Große Leere herrschte im April in der Fußgängerzone. Wie das Weihnachtsgeschäft wird, ist völlig offen.

Nach dem Corona-Lockdown im November kommt das Weihnachtsgeschäft, womöglich mit engen Verhältnissen in den Geschäften. Daher plädiert die Interessensgemeinschaft Stadtmitte dafür, an zwei Sonntagen vor und an einem Sonntag nach Neujahr zu öffnen.

Es ist der Pressemitteilung anzumerken, dass die Entscheidung der IG Stadtmitte schwer gefallen ist. „Im Rahmen der Verordnung des Landes NRW „empfehlen“ wir als Interessengemeinschaft Bergisch Gladbach -Stadtmitte- e.V. unseren Händlern in der Bergisch Gladbacher Innenstadt die Öffnung an den folgenden 3 Sonntagen (jeweils von 13 – 18 Uhr)“, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

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Dabei schlägt die IG drei Termine vor: der erste, am 29. November ist der 1. Advent. Der fällt noch in die Zeit des Lockdowns, wenn Gastronomie und Freizeiteinrichtungen geschlossen sind, wovon der Einzelhandel aber (bisher) nicht betroffen ist.

Der nächste Termin wäre der 3. Adventssonntag (13. Dezember), der letzte fiele auf den ersten Sonntag im neuen Jahr (3. Januar 2021).

Dabei ist dem Vorstand der IG bewusst, dass er sich auf einem schmalen Grat bewegt: einerseits benötigen die Einzelhändler im Dezember jeden Euro Umsatz, damit dieses schwierige Jahr nicht katastrophal wird. Andererseits, das betonen sie in der Mitteilung, liegt ihnen natürlich die Gesundheit von Mitarbeiter:innen und Kund:innen am Herzen.

Dabei sollen die verkaufsoffenen Sonntag nicht unbedingt zusätzliches Publikum in die Innenstadt locken, sondern dafür sorgen, dass die Stoßzeiten des Last-Minute-Geschäfts kurz vor Heiligabend entzerrt wird. Was in der Theorie dem Infektionsschutz dienen würde.

Allerdings gibt es noch ein paar andere Unwägbarkeiten: Sollte der Lockdown im November verpuffen könnten neue Einschränkungen, auch für den Handel kommen. Und dann ist da noch die Gewerkschaft Verdi, die immer wieder Eilentscheidungen durchsetzt und geplante verkaufsoffene Sonntag kippt.

Darauf verweist auch die IG Stadtmitte: alle Pläne stünden unter „dem Vorbehalt der aktuellen Rechtslage“.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Gegen die drei beantragten verkaufsoffenen Sonntage ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Der Einzelhandel ist genug gebeutelt. Aber wo bleibt mal wieder die Verhältnismäßigkeit, wenn Kinder unter Aufsicht der Eltern nicht einige Stunden mit ihren Fackeln einen Martinszug abhalten können.