauptstützpunkt in Berlin geschickt und von dort in die verschiedenen Länder verteilt werden.

Spenden für die Logistik hinter der Aktion

Die Logistik hinter der internationalen Aktion ist immens, und hier setzt auch das Geld an, das im Himmel un Ääd gesammelt wird. Nicht nur die Transporter müssen bezahlt werden, sondern auch Flyer, Plakate und Pressematerialien, Versicherungen, und oft auch noch Zupackmaterial, wenn die Kartons nicht voll sind oder Geschenke herausgenommen werden müssen, weil sie etwa kaputt gehen könnten.

Das bezahlen die Gladbacher Ehrenamtler bislang überwiegend aus eigener Tasche, denn die 8 Euro der Schenker dürfen sie dafür nicht verwenden. Die Spenden aus Schildgen sind also hochwillkommen.

Achim Rieks freut sich, dieses konkrete und persönliche Engagement zu unterstützen. „Vielleicht motiviert es ja auch den einen oder anderen Gast, der die Infos zum Projekt bei uns sieht, selber einen Schuhkarton zu packen.“

Ursula Eypasch hofft sehr, dass sich dieses Jahr wieder mehr Menschen beteiligen und Kinder in den armen Regionen Osteuropas beschenken: „Die Zahlen sind leider in den letzten Jahren zurückgegangen. 2017 hatten wir ungefähr 300 Kartons, 2016 waren es noch 400, 2015 sogar mehr als 600.“

Eypaschs Vorgängerin war einmal mit zur Verteilung gefahren und hatte im Hinterland Unbeschreibliches gesehen: Kinder, die im Winter nicht zur Schule gehen können, weil sie keine Schuhe und keine warme Kleidung haben.

„Diese Kinder bleiben im Elend stecken“, sagt Eypasch. Ohne Schule keine Ausbildung, ohne Ausbildung kein Ausweg. Und genau an dieser Stelle kann die Aktion vielleicht ansetzen und mit Geschenken mehr bewirken als nur eine Weihnachtsfreude.

Wo können die Geschenke abgegeben werden?

Eine Auswahl von Annahmestellen in Bergisch Gladbach, die die Kartons ab sofort entgegennehmen:

  • Stern-Apotheke, Altenberger-Dom-Straße 13, Schildgen
  • Tummel Dschungel, Ernst-Reuter-Straße 13, Bensberg
  • Malteserapotheke, Odenthaler Straße 107, Hebborn

Ab 10. November können die Kartons außerdem jeden Tag von 10 bis 18 Uhr direkt in der Sammelstelle abgegeben werden:

  • Kirche zum Heilsbrunnen, Im Kleefeld 23, Hebborn

Weitere Annahmestellen finden sich auf der Webseite des Projekts. Annahmeschluss ist in allen Stellen am 15. November! Fragen beantwortet Ursula Eypasch gerne telefonisch: 0173-5423100.

Himmel un Ääd

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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