Medaillenkandidatinnen bei den Deutschen Meisterschaften U13 waren v.l.n.r.:Nina Steffes, Kalliope Hermel, Maike Iffland, Gloria Poluektov. Foto: Heinz Kelzenberg

Trotz der wenigen Turniere, die in diesem Jahr coronabedingt stattfinden konnten, hat der TV Refrath immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. Doch durch die Entscheidung, im November nun gar keine Sportwettkämpfe in Deutschlands Hallen stattfinden zu lassen, sind nun alle nationalen Titelkämpfe im Badminton gekippt worden.

Nachdem im März die Westdeutsche und Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft, bei denen viele den TVR als Titelfavoriten angesehen hatten, abgesagt werden mussten, freute man sich nach den Sommerferien auf die Meisterschaften im Einzel, Doppel und Mixed, die für Oktober und November geplant waren. 

In den Herbstferien kam dann die Ernüchterung: die NRW-Meisterschaften in Mülheim wurden abgesagt und auch die an gleicher Stelle für Ende November geplanten Deutschen Meisterschaften waren mehr als fraglich.

Neben der DM in Mülheim fällt auch die DM U13 in Schleswig Holstein, geplant für den 21./22.11. aus und soll auch nicht nachgeholt werden. Leise Hoffnungen bestehen noch für die AK U19, im ersten Drittel des neuen Jahres einen Termin für die Austragung ihrer Jugendtitelkämpfe zu finden.

Nachdem 2019 insgesamt 21 Nachwuchstalente des TV Refrath an den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften teilgenommen hatten, rechnete man damit, diese Rekordzahl in diesem Jahr noch zu toppen. 11 Teilnehmer U13 und 12 in U15-19 wären mit großer Sicherheit nominiert worden und standen in den Startlöchern.

Cheftrainer Heinz Kelzenberg berichtet: „Wir alle wissen, was wir geleistet haben in den letzten Monaten. Beginnend beim ersten Lockdown, wo wir die Athleten über Wochen online trainiert haben bis hin zur gerade begonnenen intensiven Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften.

In dieser gesamten Zeit haben wir unsere Hygieneanforderungen immer wieder angepasst und wir alle fühlten uns sicher, sowohl im Training als auch zuletzt noch bei den Wettkämpfen, die wir besucht und vor allem selbst ausgerichtet haben.

Für die Kinder und Jugendlichen tut es mir unendlich leid, dass all ihr Herzblut und der ganze Fleiß nun nicht bei Deutschen Meisterschaften belohnt werden kann.

Da unser leistungssportlicher Ansatz sich jedoch nicht alleine an Erfolgen im Nachwuchsbereich festmacht, sondern wir konsequent unsere Vision „Refrather Pänz in die Bundesliga“ verfolgen, lassen wir den Kopf nicht hängen.

Wir  machen mit voller Kraft im neuen Jahr weiter, erneut mit hohen aber realistischen Zielen. Ich danke meinem gesamten Trainerteam, welches in den letzten Monaten überragende Arbeit geleistet hat“.

In der Tat ist die Enttäuschung vor allem bei den Athletinnen und Athleten nun riesengroß, für sie geht das Wettkampfjahr 2020 unglücklich zu Ende. Gloria Poluektov, Nina Steffes, Maike Iffland und Fynn Ohliger (alle U13) wären alleine durch ihre Setzplätze bei der DM auf klarem Medaillen-, sogar Titelkurs gewesen.

Auch Philipp Euler (U15) und Leona Michalski (U19) hätten im Doppel Setzplatz 1 innegehabt, andere TVR-ler wie Nikolas Klauer und Nikolaj Stupplich (U17) oder Bennet Peters, Marcello Kausemann oder Iya Gordeyeva (U19) galten als Medaillenkandidaten.

Heinz Kelzenberg sagt: „Wichtig ist, dass man im Leistungssport auch nach Enttäuschungen wieder aufsteht und weiter macht, wir sagen ja nicht umsonst, dass die Kids im Sport vieles fürs Leben lernen“. 

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