Der Funkmast steht nicht nur in der Siedlung, wer wäre auf dem Höhenzug zwischen Moitzfeld und Bensberg weithin sichtbar. Diese Fotomontage ist allerdings wahrscheinlich nicht maßstabsgetreu. Foto: privat

Im Konflikt um den Bau eines Funkturms für das Mobilfunknetz im Weiler Neuenhaus hat Bürgermeister Frank Stein mit allen Beteiligten konferiert. Der Bauherr habe zwar zugesagt, vor einer Eilentscheidung eines Gerichts keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, an den Plänen hält er jedoch fest.

Einige Anwohner:innen hatten gegen die Pläne, einen 30 Meter hohen Funkmastes mitten in die Ortschaft zwischen Moitzfeld und Herkenrath zu platzieren, protestiert und ein Eilverfahren vor dem Kölner Verwaltungsgericht angestrengt. Daraufhin lud Stein die Anwohner:innen, die Bauherrin Deutsche Funkturm GmbH und Fachleute aus der Stadtverwaltung kurzfristig zu einer Videokonferenz am Mittwoch ein.

Stein zeigte für die Proteste Verständnis: „Ich persönlich kann die Anwohner verstehen, dass sie den Funkmast nicht so nah an ihren Häusern haben möchten.“

Gemeinsam mit den Betroffenen habe er die Deutsche Funkturm GmbH aufgefordert, einen alternativen Standort zu prüfen. Das habe das Unternehmen nach interner Prüfung jedoch zwischenzeitlich abgelehnt.

Frank Stein: „Ich bedauere diese Entscheidung. Nun sind die Verwaltungsrichter gefragt, um zu prüfen, ob der Standort rechtmäßig bebaut und genutzt werden kann“.

Immerhin habe sich die Deutsche Funkturm GmbH bereit erklärt, den Bau bis zum Abschluss des Eilverfahrens vor dem Verwaltungsgericht in Köln zu pausieren.

Gleichzeitig betonte die Stadtverwaltung, dass die Entscheidung, die Baugenehmigung gemäß § 34 Baugesetzbuch zu erteilen, rechtlich korrekt war. Einen Ermessensspielraum habe die Stadt nicht gehabt.

Die lokalen Nachrichten, kompakt auf den Punkt, schicken wir Ihnen frei Haus. Morgens um 7:05 per Mail im kostenlosen Newsletter „Der Tag in GL“, oder auf Facebook oder Instagram.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

22 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Da sich hier keiner “outen” will scheinen die “Alternativen” wohl an den vermuteten Stellen zu sein, sprich Birkerhof, Voislöhe etc …

    @Herr Roth: Ihr Schluss ist leider falsch. Ich hätte gegen eine Mast in meiner Nachbarschaft nichts einzuwenden! Ich finde ihn weniger bedrohlich, als esotherische oder egoistische Nachbarn. Mit so einem Mast muss ich nämlich nicht jeden Blödsinn diskutieren, das würde mich ermüden.
    Und wenn wir jetzt wegen der “Einwände und Bedenken” von jedem Hansel anfangen Infrastrukturprojekte bis zum St. Nimmerleinstag zu prüfen, dann werden wir irgendwann wieder auf den Bäumen sitzen und in Höhlen leben.
    Da werden unsere Kinder und Enkel irgendwann rückblickend nur noch sagen: Was waren denn da für Vögel unterwegs….

    @Sonja: Schönes Gedicht! Ich glaube jetzt auch, dass Mobilfunkstrahlen schädlich sein müssen….

  2. Darf ich vielleicht meine Frage wiederholen:
    Welche Alternativstandorte hat man angeboten? Ist das ein Staatsgeheimnis, oder hat man Angst vor der “Nachbarschaft”?
    Ganz offenbar will man den Mast auf Kosten anderer “loswerden”!
    @Annette: Ich finde es schon dreist, dass man, wenn man mal ohne ideolgische Brille die Situation betrachtet, gleich als “Aufwiegler” dargestellt wird.

  3. Einer der wichtigsten Punkte in der Diskussion über den Standort, wenig genannt und aus meiner Sicht nicht betont genug diskutiert, die Wertigkeit die unsere einmalige Kulturlandschaft am Rande der Kölner Bucht mit nicht verbauter Weitsicht hat.

    Die Masseinheit “Domblick” oder “Grüne Lage”, auch “Flecken” oder “Weiler”, wer diesen Masseinheiten in unserer Stadt nicht den richtigen Stellenwert einräumt, der wird die Attraktivität der Stadt als Tor zum Bergischen Land in unserer schnelllebigen Zeit über kurz oder lang verspielen, verkaufen und verlieren.

    Das kann keine “Übertragungsrate” als technische Masseinheit leisten oder ersetzen, die Pandemie zeigt es uns gerade. Die “grünen Lungen” der Stadt sind mit ihren jeweiligen Attraktionen willkommene und hoch notwendige Abwechslung in diesen Zeiten. Ohne jede Alternative, natürlich mit Kosten bewertet, da hört sich der geplante 30-Meter Funkmast genau an dieser Stelle eben so “verordnet” an. Der Wert ließe sich in diesem Falle bestimmt auch in Euro bemessen.

  4. Ich finde die Argumentationen von den Herren „Realist“ und „Schneider“ ziemlich einseitig aufwiegelnd gegen die durchaus berechtigten Interessen auch der Anwohner…. diese und auch weitere Problemkreise (u.a. Natur- und Artenschutz, sowie Landschaftsschutz und -pflege) sind sehr wohl in den diversen Kommentaren zur Sprache gekommen…. Erfahren diese erst genug Gewichtung, wenn sie auch häufig genug wiederholt werden (so wie Ihre Kommentare zu den bisherigen 2 Veröffentlichungen in diesem vorliegenden Medium), die o.g. Herren?!

  5. H. Schmidt (1981): ”Wir brauchen Glasfaser (30-Jahre Plan).” Damals war schon klar, daß Glasfaser die Technologie der Zukunft sein wird. Der Ausbau hätte 1985 beginnen sollen.
    H. Kohl: ”Ich habe Freunde in der Kupferindustrie.”
    Kohl stoppte den Glasfaserausbau.
    Dt.land heute: Internetverbindungen ein Disaster. In der durchschnittlichen Höchstgeschwindigkeit liegt das Internet in Dt.land auf Platz 45. Siebzehn der EU-Staaten plus die Schweiz schneiden besser ab. Kolumbien oder auch Ungarn haben viel mehr Glasfaseranschlüsse als Dt.land. In DE sind es 2,3%, der OECD-Standard kennt 23,2%. Dt.land hat fast das schlechteste Internet überhaupt und eines der teuersten. Beispielvertrag (nur ein Vergleich): NL 25 Eur, DE 79 Eur !
    Quelle:
    Youtube – Warum das Internet in Deutschland so schlecht ist

    Aber: Bevor man überall Mikrowellensender aufstellt.. Warum nicht mal an Li-Fi denken? Lichtwellen ersetzen WiFi und 5G. Sie können das 1000x so schnell wie WLAN und 18x so schnell wie 5G. Also: Geht doch!
    purelifi von Harald Haas. Dieses kann z. T. auch wieder Licht über Solarzellen auffangen und es kann massiv Energie gespart werden.
    Ein ‘normaler’ WLAN-Router ballert ca. 37’000 mal pro Stunde sein Bakensignal heraus – auch wenn es (das krebserzeugende WLAN) gar nicht benutzt wird. Allein das kann zusätzlich 50 Eur pro Jahr auf der Stromrechnung bedeuten. Verkabelung und Deaktivierung von WLAN an allen Geräten hilft hier massiv.

  6. Lieber Herr Roth, die Frage ist berechtigt.

    Ich habe sehr intensiv darüber nachgedacht und das schon seit Jahren.
    An meinem Wohnort habe ich keinen ernsthaften Zugang zum Internet. Es bewegt sich dabei um die Bandbreite max. 2 MBit/s.

    Mit dieser Bandbreite leben wir seit Beginn der DSL-Verbindungen. Ich hatte im Rahmen meiner Aktivitäten als Fotograf manchmal Datenübertragungen über eine Woche, um hochauflösende Fotos zu übertragen.

    Seit ich die Möglichkeit entdeckt habe, LTE zu nutzen, benutze ich diese Option, die allerdings leider um ein Mehrfaches teurer ist als normale Zugänge und trotzdem qualitativ schlecht und unzuverlässig.
    Auf diesem Hintergrund habe ich mich klar dazu bekannt, Nachteile in Kauf zu nehmen, wenn das für die Infrastruktur notwendig wäre.

    Aktuell hat die schlechte Qualität der deutschen Netzstruktur leider auch erhebliche Benachteiligungen von Kindern zur Folge, die in den zahlreich vorhandenen unterversorgten Bereichen leben.
    Ich kenne die Situation in Neuenhaus nicht. Aber vielleicht verliefe die Diskussion etwas anders, wenn die Lage so wäre wie bei mir.

  7. Zum Argument ‘Wichtiger Zubringer zur Autobahn’:
    Seit langer Zeit ist das Nutzen von Handys am Steuer verboten.
    Selbst Freisprechanlagen lenken vom Verkehr ab.

  8. Es stimmt, die Gründe gegen einen Funkmast in Neuenhaus sind vielfältig und individuell unterschiedlich. Aber aus welchen Gründen auch immer, ich bin fest davon überzeugt, dass NIEMAND so einen Funkmast in seiner unmittelbaren Nachbarschaft haben möchte. Bestimmt auch Sie beide nicht, Herr REALIST und Herr SCHNEIDER, und auch nicht die Entscheider bei der TELEKOM und der DEUTSCHEN FUNKTURM.
    Auf mich wirkt so ein Mast mit seinem Rondell an Sendern in luftiger Höhe bedrohlich. So ein Nachbar erzeugt Unbehagen und Ablehnung, auh wenn angeblich keine Gefahren von ihm ausgehen. Und so richtig einig sind sich die Wissenschaftler bei ihrer Beurteilung da auch nicht.
    Leider haben wir Kleinen mal wieder Nichts zu sagen, die Großen bestimmen. Obwohl die Mühlen bei der Deutschen Funkturm langsam mahlen, fiel dort die Entscheidung gegen die Prüfung alternativer Standorte für den Mast nur binnen weniger Stunden. Haben die unterschiedlichen Telefonanbieter die Mietverträge für ihre Plätze am Sendemast schon unterschrieben?
    Letztendlich macht der Große wieder Kasse zu Lasten der Kleinen und die Stadt schaut zu. Aber ist eine erteilte Baugenehmigung “in Stein gemeißelt”? Kann eine Baugenehmigung bei später aufkommenden Einwänden durch die Stadt wieder zurückgenommen oder zumindest bis zur Prüfung der neuen Bedenken ausgesetzt werden?

  9. Lieber Realist, wie realistisch ist es denn, aus subjektiver Perspektive objektiv zu urteilen?

  10. @Monika Müller
    Ihr Eingangsstatement alleine sagt schon viel aus: “dass es mannigfaltige Gründe gibt, die aus Anwohnersicht” , das darf man dann schon als die “Bloß nicht hier Faktion” bezeichnen.
    und dann noch besser: “vielleicht sogar auch objektiv”, könnte vermuten lassen, dass Sie selbst nicht so recht dran glauben, dass es objektive Gründe gibt.
    Sie sollten Ihren Text daher noch mal überdenken. Der Clown verliert hier schon die Maske, bevor die Show zu Ende ist.
    Diese St. Florianshaltung ist aber in D mittlerweile manifestiert und und auch Teil der politischen Kultur geworden.
    Herr Schneider hat es schon treffend zusammengefasst.
    Der Ansatz 15m waren bisher ok, 30m sind zu viel ist m.E. der einzig pragmatische Ansatz. Unter dieser Prämisse könnte man dann jetzt ausloten: Wie hoch muss es denn wirklich sein? Reichen vielleicht auch 20m?
    Alles andere, bis hin zu “Verbrennungen durch “5G Strahlung auf Kinderhaut” kann man doch nicht wirklich ernst nehmen.

  11. Zu den Ausführungen von Herrn Schneider möchte ich noch anmerken, dass es mannigfaltige Gründe gibt, die aus Anwohnersicht und vielleicht sogar auch objektiv gegen diesen Funkturm am geplanten Standort sprechen.
    Aber ist es tatsächlich hier noch erforderlich, dass in jedem Kommentar nochmals alle Gründe einzeln aufgezählt werden damit es glaubwürdiger klingt?
    Was den Hinweis auf vermeintlich fehlende Berücksichtigung hinsichtlich Flora und Fauna betrifft, sei z.B. auf einen Kommentar vom 5.2. hingewiesen, der auch das thematisiert.
    Auch die Ängste vor möglichen Gefahren für die Gesundheit sind real und dürfen nicht vernachlässigt werden. Oder kann uns jemand eine absolute Garantie geben, die nachweislich belegt, dass durch diesen Funkmast gesundheitliche Schäden oder Beeinträchtigungen auch für die Zukunft definitiv ausgeschlossen werden können?
    Dass sich die Priorisierungen der vielfältigen Gründe graduell unterscheiden, liegt in der Natur des Menschen begründet.
    Zu der Fotomontage sei noch erwähnt, dass sie keinen manipulativen Zweck verfolgen sondern einzig einer vagen Vorstellung dienen sollte, siehe auch den Hinweis darunter, dass die Fotomontage nicht maßstabsgetreu ist. Erstaunlich finde ich jedoch, dass von den Kritikern nur die Höhe des Mastes in der Fotomontage beanstandet wird, die fehlenden Bühnen mit jeweils 4,50m Durchmesser finden dagegen keinerlei Erwähnung.

  12. Festzuhalten bleibt, dass die Ablehner aus Neuenhaus sehr unterschiedliche Motive für ihren Widerstand habe. Offensichtlich gibt es die St. Floriansfraktion die sagt, warum gerade hier. Es gibt eine Gruppe, die mit unsäglichen Dramatisierungen Gesundheitsgefahren heraufbeschwört und eine Variante, die versucht, die Gesundheitsgefahren wissenschaftlich zu begründen. Es gibt einige die sagen, eigentlich haben wir nichts dagegen, wir haben ja auch den 15-m-Mast akzeptiert aber 30 m sind zu viel. Es gibt Immobilienbesitzer, die einen Wertverlust ihres Eigentums befürchten, andere wiederum beklagen sich nur darüber, dass sie nicht vorher informiert wurden. Und schließlich gibt es Leute, die ein Interesse haben andere aufzuhetzen, indem sie manipulierte Fotomontagen von 50-m-Türmen veröffentlichen. Natürlich ergeben sich auch Schnittmengen der Motive.
    Was bisher zu meiner Überraschung nicht stattfindet, ist das Argumentieren mit der Sichtung des letzten Brutpaares der bergischen Schwarzstirnracke, der Kollisionsgefahr der Kranichschwärme mit dem “Mammutbauwerk” oder Ähnliches.

  13. Keiner hat gefragt, wieviele Kinder hier aufwachsen, wieviele alte Menschen dort wohnen, wie viele chronisch kranke Menschen dort leben. Uninteressant!!!
    Der Profit zählt!!!!!

  14. Es ist vor allem auch ein Verbrechen die Sendemasten (Krebsschleudern) immer so nahe dorthin zu stellen wo Kinder spielen. Dies kann man immer wieder beobachten.
    Wenn dort 5G auch mit drauf kommt, dann brennt dies auf der Haut der Kleinen. Kein Gewissen.. diese Bande.
    Und hört mal damit auf immer wieder Leute die wie ich keine Handys nutzen zu verunglimpfen.

  15. Ob der Funkturm eine rechtlich offenbar einwandfreie Baugenehmigung hat, bleibt noch abzuwarten!
    Bei einem solchen Mammutbauwerk in einem kleinen 20 Häuser Weiler ist es doch wirklich angebracht, die Büger:innen und die Anwohner:innen VORHER zu informieren und anzuhören.
    Wir behaupten mal, dass hätte unser jetziger BM Herr Stein, ganz nach seinem Wahlversprechen, bürgernah veranlasst.

  16. Dass bei solch einem ersten Treffen keine abschließende Lösung zur Zufriedenheit aller Beteiligter erzielt werden würde war zu erwarten. Auch die Tatsache, dass der Bauherr nicht spontan einem anderen Standort zustimmen würde erstaunt nicht.
    Erstaunlich finde ich jedoch, wie schnell und zeitnah Herr Stein diesen Termin ermöglicht hat und wie überzeugend und konstruktiv er sich für uns einsetzt.
    Danke an Herrn Stein, unseren “neuen” Bürgermeister mit Empathie und Bürgernähe.

  17. Ich denke, es gibt wirklich passendere Orte rund um Moitzfeld, einen solchen Mast zu errichten, als eine ohnehin schmale (Wohngebiets-) Strasse damit zu beglücken. Man muss nur offen für Alternativen sein.
    Und was heißt hier, alles haben wollen. Der bereits seit Jahren installierte 15 m hohe Mast wurde ja akzeptiert….dem Fortschritt zuliebe.

  18. Warum fühlt man sich wohl als Bürger und Eigentümer überrannt, wenn man von solcher Umsetzung Mal so ganz nebenbei erfährt? Dann liegt doch die Vermutung nahe, dass Entscheidungen auf dem kleinen Dienstweg durchgeführt werden und Unabhängigkeiten vermieden werden sollen. Wem stößt dies denn nicht unangenehm auf?

  19. Was hat man denn von dieser “Konferenz”erwartet?
    Soll Herr Stein seinen Wählern etwa sagen “Das ist ok, nun seid mal schön still und haltet den Mund!” Doch wohl eher nicht, er hat genug Kriegsschauplätze übernommen.
    Und die Funkturm hat eine rechtlich offenbar einwandfreie Baugenehmigung. Das hat die Verwaltung doch nochmal bestätigt. Wieso soll die sich denn bewegen?
    Welchen Alternativstandort haben die Neuenhauser denn überhaupt angeboten?. Wenn man die Ökologie nicht nur als Feigenblatt betrachtet können gerade zwischen Moitzfeld und Herkenrath nur bebaute Gebiete Frage kommen, also neben Neuenhaus eben Voislöhe, Horst oder Richtung Birkerhof.
    Oder stehen im Hintergrund an Ende doch wieder ganz handfeste wirtschaftliche Interessen? Für einen solchen Standort auf privatem Gelände lassen sich schnell mal jährlich mehrere Tsd € an Pacht generieren.(bei, praktisch gesehen, unendlicher Laufzeit)
    Ein Schelm, wer böses denkt!

  20. Moin Moin, typisch für Deutschland. Alles haben wollen, aber bloss nicht betroffen sein. Frei nach dem Motto Wasch mich aber mach mich nicht nass.
    Viel Spass bei was auch immer ^^

  21. Kann RF die DNA brechen?

    Die eigentliche Frage ist: Können HF im Allgemeinen und Handysignale im Besonderen die DNA beeinflussen? Das hängt davon ab, wen Sie fragen. Eine typische Antwort lautet: “Nein, denn der Strahlung fehlt die Quantenenergie, um chemische Bindungen aufzubrechen.”

    Das ist wahr, aber es gibt vielleicht andere Wege, um die Aufgabe zu erledigen.

    “Ich glaube, dass RF nicht viel Energie haben muss, um chemische Bindungen zu brechen, um DNA-Schäden zu induzieren und dadurch Krebs zu verursachen”, sagte Kundi mir in einer E-Mail im letzten Jahr. Kundi ist der ehemalige Leiter des MUV-Instituts für Umwelt und Gesundheit und hat ausführlich über Mobiltelefone und Krebs veröffentlicht.

    Da sich die Arbeiten, die RF-induzierte DNA-Brüche zeigen, häufen, wird Kundis Einschätzung zur vorherrschenden Meinung. Sie erhielt einen bedeutenden Auftrieb, als das U.S. National Toxicology Program, NTP, in seinem 30 Millionen Dollar teuren HF-Krebs-Projekt berichtete, dass es in einigen der gleichen Tiergewebe, in denen sich nach HF-Exposition Tumore entwickelten, DNA-Brüche sah.

    Erst vor wenigen Tagen, am 4. Februar, veröffentlichte Henry Lai – der zusammen mit N.P. Singh vor 26 Jahren als erster zeigte, dass nicht-ionisierende Strahlung die DNA brechen kann – in der Zeitschrift Electromagnetic Biology and Medicine einen aktualisierten Bericht über HF-Gentoxizität. Nach seiner letzten Zählung, Stand Januar 2021, gab es 361 Arbeiten zu diesem Thema. Von diesen berichteten 237 (66 %) über Effekte und 124 (34 %) nicht.

    Legende:
    HF = Hochfrequenz
    RF = Radiofrequenz