Die SPD verjüngt sich: Ein 19-jähriger Jurastudent und Jugendsozialist wurde zum sachkundigen Bürger ernannt. Im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss steht er den Ratsmitgliedern mit Anregungen und Ideen beratend zur Seite.

Jannes Komenda wurde am 21. Mai vom Rat der Stadt Bergisch Gladbach zum sachkundigen Bürger berufen. Am 3. Juli wurde er im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss vereidigt.

Zur Sache: Sachkundiger Bürger (bitte anklicken)
Gemäß § 58 Abs. 3 der Gemeindeordnung NRW können die Ausschüsse „sachkundige Bürger“ einsetzen, um sich zusätzlichen Sachverstand einzuholen. Oft werden die sachkundigen Bürger auch genutzt, um Nachwuchskräfte auf die Arbeit im Rat vorzubereiten.

In der Regel wirken sie in den Ausschüssen nur mit beratender Stimme mit. Die Fraktionen können die Bürger aber auch (anstelle eines Ratsmitglieds) als stimmberechtigte Mitglieder in einen Ausschuss entsenden. 

Der Juso wurde 2000 in Bensberg geboren und lebt in der Bensberger Kaule. Nach seinem Abitur am Otto-Hahn Gymnasium 2018 hat er ein Jurastudium in Köln begonnen.

„In meiner Freizeit bin ich im Schwimmverein Bergisch Gladbach als Schwimmer, Wasserballer und im Jugendausschuss aktiv. Zudem engagiere ich mich in den Gladbacher Ortsgruppen von Amnesty International und UNICEF“, so der junge Sozialdemokrat.

„Auf die Arbeit im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss freue ich mich besonders, weil hier sowohl das Gesicht unserer Stadt gestaltet wird als auch die Grundsteine für wichtige Verbesserungen gelegt werden. Dort entstehen und manifestieren sich Visionen der Gladbacher Bürger. Gleichzeitig ist Stadtentwicklung etwas Langfristiges, für die Zukunft. Also sollten auch diejenigen, die noch in ferner Zukunft in Bergisch Gladbach leben wollen, angemessen vertreten sein“, erläutert der 19-jährige.

Unsere Stadt braucht seiner Meinung nach eine Ausweisung von Flächen für geförderten Wohnraum als Antwort auf die Wohnungsnot vieler Bürgerinnen und Bürger, auf die allgemeinen Anspannung des Wohnungsmarkts und damit auch auf die unzumutbare Belastung für Menschen mit mittlerem und kleinerem Einkommen.

Der Juso befürwortet zudem das Mehrgenerationenwohnen als eine Reaktion auf den massiven demographischen Wandel sowie schöne Begegnungsstätten – beispielweise Stadtteilhäuser – für Jung und Alt als Antwort auf die Vereinsamung im Alter oder in der digitalen Welt.

Jannes Komenda wünscht sich zudem die Ausweisung von angemessenen Treffpunkten für Jugendliche. Dies könnte den Konflikt lösen zwischen Jugendlichen einerseits, die ihre Abende auch mal draußen verbringen wollen, und betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern andererseits, die vor (Lärm-)Verschmutzung geschützt werden müssen.

„Ich freue mich, dass auch so junge Menschen wie Jannes Interesse an der Kommunalpolitik haben und die Arbeit unserer Fraktion aus der Sicht junger Menschen bereichern“, betont Klaus W. Waldschmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach.

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