Kölsche Lieder, Geschichten aus dem alten Köln, ein ausgebüxter Bergischer Löwe,  das kleine  Hummellofant, Sonnenschein und viel Applaus gab es am Sonntag im Klausmann. Hier startete in fröhlicher Runde ein Benefizkonzert  zur Rettung des Puppenpavillons.

Das Konzert zur Rettung des Puppenpavillons veranstaltete der  Refrather karnevalistische Freundeskreis  De Mählwürm. Mike Müller, mit erst 17 Jahren bereits Prinz im letzten Refrather Dreigestirn und aufstrebender Mundartsänger, präsentierte in seinem ersten Soloauftritt absolut gelungen einen Reigen  kölscher Lieder. 

Sie können die Fotos in der Galerie mit einem Klick groß stellen und mit dem Pfeil rechts weiter wandern. Fotos: Helga Niekammer

Alle Künstler traten ohne Honorar auf. Gastronom Jan Gyr stellte den gemütlichen Biergarten des Bensberger Gasthauses Klausmann kostenlos zur Verfügung.

Kölns Urgestein Heribert Malchers, 26 Jahre lang Intendant des Hänneschen-Theaters begeisterte mit fröhlichen kölschen Geschichten rund um den Friseur im Hause und plauderte auch aus dem Nähkästchen über seine Begegnungen mit Willy Millowitsch in dessen Theater er einst als Schauspieler wirkte.

Derweil blinzelten die in Körbchen gebetteten kleinen, niedlichen Hummellofanten in den Biergarten.  Dieses gehäkelt und gewerkelte Spielzeug  (jedes Teil ein Unikat) konnte gegen eine Spende erworben werden. Gefertigt  wurde das Phantasie-Tierchen  mit viel Engagement von der Frauen-Runde „De Mählwürm“.

Wie es zum Hummelofant kam und was er verkörpert, dieses Geheimnis lüftete Gerd J. Pohl mit seinem Vortrag „Die Hummel“, den  Beobachtungen zur ermatteten Hummel und einem starken Rüssel.

Überraschend tauchte an diesem Nachmittag im Biergarten der Bergische Löwe auf.  Der König der Tiere hatte seinen ursprünglichen Platz auf dem Gladbacher Bürgerhaus verlassen. Will sich jetzt besonderen Aufgaben zuwenden, ließ Pohl verlauten. Es geht da wohl um Heimatkunde, ein Filmprojekt, oder so. Nah warten wir mal ab, bis das Geheimnis völlig gelüftet wird.

DANKE sagt Gerd J. Pohl, Leitung Puppenpavillon:

Mich hat der gestrige Abend extrem bewegt. Ein solch geballtes Zeichen der Wertschätzung, Freundschaft und Solidarität berührt die Seele. Für dieses Erlebnis ein liebes “Vergelt’s Gott!” – und auch für die Spendensumme von 628,80 €, die meine kühnsten Hoffnungen übertroffen hat und unserem Förderverein eine enorme Hilfe ist in dieser schwierigen Zeit. Besonderen Dank an alle, die gestern aktiv dabei waren und den Abend mit ungeheurem Elan und Fleiß vorbereitet haben.

Höchst erfreulich auch, dass eine ganze Reihe von Persönlichkeiten aus der Bergisch Gladbacher Politik anwesend waren, darunter die Bürgermeisterkandidaten Christian Buchen und Frank Stein, der Leiter des Fachbereichs für Schule, Sport und Kultur, Dettlef Rockenberg, und als Stadtratsmitglieder (soweit ich sie in der Menge entdecken konnte) Annette Glamann und Sascha Keimer.

Eure Teilnahme war mir ein ganz, ganz wichtiges Zeichen, dass Euch die Kultur in dieser Stadt wichtig ist, und ich bitte Euch von Herzen, Euch auch zukünftig für die freie Szene stark zu machen. Insbesondere diejenigen unter uns, die von ihrer künstlerischen Arbeit leben, stehen derzeit nicht selten vor einem Scherbenhaufen und brauchen DRINGEND Eure schützende Hand.

Glücklich über die großartige Hilfe sind auch Paschalis Lüders und Tobias Naudi (Vorstand Theater im Puppenpavillon). Sie betonen: „Bensberg braucht das Theater“. Wir sagen: „Herzlichen Dank für diese tolle Unterstützung.” Insgesamt kamen 620 Euro für den Förderverein zusammen.

Hinweis der Redaktion: Informationen, wie Sie den Förderverein des Theaters im Puppenpavillon und andere Bergisch Gladbacher Künstler unterstützen können, finden Sie in unserem Spendenportal sowie auf zusammenhalt.gl.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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1 Kommentar

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  1. Danke für den tollen Bericht – und für die viele Unterstützung zugunsten der Bensberger Puppenspiele!