v.l.: Renate Richter (Förderverein Refrather Treff), Monika Meihack (Pflegedienstleiterin Hospiz), Paul-Heinz Matthias (Refrather Treff), Monika Brecht (Sozialer Dienst Hospiz); Foto: Daniel Beer

Über neunzig gestrickte und genähte Handarbeiten hat der Refrather Treff dem Hospiz am EVK gespendet. Die Arbeiten haben zunächst den Spender:innen über die kontaktarme Pandemiezeit hinweggeholfen. Am Tag der Offenen Tür im August werden die Spenden dem Hospiz zugute kommen.

Große und kleine Strumpfpaare, Körnerkissen, Schlüsselanhänger oder auch Taschen in fröhlichen bunten Farben: Die Seniorenbegegnungsstätte Refrather Treff hatte zur Aktion „Wir handarbeiten für das Hospiz am EVK“ aufgerufen und insgesamt sind fast 90 gestrickte und genähte Handarbeiten zusammengekommen.

Die Stoffe und Wolle stiftete der Förderverein des Refrather Treff. Und viele Strickerinnen hatten noch zusätzlich in ihre eigenen Materialkisten gegriffen. Dies berichtete Renate Richter, Vorsitzende des Fördervereins, kürzlich bei der Übergabe der Handarbeiten an Pflegedienstleiterin Monika Meihack vom Hospiz am EVK Bergisch Gladbach.

Viele schriftliche und telefonische Dankesworte hätten den Refrather Treff neben den Strickspenden erreicht, sagte Renate Richter. Sie hatte die Idee für die Aktion und freut sich über die sehr positive Resonanz. „Das Stricken hat vielen Menschen durch die schwere Corona-Zeit geholfen und ihnen eine Beschäftigung gegeben. Es ist viel Herzblut in die Handarbeiten geflossen.“

Die Senioren, die den Refrather Treff besuchen, verfügen über viel Handarbeitswissen. Richter: „Gerade für ältere Menschen bot sich so eine gute Gelegenheit für eine soziale Aktivität während des Lockdowns.“ Wolle schickte sie aber auch an Menschen, die weiter weg wohnen und den Refrather Treff normalerweise gar nicht besuchen. 

Der Geschäftsführer der Seniorenbegegnungsstätte Refrather Treff, Paul-Heinz Matthias, ist ebenfalls sehr glücklich über die gelungene Aktion. „Die Projektgruppe wurde digital hier im Refrather Treff geführt. Das große Interesse an einer aktiven Mitarbeit hat auch mich und die Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle gefreut. Zeigt es doch, wie wichtig das Begegnungszentrum für unsere ältere Bevölkerung hier in Refrath ist.“

Der Refrather Treff war aufgrund von Corona fast ein Jahr lang geschlossen. Normalerweise verzeichnet die Begegnungsstätte 52.000 Besucher im Jahr. „Für uns war es auch eine schwere Zeit“, so Matthias. Der Refrather Treff war mit der Aktion einem Aufruf des Hospizes am EVK gefolgt.

Im Dezember hatte das Hospiz die Menschen in der Region dazu aufgerufen, ihrer kreativen Ader zu frönen und kleine Bastelarbeiten anzufertigen. „Wir waren von der Resonanz überwältigt und bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgemacht haben“, sagte Meihack. „Es sind so viele schöne und tolle Kleinigkeiten zusammengekommen.“

Die Bastelarbeiten wurden auf einem Tisch im Hospiz drapiert und viele Angehörige und auch Hospiz-Gäste griffen gegen eine kleine Spende gerne zu. „Die Möglichkeit, sich hier noch mit ein paar Weihnachtsgeschenken einzudecken, wurde sehr gerne genutzt“, so Meihack.Das Hospiz am EVK plant im August einen Tag der offenen Tür, in dessen Rahmen auch die Handarbeiten des Refrather Treffs zum Verkauf angeboten werden sollen.

Das Hospiz ist auf Spendengelder angewiesen, weil die Hospizfinanzierung nicht vollständig durch die Kranken- und Pflegekassen gedeckt wird. Eine Aufnahme in das Hospiz ist unabhängig von der finanziellen Situation des Gastes möglich, da kein Eigenanteil fällig wird.

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