Pfarrer Andreas Süß. Foto: Jan Wirth-Pütz

In Bensberg und Moitzfeld gibt es schon ab dem 2. Mai erste Gottesdienste, für Besitzer eines Tickets. Damit nutzt Pfarrer Andreas Süß die am Donnerstag verkündeten Lockerungen der Landesregierung. Die evangelischen Kirchen bleiben dagegen zunächst im Netz.

„Nach sieben Wochen täglichen Livestream-Gottesdiensten freue ich mich nun wieder Menschen willkommen zu heißen,” sagt Andreas Süß, leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Nikolaus und St. Joseph. Die katholische Pfarreiengemeinschaft St. Nikolaus und St. Joseph werde ab Samstagabend um 18 Uhr ihre Gottesdienste wieder für Besucher öffnen.

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Dabei gelten strenge Hygieneregeln und Abstandsmaßnahmen. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Einlassticket, dass kostenlos über das Internet oder telefonisch (02204 52424) bezogen werden kann.

Dadurch können die Teilnehmer registriert werden und die Daten im Falle einer Corona-Infektion eines Gottesdienstbesuchers an die Gesundheitsbehörden übergeben werden. Gesang wird es nicht geben, dafür ein Maskenzwang. Ein Willkommensteam sorgt für den geordneten Einlass und die nötige Abstandswahrung. Auch die geöffneten Gottesdienste kann man weiterhin zuhause im Livestream verfolgen.

Evangelische Kirche geht einen anderen Weg

Dagegen wollen die evangelischen Gemeinden in Bergisch Gladbach vorerst auf Präsenzgottesdienste verzichten. „Gottesdienste mit Masken, ohne Gesang, und mit stark reduzierter Teilnahme aufgrund der notwendigen Abstände sind für uns derzeit noch schwer vorstellbar. Gottesdienste leben auch vom Lob Gottes durch Gesang und von herzlicher persönlich gezeigter Verbundenheit”, sagt Achim Dehmel Pfarrer der Kirche Zum Heilsbrunnen.

Die evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach werde frühestens am 10. Mai, vermutlich aber auch erst am 17. Mai mit Gottesdiensten nach den neuen Vorschriften beginnen. Und das vermutlich erst vereinzelt, um Erfahrungen damit zu machen. 

Das geltt für die Gnadenkirche (Stadtmitte), die Heilig Geist-Kirche (Hand/Paffrath), die Kirche Zum Frieden Gottes (Heidkamp) und die Kirche zum Heilsbrunnen (Hebborn, Nußbaum, Voiswinkel, Eikamp). Aus Bensberg habe er ähnliches gehört, berichtet Dehmel. Bis dahin wollen die Gemeinden ihre sonntäglichen Onlineangebote weiter ausbauen. 

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2 Kommentare

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  1. Ich finde es sehr wichtig dass wir Gläubigen wieder die Heilige Messe mitfeiern können und die Eucharistie empfangen dürfen!!! Anders als einen Film oder ein Fußballspiel ist die Messe im stream nur sinnvoll für kranke uns Menschen die sich nicht zur Kirche bewegen Können

  2. Im Gemeindeverband Bergisch Gladbach West (Schildgen/Paffrath/Hand) wird es am Wochenende auch erste öffentliche Gottesdienste geben.
    Auch mit Zugangsbeschränkungen (Voranmeldung) und allen nötigen Hygiene- und Abstandsregeln.
    Was es mit dem „Nicht-Singen“ allerdings auf sich hat, dass erschließt sich mir nicht.
    Auch auf der Seite des Erzbistums wird das nicht näher erläutert.
    Ich finde die Vorstellung gruselig – mal sehen.