Mit blutendem Herz hat sich auch die Große Gladbacher KG Omikron gebeugt und alle Veranstaltungen für diese Session abgesagt. Auch die geplanten Feiern zu drei Jubiläen fallen erneut aus, das designierte Dreigestirn kommt wieder nicht aus den Startlöchern. Jetzt ist aber klar, dass Frank Haag, Andreas Rossa und Melanie Pfister in 2023 eine neue Chance bekommen, als Prinz, Bauer und Jungfrau durch Bergisch Gladbachs Säle zu ziehen.

Eine Gesellschaft, drei Jubiläen und drei Vollblutkarnevalisten konnten es kaum erwarten den Karneval zurück in die Säle, Kneipen und auf die Straßen zu bringen. Vor einigen Monaten blickte die Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft noch vorsichtig optimistisch in die Zukunft und auf die Session 2022. Noch vor wenigen Wochen war die Hoffnung groß Veranstaltungen in einer „2G plus“ Session erleben zu können.

Inzwischen hat die „Grosse“ und alle Jecken jedoch die Realität eingeholt. Die letzten Wochen waren für alle Karnevalisten mehr als herausfordernd. Die gewaltige Omikron-Welle, ständig wechselnde politische Entscheidungen und der ungebrochene Wille, niemanden in dieser Pandemie gesundheitlich zu gefährden, machten die Vorbereitungen auf die Session 2022 nahezu unmöglich. 

Somit ist auch die Große Gladbacher KG den Empfehlungen des Landes NRW gefolgt und hat aufgrund der noch immer andauernden Corona-Pandemie alle karnevalistischen Veranstaltungen für die Session 2022 schweren Herzens abgesagt. Das karnevalistische Herz der „Grossen“ blutet, aber es war die einzig vernünftige Entscheidung, auch wenn sie nicht leichtgefallen ist.

70 Jahre Senat, 55 Jahre Prinzengarde, 11 Jahre Strunde-Pänz

Auswirkungen hatten die Absagen der Veranstaltungen in den Sessionen 2020/2021 und 2021/2022 aber auch für das designierte Dreigestirn der Stadt Bergisch Gladbach, dass zu den drei Jubiläen der Grossen Gladbacher KG (70 Jahre Senat, 55 Jahre Prinzengarde und 11 Jahre Strunde-Pänz) aus ihren Reihen kommen sollte. Bereits nach der Session 2020 haben die Drei mit den Vorbereitungen für ihre geplante Session 2020/2021 begonnen.

Schon nach der ersten Absage ihrer Session zeigten sich die Drei verständnisvoll für die Entscheidung der Großen Gladbacher und die Absage der Proklamation.

Nach ihrer Zusage auch in der Session 2021/2022 als Prinz, Bauer und Jungfrau zur Verfügung zu stehen, ahnte keiner der Karnevalisten, dass die Corona-Pandemie weiter anhält und auch alle Veranstaltungen in der jetzigen Session abgesagt werden müssen.  

„Niemals hätten wir uns alle vorstellen können, dass ein Virus über eine so lange Zeit unser Leben so einschränken und unser Vereinsleben so stilllegen würde.“, sagt der Präsident der Großen Gladbacher KG, Alexander Pfister.

Das übernächste Dreigestirn steht zurück

Mit jeder schweren Herausforderung entstehen jedoch Chancen für etwas Neues! Seit wenigen Tagen steht nun fest, dass Prinz Frank III. (Haag)Bauer Andreas (Rossa) und Jungfrau Melanie (Pfister) sich nun im nächsten Jahr ihren Traum erfüllen können. Die Drei sind überglücklich eine weitere Chance zu bekommen einmal als Prinz, Bauer und Jungfrau durch Bergisch Gladbachs Säle zu ziehen.

Dafür danken wir der Gesellschaft und dem Dreigestirn, die sich eigentlich für die Session 2022/2023 angemeldet hatten, die bereit sind ein weiteres Jahr zu warten und den Traum des designierten Dreigestirns nicht zerplatzen zu lassen.

Das ist Solidarität, dat is Karneval

Hier gilt allen handelnden Personen ein großer Dank. Intensive und faire Gespräche führten zu diesem Ergebnis – immer gepaart mit dem Wunsch, dass unser Brauchtum weiter fortgeführt wird. Das ist Solidarität, dat is Karneval.

Die Große Gladbacher Karnevalsgesellschaft und ihr designiertes Dreigestirn schauen nun weiterhin positiv in die Zukunft und freuen sich schon jetzt darauf endlich wieder gemeinsam mit allen Jecken in Gläbbisch Karneval feiern zu können. 

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