In den vergangenen Monaten sind immer wieder Schüler von einer Jugendgruppe geschlagen und beraubt worden. Nach einem weiteren Fall in Bensberg konnte die Polizei einen Haupttäter ermitteln, der selbst erst 16 ist. 

Nach Angaben der Polizei hat eine Gruppe von Jugendlichen in letzter Zeit wiederholt Schüler „bedrängt, geschlagen und abgezogen”. Am Montagvormittag ereignete sich ein weiterer Fall.

Drei Schüler im Alter von 16 und 18 Jahren waren vom Albertus-Magnus-Gymnasium aus gemeinsam zur Bahnhaltestelle Im Hoppenkamp gegangen. Aus der Gegenrichtung stieg dort eine Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen aus der Bahn und breitete sich sogleich auf dem Bahnsteig aus, berichtet die Polizei.

Diese jungen Leute stellten sich auch zwischen die drei Schüler und trennten sie. Drei Personen aus der Gruppe sprachen die Jungs provozierend an. Ein Jugendlicher, etwa 180 cm groß, schlank und dunkelhaarig, packte einen 16-Jährigen am Hals, würgte ihn und wies eine andere Person an, ihn zu durchsuchen. Der andere, etwa 175 cm groß, kräftige Statur mit einer Narbe unter einem Auge, nahm dem 16-Jährigen daraufhin und 30 Euro ab.

Nach einem kurzen Wortwechsel stiegen diese Jugendliche zusammen mit anderen aus der Gruppe in die nächste Bahn und verschwanden mit der Beute. Die drei Schüler gingen zunächst zurück zur Schule. Erst nach dem Unterricht wurde von ihnen eine Anzeige erstattet.

Am Dienstag konnte die Polizei den 16-jährigen Haupttäter ermitteln. Er stamme aus Bergisch Gladbach und sei bereits mehrfach in ähnlicher Weise auffällig geworden. Daher sei direkt von der Schule zur Wache gebracht worden. In der folgenden Sachverhaltsklärung seien ihm bereits zwei weitere Taten nachgewiesen worden.

Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Fälle gibt, die jedoch nicht zur Anzeige kamen, da die geschädigten Schüler Angst haben oder sich eingeschüchtert fühlen. Die Vorgehensweise sei immer sehr ähnlich. Mehrere Jugendliche treten als Gruppe auf, sprechen zwei bis drei Schüler provozierend an. Sie stellen Forderungen und werden handgreiflich.

Betroffene Schüler, ob als Geschädigte oder Zeugen, werden dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden, unter der Telefonnummer 02202 205 120.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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