TV Refrath 1

Das personell stark geschwächte Team des TV Refrath musste sich in der 1. Bundeliga geschlagen geben. Doch dafür uhr die 2. Mannschaft mit der Meisterschaft in der 2. Liga Nord nach Hause. Das Viertelfinale der Final Four am nächsten Wochenende findet in Lüdinghausen statt.

1. Bundesliga: Kein gutes Wochenende für den TVR

Die beiden schweren Auswärtsaufgaben gegen Bischmisheim und Dortelweil standen bereits im Vorfeld unter einem sehr ungünstigen Stern. Die Schotten Adam Hall und Ciara Torrance waren vorab nicht eingeplant und fehlten. Mitte der Woche meldeten sich mit Jan Colin Völker und Daniel Hess zwei weitere Doppelspezialisten krankheitsbedingt ab und da auch Max Schwenger und Raphael Beck nicht zur Verfügung standen, rückte der 18-jährige Malik Bourakkadi aus der 2.Mannschaft ins Team.

Somit hingen auch für die drei Einzelspieler Fabian Roth, David Kim und Brian Holtschke in den Herrendoppeln an beiden Tagen die Trauben sehr hoch und auch das Damendoppel Ann-Kathrin Spöri/Leona Michalski hatte es mit sehr starken Gegnerinnen zu tun.

So war es nicht verwunderlich, dass der TVRan beiden Tagen jeweils mit einem 0:3-Rückstand in die Einzel gehen musste. Hier zeigte Fabian Roth dann seine großartige Konstanz, gewann beide Begegnungen und ärgerte sich am Sonntagnachmittag schließlich noch ein wenig nachträglich über seine einzige Saisonniederlage in Neuhausen, die eine makellose Bilanz verhindert hatte.

Refraths Nummer Zwei, David Kim spielte ein starkes Einzel am Samstag und Ann-Kathrin Spöri wusste an beiden Tagen mit sehr guten Leistungen zu überzeugen. Neben Roth und Spöri war es schließlich das „Zufallsmixed“ Brian Holtschke/Leona Michalski, das sehr zu gefallen wusste. Beide gewannen gegen Bischmisheim überraschend ihre Begegnung und auch gegen das sehr starke Dortelweiler Mixed (17:1 Siege) standen sie kurz vor einem fünften Satz.

In der Summe unterlag man schließlich mit 2:5 und 1:6 gegen zwei der Kandidaten um den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Nun gilt es, darauf zu hoffen, dass wie geplant alle Leistungsträger am kommenden Sonntag im Viertelfinale an Bord sind. Gespielt wird um 14 Uhr in Lüdinghausen, wo man von einer völlig offenen Partie um den Einzug ins Final Four ausgehen darf. 

TV Refrath 2 – Meister der 2. Liga Nord

Meisterschaft in der 2. Bundesliga in letzter Sekunde

In der 2.Liga Nord kämpfte ein starkes Spitzentrio bis zum letzten Punkt um die Meisterschaft. Obwohl weder der 1.CfB Köln noch die Zweitvertretungen aus Wipperfeld und Refrath in die 1.Liga aufsteigen wollten bzw. durften, ging es am letzten Spieltag extrem leidenschaftlich zu. Alle drei Teams waren gleichauf und am Ende entschied der letzte Satz im Spiel des 1.CfB Köln die Meisterschaft.

Hier konnte der Kölner Spieler einen 8:4 Vorsprung nicht ins Ziel bringen, so dass das Spiel statt 6:1 nur 5:2 endete und der TV Refrath an den Kölnern vorbeizog und Meister wurde. Dies hatte der TV Refrath 2014 zum letzten Mal geschafft, u.a. mit den beiden damals 19-jährigen Fabian Roth und Lars Schänzler sowie mit Raphael Beck.

Der Jubel bei dem sehr jungen Refrather Team war riesengroß, hatte man noch kurzfristig mit Malik Bourakkadi den stärksten Doppel- und Mixedspieler an die 1.Mannschaft abgeben müssen und gar nicht mehr damit gerechnet.

Das Meisterteam spielte am Wochenende in der Besetzung Kian-Yu Oei, Bennet Peters, Elias Beckmann, Mark Byerly, Florentine Schöffski und Selin Hübsch. 

Ausblick: Viertelfinale bei Union Lüdinghausen

Dass es zum Viertelfinale zwischen dem TV Refrath und Union Lüdinghausen kommen würde, war nach den Ergebnissen des letzten Doppelspieltags bereits sicher – unklar war noch der Austragungsort. Nun findet das Spiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) in Lüdinghausen und nicht in der Halle Steinbreche statt. Dies ist den starken Auftritten von Union am vergangenen Wochenende geschuldet.

Im Gegensatz zu den geschwächten Refrathern konnte man zwei Siege einfahren und sich somit das Heimrecht erspielen.„Absolut verdient“, so Refraths Teammanager Heinz Kelzenberg, der die Aufholjagd des künftigen Gegners mit Respekt und einem Schmunzeln kommentiert: „Verloren haben sie nur ein einziges Match in der Rückrunde – gegen uns“.

Die Tatsache, dass das Spiel nicht in der Halle Steinbreche stattfindet, sei „schade aber nicht tragisch“, vor allem weil die neue Leistungssporthalle in Lüdinghausen im Gegensatz zur alten Halle keinen Heimvorteil für Union bedeutet. Erwartet wird ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem vermutlich vor dem letzten ausgetragenen Match kein Sieger feststehen wird.

Das Final Four findet am 22./23.4. anlässlich des Porsche Cups in Stuttgart statt. Der TV Refrath würde in einem möglichen Halbfinale auf den 1.BC Wipperfeld treffen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.