Im Rahmen des Projektes „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ hatte die Kindertrauergruppe die Möglichkeit, ihren eigenen Wegbegleiter in Form einer Handpuppe zu basteln. Die Puppe soll ihnen Trost spenden und Sicherheit geben.

Angeleitet wurde das Projekt von der Heilpädagogin Nina Reinhardt, die bei ihrer Arbeit mit Kindern die Methode des “Therapeutischen Puppenspiel” immer wieder einsetzt und damit das Projekt „Leben mit dem Tod“ unterstützt.

Entstanden sind in einem rund vierstündigen Prozess ganz besondere Puppen und Wegbegleiter für die trauernden 6 bis 11-jährigen Kinder, die ihre Mutter, ihren Vater oder ein Geschwisterkind verloren haben. Da war beispielsweise der starke Drache, der im Alltag beschützen soll; ein Wachhund oder auch das verstorbene Meerschweinchen, das nun in anderer Form den Lebensweg tröstend begleitet.

„Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie viel Mühe, Geduld und Kreativität die Kinder in diesen Prozess gelegt haben“, schildert Projektleiterin Stephanie Witt-Loers ihre Eindrücke. Die Köpfe wurden aus Styropor und Holzmehlbrei gestaltet, anschließend bemalt, mit Stoff ausgestattet und dann mit verschiedenen Accessoires zum Leben erweckt.

Die Kinder waren zum Schluss selbst ganz erstaunt und begeistert darüber, was sie alles so erschaffen hatten. Das Empfinden von Selbstwirksamkeit und die Stärkung des Selbstwertgefühls der trauernden Kinder waren für Stephanie Witt-Loers (Projektleiterin, Therapeutin und Autorin) wichtige Ziele des Projekts „Wegbegleiter gestalten”.

„ Die therapeutische Arbeit mit Puppen unterstützt gerade da, wo Worte fehlen und kann dabei helfen innere Prozesse und Gefühlszustände auszudrücken und zu verarbeiten. Insgesamt war es ein gelungenes Projekt, das wir unseren trauernden Kindern sicherlich nicht zum letzten Mal angeboten haben“, so Stephanie Witt-Loers. 

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