Foto: Thomas Merkenich
Rathaus und St. Laurentius. Foto: Thomas Merkenich

Auch beim nächsten Weihnachtsfest wird die Gemeinde St. Laurentius eine Christmette im Belkaw-Stadion feiern können. Dafür haben Bürgermeister Frank Stein, Kreisdechant Norbert Hörter und Kirchenvorstand Klaus-Dieter Becker jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden.

Zweimal hatte die Kirchengemeinde St. Laurentius die Christmette an Heilig Abend im städtischen Stadion gefeiert, aus der Not der Pandemie heraus. Diese Praxis will die Gemeinde auch nach Corona fortführen. Doch dagegen hatte Bürgermeister Frank Stein zu Jahresanfang sein Veto eingelegt – weil er diese zusätzliche Arbeit den Hausmeistern am Feiertag nicht zumuten wollte.

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Ihr Unverständnis über diese Entscheidung äußerten Kreisdechant Norbert Hörter und Kirchenvorstand Klaus-Dieter Becker im Kölner Stadt-Anzeiger, doch nun kam es zu einem „freundschaftlichen und konstruktiven Gespräch“ der beiden mit dem Bürgermeister, teilen Stadt und Kirche jetzt in gleichlautenden Pressemitteilungen mit.

Dabei wurde eine Lösung gefunden: Einzelne Mitarbeiter:innen der Stadt engagieren sich freiwillig, Überstunden außerhalb der Regelarbeitszeit müssen damit nicht mehr angeordnet werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Neue Situation nach der Pandemie

2020 und 2021, erläuterte Stein, sei die Nutzung des Stadions als Ausnahme aufgrund der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise genehmigt worden. Da es sich 2022 nicht um eine rein pandemiebedingte Nutzung handele gelte eine neue Ausgangslage.

Im Gespräch am Mittwoch, so der Bürgermeister weiter, habe die Gemeinde ihren Wunsch erläutert, auch nach der Pandemie an der Christmette festzuhalten. „Das wollen wir gemeinsam möglich machen,“ erklärt Stein. Details über die Abläufe würden nun in den nächsten Monaten in Kooperation erarbeitet.

Hörter begrüßte diese Perspektive: „Durch die Pandemie haben sich attraktive und interessante Formate außerhalb der Kirchengebäude ergeben. Dies sehen wir als Chance, den Glauben gemeinschaftlich zu leben.“

Klaus Dieter Becker, Hauptorganisator der bisherigen Veranstaltungen, ergänzte; „Bei den beiden Christmetten 2020 und 2021 haben wir viel Zuspruch und große Dankbarkeit von vielen Menschen erhalten. Das Stadion bietet sich mit der Tribüne sehr gut an, Menschen unserer Stadt eine andere Möglichkeit zu geben, Gottesdienst an Heilig Abend zu feiern.“

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Bürgermeister Stein als Retter der offenen Christmette, so sieht er sich wahrscheinlich. Nur scheint mir das Verbot dieser Messe im Stadion mit der veröffentlichten Begründung a priori ein Politikum gewesen zu sein, zu zeigen, ich kann auch anders. Lieb-Kind-machen hat der Bürgermeister auch nötig, fallen doch einige seiner Entscheidungen in die Rubrik Alibi-Politik.

    Was hat er erreicht durch das Verbot? Die betroffenen Menschen zu brüskieren, seine Begründug als scheinheilig anfühlen zu lassen und ja, im Nachhinein den Heiler spielen zu können.