Arnulf Busen ist Vizevorsitzender des IHK-Wirtschaftsgremiums. Foto: Peter Boettcher

Das IHK-Wirtschaftsgremium Bergisch Gladbach hat bei der Anton Clemens GmbH & Co. KG getagt – und sich mit Gefahren für den Freihandel und Kooperationen mit der Wissenschaft befasst.

+ Anzeige +

Um Folgen für den Freihandel aufgrund von politischen Entscheidungen ging es bei der jüngsten Sitzung des IHK-Wirtschaftsgremiums Bergisch Gladbach. Die Unternehmerinnen und Unternehmer waren diesmal zu Gast bei der Anton Clemens GmbH & Co. KG in Herkenrath.

Eine moderne, Grenzen öffnende Handelspolitik in einer globalisierten Welt sei für eine Exportnation wie Deutschland alternativlos, bekräftigte Alexander Hoeckle, Geschäftsführer International und Unternehmensförderung der IHK Köln. Durch politische Entscheidungen wie Brexit oder Strafzölle oder durch Sanktionen gegen einzelne Staaten werde der Freihandel gefährdet.

Das wiederum führt zu einer wachsenden Verunsicherung bei den Betrieben: „Planungssicherheit ist das A und O für uns Unternehmer“, erklärte deshalb Fred Arnulf Busen, stellvertretender Vorsitzender des Gremiums und Geschäftsführer der Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG. „Nur mit klaren Rahmenbedingungen für offene Märkte und freien Handel seitens der Politik können wir langfristige Investitionen tätigen.“

Um neue Chancen ging es auch beim zweiten Thema des Tages, die vielfältigen Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaft. Dazu skizzierte Professor Klaus Becker von der TH Köln die Palette – von Abschlussarbeiten, Forschungsprojekten und studentischen Praktika bis hin zu durch öffentliche Fördermittel getragenen Kooperationen.

Für Eva Babatz, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, die das Gremium geschäftsführend betreut, in jedem Fall ein lohnender Ansatz: „Unternehmen können praktische Fragestellungen aus ihrem Alltag durch eine wissenschaftliche Begleitung lösen, gleichzeitig erhöht die Wissenschaft ihren Praxisbezug. Letzteres wiederum wirkt sich unmittelbar auf die fachliche Qualifikation der Hochschulabgänger aus – also auf die Fachkräfte von morgen.“

Außerdem berichtete der Gremiumsvorsitzende Fred Arnulf Busen vom Azubi Social Day, bei dem im September in Bergisch Gladbach fast 90 Auszubildende aus 14 Unternehmen verschiedene gemeinnützige Organisationen unterstützt haben:

„Für die Azubis ist das eine tolle Gelegenheit, über den Tellerrand zu schauen und als Team zusammenzuwachsen, während sich die beteiligten Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung in der Nachbarschaft stellen können – eine echte Win-Win-Situation. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr noch mehr Unternehmen teilnehmen.“

PDFDrucken
Markiert:

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.