Fotograf: Uwe Daher

Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle EFL ist eine wichtige Anlaufstelle im Kreis mit stetig steigender Beratungsnachfrage. 28 Jahre lang hat Erwin Becker sie geleitet und immer weiter ausgebaut. Jetzt wurde er mit einem Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet – und übergibt die Aufgabe an seine Nachfolgerin.

Bei der katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) finden Menschen in schwierigen Lebenssituationen schnell eine zielgenaue und kostenlose Beratung. Die Nachfrage ist seit den Anfängen der Einrichtung im Jahr 1970 um das Siebenfache gestiegen.

Dass die große Nachfrage bedient werden konnte, ist ein wesentlicher Verdienst von Erwin Becker, der sich nun – nach 28 Jahren als EFL-Leiter – in den Ruhestand verabschiedet.

In gut drei Jahrzehnten war es Becker und seinem Team mit großer Kraftanstrengung gelungen, die stark wachsende Nachfrage zu bedienen. Und nicht nur das, viel Neues wurde unter seiner Leitung aufgebaut: Anonyme Chats über das Internet, Gruppen- und Trainingsprogramme, spezielle Strategien zur Stressbewältigung, Angebote für Ehepaare und für Menschen mit Trennungserfahrung, für Männer und Migranten – all dies machte und macht die EFL möglich.

Dass die Einrichtung heute als „Hilfe für alle“ angesehen wird, mit guten therapeutischen Konzepten und einer guten Vernetzung zu anderen Einrichtungen und Hilfsangeboten, ist die Frucht der intensiven Arbeit von Erwin Becker.

Dass sich die professionelle Hilfe herumgesprochen hat und dass Angehörige aller Konfessionen, Moslems, Kirchenferne und Atheisten die Beratung der EFL in Anspruch nehmen, spreche für sich und sei wirklich gut so, betonte Landrat Stephan Santelmann im Verabschiedungsgottesdienst. Er sei gekommen, um als Vertreter des Kreises, Dankbarkeit und Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

Erwin Becker und seine Kolleginnen und Kollegen erwiesen sich als wahre Wegbegleiter, führte Kreisdechant Norbert Hörter in seiner Predigt, bezugnehmend auf die biblische Emmausgeschichte aus. Die Teammitglieder haben Empathie und ein offenes Ohr – so gehen sie mit den Menschen, die Orientierung suchen und in Not sind, ein schwieriges Wegstück mit. „Jede Begleitung trete irgendwann zur Seite und neue Menschen kommen hinzu“, so Kreisdechant Hörter.

Der Reiseweg der EFL im Rheinisch-Bergischen Kreis wird auf jeden Fall weitergehen. Schon im Juli wird Beckers Nachfolgerin, Franziska Hock, ihren Dienst aufnehmen.

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