Günther Schöpf. Foto: AfD Bergisch Gladbach

Mit einem bislang Unbekannten geht die Partei als Spitzenkandidat und Aspirant für das Amt des Bürgermeisters in die Kommunalwahl. Auf Platz drei der AfD findet sich ein altbekanntes Ratsmitglied.

Begleitet von Protesten hatte die AfD RheinBerg am Samstag in der Steinbreche in Refrath ihre Kandidaten für Stadtrat und Kreistag gewählt. Nach Angaben der Partei wählten etwa 60 Mitglieder des Kreisverbands den bisherigen (einzigen) Kreistagsabgeordneten Jörg Feller aus Rösrath zum Spitzenkandidaten für den Kreistag.

Er wolle sich für „eine schlanke Verwaltung und gegen Steuergeldverschwendung, für einen lebendigen innerstädtischen Einzelhandel und gegen zunehmende Fahr- und Parkverbote für Autofahrer sowie für gesunden Menschenverstand in der Umweltpolitik und gegen ideologische Klimahysterie starkmachen”.

„Kritisch und konstruktiv” im Stadtrat

Als Spitzenkandidat für den Stadtrat in Bergisch Gladbach und Bürgermeisterkandidaten wurde Günther Schöpf gewählt. Der 50-Jährige wohne in Bensberg, arbeitet bei einem amerikanischen IT-Unternehmen und sei „glühender Wahl-Gladbacher”.

Im Stadtrat wolle er die künftige AfD-Fraktion „kritisch und konstruktiv positionieren”, sich für „einen soliden Haushalt und für eine Verkehrsinfrastruktur einsetzen, die Autofahrer, Fahrradfahrer und ÖPNV als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer berücksichtigt” einsetzen. 

Auf Platz zwei der Liste wurde Carlo Clemens gewählt, der Vorsitzender der „Jungen Alternativen” auf Landesebene ist.

Fabian Schütz

Fabian Schütz jetzt offiziell auf der AfD-Liste

Platz 3 nimmt Fabian Schütz ein, der bereits 1999 für die Kiditiative in den Rat einzog, später ein Mandat für die Demokrative14 gewann, dann zur AfD-Fraktion wechselte und seit deren Auseinanderbrechen als Einzelmitglied im Ratssaal sitzt. Schütz arbeitet für den AfD-Bundestagsabgeordneten Roland Hartwig in Berlin, hatte bislang aber betont, der AfD lediglich nahe zu stehen.

Hartwig war als Direktkandidat in RheinBerg angetreten und über die Reserveliste in den Bundestag gewählt worden. Kurz darauf hatte er seinen Wohnsitz nach Königswinter verlegt, bei der Kommunalwahl im Herbst tritt er in Leverkusen als Bürgermeisterkandidat an.

Reserveliste AfD Bergisch Gladbach:

  • Platz 1: Günther Schöpf
  • Platz 2: Carlo Clemens 
  • Platz 3: Fabian Schütz 
  • Platz 4: Florian Fornoff 
  • Platz 5: Andreas Wirtz  
  • Platz 6: Jürgen Niemann
  • Platz 7: Thomas Kunze 
  • Platz 8: Wiebke Nießen
  • Platz 9: Mike Uthmann
  • Platz 10: Peter Frenz

Reserveliste Kreistag AfD Rhein-Berg:

  • Platz 1: Jörg Feller (Rösrath)
  • Platz 2: Sebastian Weirauch (Kürten)
  • Platz 3: Manfred Schawohl (Wermelskirchen)
  • Platz 4: Thomas Kunze (Bergisch Gladbach) 
  • Platz 5: Karl Springer (WK) 
  • Platz 6: Jörg Vennedey (Rösrath) 
  • Platz 7: Sven von Cisewski (Overath) 
  • Platz 8: Carlo Clemens (GL)
  • Platz 9: Florian Fornoff (GL)
  • Platz 10: Gerd Koselowski (Rösrath)
  • Platz 11: Helga Koselowski (Rösrath) 
  • Platz 12: Helmut Redmann (Overath)
  • Platz 13: Fabian Schütz (GL)

Redaktion

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4 Kommentare

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  1. Offensichtlich geht es auch, neutral zu berichten. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine freie Presse sein sollte, muss heutzutage besonders erwähnt werden. Jeder der, der politischen Meinungsmache das Wort redet, kann kein Demokrat sein. Die Bürger sind mündig, sich ihr eigenes Urteil zu bilden.

  2. Ja, Frau Wilmbach, m.E. ist es nötig, denn die AFD gehört zur politischen Landschaft wie alle anderen Parteien und kann nicht weggewünscht werden. Wir elben in einer Demokratie, in der alle zu Wort kommen können. Wie man adrauf reagiert, ist eine andere Sache. Es muss Überzeugungsarbeit gegen eine solche Partei geleistet werden, von den Politikern, der Presse und der Bevölkerung.

  3. Sehr geehrte Frau Wilmbach,

    das nennt sich neutrale Pressearbeit und Demokratie. Mag Ihnen nicht gefallen, sollte aber immer die Ausgangslage für Diskussionen und Entscheidungsfindungen sein.

    Ich finde es positiv, dass das Bürgerportal über alle politischen Vorgänge in GL informiert.

    Ich möchte keine vorsortierten Berichte nach politischer Einstellung.

    Vielen Dank dafür Herr Watzlawek.

  4. Ist es wirklich notwendig über eine rechtsradikale Partei zu berichten? Ich für meinen Teil empfinde es aktuell als sehr angenehm, dass diese menschenverachtende Partei während der Corona-Krise an Zuspruch und vor allem an medialer Reichweite verliert.