Foto: Stadt GL

Wie können junge Menschen die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit verstehen – und warum sind Städtepartnerschaften heute noch relevant? Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse des Gymnasiums Herkenrath haben sich mit diesen Fragen beschäftigt und ein Projekt zu Städtepartnerschaften gestartet.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der ersten Städtepartnerschaften Bergisch Gladbachs – der Viererbund zwischen Luton, Velsen, Bourgoin-Jallieu und Bergisch Gladbach aus 1956 – beschäftigten sich 45 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler des Gymnasiums Herkenrath im Geschichtsunterricht mit ihrem Lehrer Fabian Neuhoff mit der Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und Städtepartnerschaften.

Das Besondere: Vier Gäste aus der Städtepartnerschaftsarbeit waren mit dabei.
Anne Linden und Jana Lülf aus dem Büro des Bürgermeisters sowie Angela Behrend und Ulrich Bonnet von den Britischen und Niederländischen Partnerstädten Luton& Runnymede und Velsen stellten ihre Arbeit vor. Sie trugen außerdem dazu bei, das Thema Städtepartnerschaften aus historischer und aktueller Perspektive zu beleuchten.

Historischer Hintergrund: Versöhnung nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Europa nicht nur wirtschaftlich, sondern auch
gesellschaftlich am Boden. Misstrauen, Feindbilder und nationale Spannungen
prägten die Beziehungen zwischen den Ländern.

Städtepartnerschaften entstanden in dieser Zeit als bewusstes Zeichen der
Versöhnung. Kommunen aus ehemals verfeindeten Staaten – insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich – gingen Partnerschaften ein, um den direkten Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern zu fördern. Ziel war es, Verständnis aufzubauen, Vorurteile abzubauen und langfristig Frieden zu sichern.

Bedeutung in der Gegenwart

Auch heute haben Städtepartnerschaften nicht an Relevanz verloren – im
Gegenteil. Sie bieten Plattformen für kulturellen Austausch, Schüleraustauschprogramme und gemeinsame Projekte in Bereichen wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Stadtentwicklung. In einer globalisierten Welt fördern sie interkulturelle Kompetenzen und stärken das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl.

Ein besonderer Fokus der Unterrichtseinheit lag darauf, die Perspektive der
Jugendlichen einzubeziehen: Welche Rolle spielen Städtepartnerschaften für ihre
eigene Lebenswelt? Welche Chancen bieten sie für persönliche Begegnungen und
internationale Erfahrungen? Schüleraustausche wurden als hier als großartige
Möglichkeiten genannt, weil sie besondere persönliche Erfahrungen bieten, die
zeitlebens prägen. 

Ziel des Projekts

Das Unterrichtsprojekt verfolgte das Ziel, historisches Lernen mit aktuellen
Fragestellungen zu verknüpfen. Schülerinnen und Schüler konnten erkennen, dass politische Konzepte wie Städtepartnerschaften nicht nur historische Relikte
sind, sondern lebendige Instrumente der internationalen Zusammenarbeit. Vor
allen die Stärkung Europas mit der Europäischen Wertegemeinschaft war und ist
zentrales Anliegen der Städtepartnerschaften.  
 
Städtepartnerschaften sind ein Beispiel dafür, wie aus den Trümmern der Vergangenheit tragfähige Brücken für die Zukunft gebaut wurden. Die Unterrichtseinheit macht deutlich:
Frieden und Verständigung beginnen oft im Kleinen – und genau hier setzen Städtepartnerschaften bis heute an.

Ein Kahoot-Quiz und die gemeinsame Betrachtung einer Städtepartnerschaftsausstellung rundeten das Unterrichtsprojekt ab.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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