Eine Kurs der Mobilen Nachbarn in Schildgen

Radfahren ist viel mehr als Mobilität und die Bewegung von A nach B. Das gemeinsame Erlernen schafft Selbstvertrauen und verbindet die Teilnehmerinnen durch den Erfolg und die gegenseitige Motivierung. Die Mobilen Nachbarn bieten Radfahrkurse für Frauen ab 17 Jahren. Der erste startet schon am kommenden Wochenende.

Frauen ab 17 Jahren können bei den niederschwelligen Kursen der Mobilen Nachbarn in Schildgen unabhängig von Herkunft, ihrer Fluchterfahrung oder Zuwanderungsgeschichte das Radfahren erlernen bzw. ihre Fähigkeiten darin verbessern. Dadurch eröffnen sie sich zusätzliche Bewegungsräume und eigenbestimmte Mobilität.

„Ich glaube das Fahrradfahren hat mehr für die Emanzipation der Frauen getan als alles andere. Es gibt Frauen ein Gefühl der Freiheit und der Selbstbestimmtheit.“ (Susan B. Anthony, US-amerikanische Frauenrechtlerin, 1820 – 1906)

Neben dem eigentlichen „Kerngeschäft“, dem Sammeln und Aufbereiten von gebrauchten Fahrrädern u.a. zur nachhaltigen Bekämpfung von Mobilitätsarmut, planen „Mobile Nachbarn in Schildgen“ im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements auch Verkehrssicherheitstrainings, Pannenkurse und Radfahrschulungen vor allem für Anfänger*innen. Zusammen mit einer erfahrenen Radfahrlehrerin eröffnet die Initiative auch in diesem Jahr Frauen die Möglichkeit kostenfrei das Radfahren zu erlernen bzw. die vorhandenen Fertigkeiten zu vertiefen.

Seit 2016 wurden durch dieses Angebot zurückliegend in zwei bis drei Kursen pro Jahr deutlich mehr als 100 Frauen aufs Rad geholfen und die Teilnehmerinnen verschiedenen Alters dadurch in ihrer sozialen Integration nachhaltig unterstützt.

Folgende Kurse werden angeboten:

Wochenendkurs für Anfängerinnen: Fr. 25.- So. 27.3.2022
13 Unterrichtsstunden -> Fr. 15:00 -18:00 Uhr, Sa. und So. jeweils 11:00 – 16:00Uhr

Wochenend-Aufbaukurs: Sam. 14. und Son. 15.5.2022
10 Unterrichtsstunden -> jeweils 11:00 – 16:00 Uhr

jeweils inkl. Pausen mit Getränken und Verpflegung
Die Teilnahme ist kostenlos.

Schulungsort: Dorfplatz“ am Bürgertreff Schildgen,
Am Schild 31, 51467 Berg. Gladbach (hinter der kath. Herz Jesu Kirche)

Anmeldungen unter Angabe des Kurses (Auswahl auf dem Anmeldeformular), der Wohnanschrift und Kontakt E-Mail online über die Website.

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8 Kommentare

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  1. Ich möchte meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass den Radlerinnen nicht nur sicheres, entspanntes Radfahren vermittelt wird sondern auch
    – dass eine rote Ampel auch für Radfahrer:innen gilt
    – dass Zebrastreifen ausschließlich für Fußgänger gedacht sind, wenn sie so
    ausgeschildert sind, Radfahrer:innen haben davor abzusteigen und zu Fuß über
    die Straße zu gehen
    – wenn beidseits einer Straße Radwege verlaufen, sind die von Radfahrer:innen zu
    benutzen
    – wenn kein Radweg vorhanden ist, dürfen Radfahrer:innen auf der Straße nicht
    nebeneinander fahren

    Ich weiß, dass es viel mehr Regeln für Autofahrer gibt, die Rdfahrer:innen schützen sollen.

    1. „– dass Zebrastreifen ausschließlich für Fußgänger gedacht sind, wenn sie so
      ausgeschildert sind, Radfahrer:innen haben davor abzusteigen und zu Fuß über
      die Straße zu gehen“
      Das ist leider falsch. Fahrend verlieren Radfahrende (hier passt es mal ;)) Ihren Vorrang gegenüber dem fließenden Verkehr. Diesen erhalten Sie nur, wenn die absteigen.

      „– wenn kein Radweg vorhanden ist, dürfen Radfahrer:innen auf der Straße nicht
      nebeneinander fahren“

      Leider auch falsch.

      „“Mit Fahrrädern darf nebeneinander gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird; anderenfalls muss einzeln hintereinander gefahren werden“ (Paragraph 2, Absatz 4)“

      Da zum Überholen eh die Gegenspur genutzt werden muss (1,5m Abstand) ist es keine Behinderung, sondern sogar besser, da der Überholweg verkürzt wird.

      1. „Da zum Überholen eh die Gegenspur genutzt werden muss (1,5m Abstand) ist es keine Behinderung, sondern sogar besser, da der Überholweg verkürzt wird.“

        Das ist ebenso falsch. Eine Behinderung liegt immer dann vor, wenn (nur) wegen des Nebeneinanderfahrens nicht mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand überholt werden kann, während beim Hintereinanderfahren dies gefahrlos möglich wäre.

    2. „wenn beidseits einer Straße Radwege verlaufen, sind die von Radfahrer:innen zu
      benutzen“

      Nur dann, wenn die Radwege durch die bekannten blau-weißen Schilder als benutzungspflichtig ausgewiesen sind.

      „dass eine rote Ampel auch für Radfahrer:innen gilt“

      Zumindest dann, wenn sie den Verkehr auf dem Fahrstreifen regelt, auf dem die Radfahrer unterwegs sind. Aber das ist ohnehin eine Binse.

      Irgendwie nicht Ihr Tag heute …

    3. Ach Herr Havermann,
      wenn Sie Zweifel daran haben das Radfahrer:innen die Verkehrsregeln richtig beigebracht bekommen, können Sie ja mal zum Spaß an so einem Training teilnehmen. Das wird ja sogar schon Grundschülern vermittelt. Aber genau wie in der Fahrschule Alle beigebracht bekommen, sich ans Tempolimit zu halten oder Rad- und Fußwege nicht zuzuparken, gibt es immer einige Wenige, die glauben dass das alles nur Empfehlungen sind. Da helfen dann halt nur Strafen – auch für Radfahrende.
      Zudem sind Ihre Informationen was z.B. die Radwegenutzungs-Pflicht angeht veraltet. Die gilt nämlich nur da, wo ein entsprechendes Schild steht. An allen anderen Stellen dürfen Radfahrer:innen Sie durch ihre Anwesenheit auf der Straße erfreuen ohne angehupt und/oder bedrängt zu werden. Und Nebeneinanderfahren ist durchaus nicht verboten – solange niemand behindert wird.

    4. Zur weiteren Klarstellung:

      * Radwege sind nur dann nach StVO zwingend zu nutzen, wenn selbige als benutzungspflichtig mit entsprechendem Verkehrsschild (Zeichen 237, 240, 241) gekennzeichnet sind. Darüber hinaus in die gewünschte Fahrtrichtung führen und nicht zugeparkt, zugestellt, zugeschneit oder sich in einem sonst nicht nutzbarem Zustand befinden. Selbstverständlich auch dann, wenn sie nur auf einer Seite der Fahrbahn existieren. Dabei ist immer die Fahrrichtung zu beachten, es sei denn es handelt sich um einen Zweirichtungsradweg. In allen anderen Fällen gehören Fahrräder als Fahrzeuge auf die Fahrbahn oder dürfen – wenn vorhanden – wahlweise s.g. Angebotsradwege (ohne Verkehrszeichen, roten Pfklasterung, Piktogramme auf dem Boden, Zusatzschild „Radfahrer frei“) nutzen. https://www.stvo2go.de/wichtige-verkehrszeichen-radfahrer

      Radfahrende dürfen generell auch nebeneinander auf der Fahrbahn fahren solange sie keine anderen Verkehrsteilnehmer behindern. Kann dabei ein ausreichender Abstand (innerorts 1,50 m) zum Überholen eingehalten werden gilt dies nicht als Behinderung. In einer Fahrradstraße ist das Nebeneinanderfahren ohne Einschränkung erlaubt.

      1. Die StVO (dürfte nach einem Gastbeitrag in „Totalschaden – Das Autohasserbuch“ von Klaus Gietinger für Serientötungsverordnung stehen) ist hier meiner Meinung nach erstaunlich unpräzise. Was ist eine „Behinderung“? Es ist eine Interpretation, dass Autofahrer überholen können müssen, um nicht „behindert“ zu werden.

      2. Wenn innerhalb der zulässigen Geschwindigkeit das Überholen (1,50m) nur bei hintereinander fahrenden Fahrenden möglich ist, wäre nebeneinander eine Behinderung des fließenden Verkehrs.