Vor-Wahlkampf vor Corona: Christian Buchen im Gespräch mit Georg Watzlawek. Jetzt startet er eine eigene Gesprächsreihe.

Die Corona-Krise hatte den Vor-Wahlkampf für die Kommunalwahl eingefroren, doch auch hier setzt nun eine Lockerung ein: Christian Buchen, der CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt, steigt wieder ein.

Kurz vor Ostern hatten Buchen und sein Konkurrent Frank Stein (Grüne, FDP, SPD) in einem Doppelinterview mit dem Kölner Stadtanzeiger im Einklang betont, dass es jetzt keine Zeit für Wahlkampf sei.

Zwei Wochen später hat sich das geändert – Christian Buchen (CDU) ist in den sozialen Medien sehr aktiv, veröffentlicht ein Corona-Essay, tritt beim Dis-Tanz zum ersten Mai auf und lädt jetzt zu einer Veranstaltungsreihe ein.

Inzwischen sei „eine andere Erwartungshaltung bei den Menschen da”, begründet Buchen die neuen Initiativen. Einen klassischen Wahlkampf mit Ständen in der Fußgängerzone oder Präsenz-Veranstaltungen mit geladenen Rednern werde es vorerst zwar nicht geben.

Aber die Menschen „wollen darüber reden und diskutieren, wie es weiter geht”. Daher mache er mit der Veranstaltungsreihe „Christian Buchen im Gespräch“ ein Angebot, natürlich in digitaler Form.

Stein konzentriert sich auf Corona

Frank Stein verhält sich da deutlich zurückhaltender. Der Beigeordnete und Kämmerer der Stadt fungiert seit zwei Monaten auch als Leiter des städtischen Krisenstabs und berichtet einmal pro Woche aus der Gefühlswelt eines Krisenmanagers. Allerdings nutzt auch er dafür seine für die Wahl eingerichtete Facebook-Seite, die jetzt (wieder) „Frank Stein – Bürgermeister 2020″ heißt.

Dort veröffentlichte er jetzt einen „Video-Podcast”, in dem er eine positive Bilanz der bisherigen Anti-Corona-Kampagne zieht. Zwar wirbt auch er dort für den demokratischen Diskurs – aber nur mit Bezug auf Corona.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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