In den vergangenen zehn Jahren hat die Initiative „Schuhe für Bulgarien“ 17 große Lastwagenladungen an humanitären Gütern nach Bulgarien gebracht und vor allem Roma-Familien geholfen. Doch nun hat Corona die Lage verschärft, die Hilfe wird dringender denn je benötigt.

Zunächst waren es tatsächliche Schuhe, doch dann kamen schnell warme Kleidung und andere Hilfsgüter hinzu, die die private Initiative Jahr für Jahr in der Bevölkerung sammelt, sortiert, verpackt und den Partnerorganisationen in Bulgarien zur Verfügung stellt. 5.718 Familien sowie einigen Kinderheimen und Kindergärten seien so unterstützt worden, berichtet Hildegard Knoch-Will, die die Initiative gegründet hatte.

Die die Corona-Pandemie sei die Notlage vieler Menschen in Bulgarien noch dramatischer geworden. Neben Nahrungsmitteln fehle es fast an allem – insbesondere Winterkleidung, Winterschuhen, Decken und Kindersachen würden dringend benötigt.

Die Sach- und Geldspenden werden ab der kommenden Woche gesammelt und können vom 8. bis 13. Oktober (außer Sonntag) von 11 bis 18 abgegeben werden

Die Sammelstelle befindet sich im Gewerbehof Gronau, De Gasperi-Str. 8.

Spendenkonto: Schuhe für Bulgarien e.V
VR Bank Bergisch Gladbach
Kontonummer: DE92 3706 2600 3803 0890 18

Die Projekte

In Bulgarien arbeitet Schuhe für Bulgarien mit unterschiedlichen Organisationen zusammen.

  • Pater Jan (Sofia) erhielt für sein Kinderheim mehrfach Unterstützung·
  • Der Flüchtlingsorganisation Council of Refugee Women griff die Initiative mit zwei Hilfstransporten unter die Arme.
  • Der Harmanli Refugee Camp Play School ermöglichte eine Spende der Crowfoundig Aktion den weiteren Schulbetrieb.
  • Mit dem „Treuen Verwalter“ (Burgas) wurde in vielen Roma-Gettos mit vielfältigen Projekten Gutes bewirkt .
  • Das Kochprojekt für Kinder aus den Roma Lagern findet nach wie vor sehr großen Anklang. Hier lernen die Kinder einfache Gerichte zuzubereiten, erleben Gemeinschaft und erfahren wie gesellschaftliches Leben funktioniert.

Hintergrund: Corona belastet Roma-Familen

Das Leben der Roma ist schon zu „normalen“ Zeiten schwierig, berichtet Hildegard Knoch-Will, die oft vor Ort war. Viele fristen ihr Dasein als Flaschen- und Müllsammler. Die Kinder werden, so sie überhaupt Schulen besuchen, meist getrennt unterrichtet. In den Wohnvierteln fehlt es meist an Trinkwasser, Elektrizität und Kanalisation. Zugang zum Gesundheitssystem haben die meisten nach wie vor nicht.

Mittlerweile sei die Situation der Roma dramatisch. Es wurden strenge Corona Ausgangssperren verhängt und ganze Roma-Lager wurden abgeriegelt. Die von Polizeikräften gesicherten Kontrollpunkte dürfen nur diejenigen passieren, die eine Arbeitsbescheinigung oder ein ärztliches Attest vorweisen – Dokumente, die die meisten Roma überhaupt nicht besitzen.

Das vorrangige Ziel ist derzeit die Nahrungsversorgung der Menschen. Viele ehrenamtliche Helfer betreuen eine Art „Nahrungsmittel-Bank“. 17 Maßnahmen erreichten 5.718 Familien im Land. Hier unterstützte Schuhe für Bulgarien mit einer Spende von 1.000 Euro.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich würde gerne warme Sachen spenden. Meine Frage ist:holen sie auch einen
    Karton in Forsbach ab?Vielen Dank für ihre Antwort.
    Mit freundlichem Gruß
    U:Nau