Die Einsatzzentrale der Feuerwehr GL

Die Warnungen vor dem Sturmtief Sabine hatten nicht nur die Feuerwehr, sondern auch große Teile der Stadtverwaltung alarmiert. Nach dem relativ harmlosen Verlauf zieht der Krisenstab der Stadt eine positive Bilanz. 

Die Schäden halten sich nach Aussage der Einsatzkräfte von Stadt und Feuerwehr in Grenzen. Die Feuerwehr rückte bis Montag 11 Uhr nur 22 Mal aus. Personen kamen nicht zu schaden, in der Kornstraße wurde ein parkendes Auto durch einen Baum beschädigt.

Am Montagmorgen traf sich der „Stab für Außergewöhnliche Ereignisse” (SAE) der Stadt unter Leitung von Bürgermeister Lutz Urbach und Dezernent Frank Stein – und stellte eine positive Bilanz auf.

Krisenstab mit vielen Beteiligten

Der SAE war erstmals am Sonntagmorgen an der Feuerwache 1 einberufen worden. Ständige Mitglieder sind neben der Feuerwehr Co-Dezernent Bernd Martmann, die Fachbereichsleiter für die Bereich 3 (Recht, Sicherheit und Ordnung), 4 (Schule, Sport, Kunst und Kultur), 5 (Soziales), 7 (Umwelt und Technik) und darüber hinaus Fachleute aus den Bereichen Ordnungsbehörde, Abfallwirtschaftsbetrieb, Abwasserwerk, Bauhof, StadtGrün und Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Polizei war dabei.

Da die Auswirkungen des Sturms nicht absehbar waren seien die wichtigsten Stellen der Stadtverwaltung in Rufbereitschaft versetzt worden, berichtet Urbach.

Die Feuerwehr sei auf solche Lagen grundsätzlich gut vorbereitet und habe darüber hinaus durch die enge Abstimmung mit der Stadtverwaltung gut planen können, ergänzt Stein. Im Vorfeld des Sturms seien alle möglichen Szenarien gedanklich durchgespielt worden.

Bei den Vorbereitungen auf mögliche Schäden waren viele Dienststellen aktiv:

  • 150 Feuerwehrleute aus Ehren- und Hauptamt waren seit Sonntagnachmittag im Einsatz.
  • Um 16 Uhr am Sonntag hatten Abwasserwerk, Abfallwirtschaftsbetrieb und Bauhof ihre Rufbereitschaften aktiviert und einen Hilfsplan aufgestellt.
  • 25 Mitarbeiter des Bauhofs hatten einen 24-Stunden-Dienst organisiert. Für die Feuerwehr wurde ein Radlader zur Verfügung gestellt.
  • Ein Baumkontrolleur von StadtGrün stand als Experte zur Beurteilung von möglichen Baumfällungen zur Verfügung.
  • 13 Mitarbeiter des Abwasserwerks standen im Schichtdienst bereit und kontrollierten am Montagmorgen die Rechen an den Bächen und Kanälen.
  • Die Straßen- und Stadtreinigung unterstützte die Aufräumarbeiten, denn vor allem sind Äste auf die Straßen gefallen. Die Kehrmaschinen stehen und standen der Feuerwehr zur Verfügung.
  • Zudem hatte der Ordnungsdienst seit Sonntagmittag die öffentlichen Straßenräume kontrolliert und Schirme, Zäune oder andere mobile Gegenstände sichern lassen. Auch Mülltonnen wurden vom Straßenrand an sichere Orte zurückgestellt.
  • Zur Verpflegung der Einsatzkräfte öffnete die GL Service gGmbH die Mensa der IGP.

Schulen vorsorglich geschlossen

Am Sonntag um 13 Uhr waren die Schulen ivon Dettlef Rockenberg als Fachbereichsleiter Schule informiert worden, dass sie am Montag geschlossen bleiben. Auch die Träger der Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen wurden zum selben Zeitpunkt über diese Vorsichtsmaßnahme von Sabine Hellwig, Fachbereichsleiterin für Soziales, informiert. Die Einrichtungen sind nicht städtisch und konnten eigenständig entscheiden, wie sie vorgehen.

Grund für die Vorsichtsmaßnahmen war die Ungewissheit, ob die Kinder und Jugendlichen auf den Wegen zu den Einrichtungen aufgrund der kräftigen Sturmböen in Gefahr gebracht werden könnten, erläutert die Stadt.

Müllabfuhr wird Freitag nachgeholt

Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb unter Leitung von David Zenz entschied ebenfalls bereits am Sonntagmittag, die Müllsammlung am Montag kurzfristig abzusagen. Hierzu gab es noch am Sonntag die Abstimmung mit der Firma Neuenhaus, die die Gelbe Säcke entsorgt.

Die Müllabfuhr wird am Freitag nachgeholt. Konkret betrifft das größtenteils die Stadtteile Refrath, Frankenforst und Kippekausen sowie Teile von Lückerath. Das sind für die Biomüllabfuhr die Bezirke 1a1 und 1a2. Zudem erfolgt die Restmüllabfuhr in den Bezirken 1b1 und 1b2 sowie die Papierabfuhr im Bezirk 1b1 und die Sammlung der „Gelben Säcke“ im Bezirk 1b2.

Gr0ßes Lob des Bürgermeisters

„Es ist eine absolute Top-Leistung, was alle Beteiligten in den letzten Stunden für die Stadt und ihre Bürgerschaft geleistet haben“, lobte der Bürgermeister. „Alle angesprochenen Kolleginnen und Kollegen haben ohne eine Sekunde zu zögern an diesem Sonntag „Gewehr bei Fuß“ gestanden, um dem Gemeinwohl zur Verfügung zu stehen. Wir waren sehr gut auf die Gefahrsituation vorbereitet und würden alle Entscheidungen wieder so treffen. Ich bedanke mich im Namen der Stadtgesellschaft für diesen vorbildlichen Einsatz.“

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ein großes Lob an unsere Verwaltung und an alle, die für uns ihren Dienst geleistet haben!
    Und wie toll, dass in-gl dies für alle so sichtbar gemacht hat. Solch eine Sichtbarkeit ist wichtig, um zu wertschätzen, was im Krisenfall alles getan wird, um für unser aller Wohl zu sorgen.
    Danke!