Die „Sommerkirche” St. Johannes der Täufer in Herrenstrunden. Foto: Thomas Merkenich

Fotos von Markus Bollen und Objekte von Beatrix Rey zeigt die Ausstellung „Wunder in der Kirche”, mit der St. Johannes der Täufer offiziell zur Kulturkirche wird. 

Mit der Eröffnung einer Ausstellung des Bensberger Fotografen Markus Bollen und der Rösrather Objektkünstlerin Beatrix Rey unter dem Motto „Wunder in der Kirche“ ist am Sonntag der offizielle Startschuss des Kulturkirchen-Projekts in St. Johannes der Täufer Herrenstrunden gefallen.

Foto: Markus Bollen

Während Bollen analog aufgenommene Pflanzen- und Naturfotografien als großformatige Pigmentdrucke auf Büttenpapier zeigt, stellt Rey, die ihre Werke überwiegend aus Holzfundstücken wie Schwemmgut oder Wurzeln fertigt, hierzu korrespondierende Skulpturen und Objekte aus Naturmaterialien aus.

Hinzu kommt – als besonderer Blickfang der Ausstellung – ihre Installation „Geborgenheit“, ein Kunstwerk aus handgefilzten Streifen, in die feine Äste und Federn eingearbeitet sind. Es schwebt, an Fäden aufgehangen und lichtdurchflutet, von der Decke des Kirchenraumes und lädt den Betrachter als eine Art geborgener „Raum im Raum“ dazu ein, einzutreten, in sich zu gehen und still zu werden.

„Geborgenheit” von Beatrix Rey. Foto: Markus Bollen

Bei der Eröffnung gestaltet als Matinee und musikalisch untermalt von Julia Häuser, wurden die Anwesenden durch Susanne Filz, Vorsitzende des Ortsausschusses Herrenstrunden und Mitglied im Organisationsteam der Kulturkirche, sowie Pfarrer Christoph Bernards willkommen geheißen.

Bernards zeigte sich beeindruckt: „Ich bin froh und glücklich, so eine engagierte Gruppe von Frauen und Männern begleiten zu können, die Kirche vor Ort lebendig hält.“ Nach einer Erläuterung der ausgestellten Werke durch Bollen und Rey suchten die beiden Künstler im Anschluss den Austausch mit den Gästen. Bei Wein, Brot und Gesprächen klang eine gelungene Matinee allmählich aus.

Eine neue Funktion für die Kirche

Die „Kulturkirche Herrenstrunden“ ist ein Kooperationsprojekt der Pfarrgemeinde St. Joseph und St. Antonius Bergisch Gladbach und des Katholischen Bildungswerks im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Es wird realisiert von einer Gruppe ehrenamtlich Tätiger des Ortausschusses Herrenstrunden sowie Elmar Funken, Leiter des Bildungswerks, mit dem der Arbeitskreis eng zusammenarbeitet.

Jenseits der liturgischen Nutzung der Kirche möchte man den Kirchenraum auch anderweitig für die Menschen offen halten und als einen Veranstaltungsraum etablieren, der Impulse setzt, die auch Kirchenfernstehende ansprechen sollen.

So steht die Kirche im Winterhalbjahr (Herbst bis Frühjahr), wenn die regulären Gottesdienste in ihre ehemalige Filialkirche nach Eikamp hinüberwechseln und in der „Sommerkirche“ St. Johannes der Täufer nur vereinzelt Messen stattfinden, für ein attraktives Kulturprogramm zur Verfügung.

Bis einschließlich April kommenden Jahres geht die Kulturkirche nun in ihre erste Saison. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Raum „Kirche“ zwischen Ausstellungen, Konzerten und Kleinkunstveranstaltungen als Ort der Besinnung und des Lebendigkeit (neu) zu erfahren. Alle Veranstaltungen in der Kulturkirche sind kostenfrei; um Spenden wird gebeten.

Die Ausstellung „Wunder in der Kirche“ ist noch bis zum 17. November 2019 täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr in St. Johannes der Täufer, Herrenstrunden 32, 51465 Bergisch Gladbach zu sehen und wird an diesem Tag durch ein Konzert zum Volkstrauertag mit Kirchenmusiker Christian Wiedemann beschlossen.

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1 Kommentar

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  1. im Biblischen Kontext der Christlichen Frühgemeinde waren Wunder ja etwas völlig alltägliches, weil die Christen mit ihnen gerechnet haben bzw. dem Wirken ihres Gottes. Als da wären körperliche Heilungen oder Befreiung von Dämonen.
    Dies ist heutzutage den Großen Kirchen etwas Fremdes geworden. Nun wird fotografische Kunst als Wunder als angekündigt. Ob sich der Schöpfergott das soooo vorgestellt hat? Denn Wunder werden doch als übernatürliche Phänomene bezeichnet.