Frank Stein bei der Bürgerportal-Sprechstunde im November 2019

Frank Stein, Bürgermeisterkandidat von Grünen, FDP und SPD, widerspricht seinem CDU-Konkurrenten Christian Buchen: Jetzt sei noch keine Zeit für einen Wiedereinstieg in den Wahlkampf. Allerdings spielt dabei sein Beruf eine Rolle.

Buchen hatte in der vergangenen Woche zu einer digitalen Gesprächsreihe eingeladen und den Neustart des Wahlkampfs mit der Erwartungshaltung der Bürger begründet.

Diesen Schritt will Stein, der als Beigeordneter derzeit als Leiter des städtischen Krisenstabs fungiert, noch nicht mitgehen. „Erst die Stadt und die Bürger, dann der Wahlkampf. Als Leiter des Stabs für besondere Ereignisse (SAE) und des operativen Stabes (OPS) steht für mich die Bewältigung der Corona-Krise in unserer Stadt an erster Stelle. Und die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht von mir, dass ich meinen Job mache. Ich werde diese Aufgabe nicht vernachlässigen, um Wahlkampf zu machen,” sagte Stein auf Anfrage des Bürgerportals.  

Stein verweist darauf, dass es noch fünf Monate bis zur Kommunalwahl am 13. September sind, da bleibe noch genug Zeit für den Dialog mit den Bürger:innen. Dafür werde auch das Bündnis von Grünen, FDP und SPD im wesentlichen digitale Formate nutzen.

Eine vierte große Aufgabe

Inhaltlich habe sich trotz Corona an seinen Kernanliegen nichts geändert, betont Stein: „Gute Politik für Schule, Kita, OGS; für Klimaschutz und Mobilität und für nachhaltige Stadtentwicklung.” Allerdings könnten diese Aufgaben nun nicht mehr in einer Hochkonjunktur anpackt werden, sondern müssten „in einer hoffentlich schnell zu überwindenden Rezession” bewältigt werden.

Eine vierte große Aufgabe sei jedoch dazu gekommen, formuliert der Kandidat: „Was können wir für unsere Stadt tun, um die sozialen, wirtschaftlichen und ökonomische Folgen der Corona-Krise zu überwinden?” Das seien Herausforderungen, „die ein Höchstmaß an Professionalität und Führungskraft erfordern”.

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2 Kommentare

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  1. “Frank Stein, Bürgermeisterkandidat für Grüne, FDP und SPD sowie oberster Krisenmanager der Stadt, widerspricht. Der Kampf gegen Corona lasse ihm noch keine Zeit für Wahlkampf.”

    Frank Stein hat sich als Bürgermeisterkandidat komplett disqualifiziert. In Bergisch Gladbach gab es keine Corona Krise. Im Gegenteil, ausser Panikmache gab es von den Verantwortlichen in Stadt und Kreis nichts, was das Problem Covid-19 beherzt angepackt hätte.

    „Gute Politik für Schule, Kita, OGS;…” den Rest spare ich mir. Vielleicht erzählt ihm mal einer, dass die Lütten, deren Eltern nicht ganz so gut ausgestattet sind, unter dem Shutdown von Schule, Kita und OGS besonders gelitten haben. Von Alleinerziehenden ganz zu schweigen.

    Jetzt wird es einfach nur noch hochnotpeinlich: „Was können wir für unsere Stadt tun, um die sozialen, wirtschaftlichen und ökonomische Folgen der Corona-Krise zu überwinden?”

    Ganz einfach, zurücktreten und weniger hasenfüßigen Platz machen. Macht man aber natürlich nicht, wenn man an den Fleischtöpfen futtert, die die Gastronomen, Hoteliers und Sonstige letztes Jahr noch reichlich gefüllt haben. Damit wird allerdings bald Schluss sein, wenn die Steuerbasis wegbricht. Und dann erledigt sich Monsieur Steins Kandidatur von ganz alleine, denn er wird dann gebraucht, um die Gehälter der städtischen Angestellten pünktlich auszuzahlen. Kein einfacher Job. Im Sinne der Betroffenen kann man ihm nur wünschen dass er die Aufgabe besser löst.

    Weshalb die FDP diesen Kandidaten allerdings weiterhin unterstützt, muss sie vor Gott und sich selber ausmachen.

  2. Buchen sollte sich ein Beispiel an Stein nehmen. Zuerst kommt die Bewältigung der Corona Krise, die Hilfe für Menschen und Wirtschaft, dann erst der Wahlkampf. Selbstdarstellung und Profilierungsgehabe sind momentan nicht gefragt.