Seit 20. Juni 2020 gilt eine aktuelle Fassung der Corona-Schutz-Verordnung. Verklausuliert steckt darin die Erlaubnis für Abiturienten und andere Schulabgangsklassen, doch noch ein Fest zu feiern. Nicht wie gewohnt, aber immerhin mit allen Schüler:innen. Was gilt es dabei zu beachten?

Das Corona-Abitur ist durch, die Abschlussprüfungen der Haupt- Real- und Gesamtschulen ebenfalls. Aufgrund der Pandemie schien es bislang so, als bekämen die betroffenen Schüler:innen überhaupt keine Gelegenheit, ihre Abschlüsse und das Ende der Schulzeit zu feiern.

Doch seit Samstag gibt es eine Änderung, die ein wenig mehr Klarheit schafft: Die aktuelle Fassung der Corona-Schutz-Verordnung erlaubt

“…interne und jeweils einmalige selbst organisierte Feste von Schulabgangsklassen oder -jahrgängen außerhalb von Schulanlagen und Schulgebäuden, wenn durch besondere Maßnahmen sichergestellt ist, dass an diesen Veranstaltungen ausschließlich die Mitglieder der jeweiligen Abschlussklasse oder des jeweiligen Abschlussjahrgangs teilnehmen.

Feiern nur für Schüler:innen

Das bedeutet im Klartext: Wer z.B. eine Abi-Feier organisieren möchte, kann dies außerhalb der Schule tun. Allerdings gilt es dabei ein paar Regeln zu beachten:

  • Teilnehmen dürfen alle Schüler:innen. Die sonst übliche Maximalzahl von 50 Teilnehmern gilt in diesem Fall nicht.
  • NICHT teilnehmen dürfen Eltern, Geschwister, Partner oder Freunde und Verwandte.
  • Minderjährige benötigen eine Teilnahmeerlaubnis der Erziehungsberechtigten.
  • Die Behörden sind mindestens zwei Tage vor der Veranstaltung zu informieren.
  • Es können vor Ort gesonderte Regelungen erlassen werden.

Das Abstandsgebot und eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gelten bei der Feier gemäß § 13 Absatz 5 der CoronaSchVO NICHT, sofern geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit (Teilnehmerliste) sichergestellt sind.

Wie dies im Detail aussehen soll, und welche Behörde für hier vor Ort für die Genemigung zuständig ist, hat das Bürgerportal bei den Behörden angefragt. Details sollen am Dienstag bekannt gegeben werden.

Update der Redaktion vom 23. Juni 2020:

Wichtig: Wer entsprechende Feiern plane, müsse die Ordnungsbehörde mindestens zwei Tage vor der geplanten Veranstaltung informieren. Diese könne situationsbedingt Sonderregelungen treffen. Ein Hygieneplan o.ä. sei dabei nicht vorzulegen, heißt es bei der Stadt.

Aufmacherbild: Bild von Holger Detje auf Pixabay

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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