Ein neues Drehleiterfahrzeug und fünf neue Rettungswagen sind demnächst auf Bergisch Gladbachs Straßen unterwegs. Rund zweieinhalb Jahre dauerte die Beschaffung – und dennoch wurde am Ende weniger ausgegeben als zunächst veranschlagt.

„Die neuen Rettungswagen werden nun nach und nach die alten Fahrzeuge ersetzen. Drei Rettungswagen werden in der Wache Stadtdmitte an der Paffrather Straße stehen”, sagte Hendrik Elias von der Feuerwehr Bergisch Gladbach. Ein weiteres Fahrzeug beziehe Posten an der Wipperfürther Straße, das fünfte komme in der Steinbreche zum Einsatz.

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Heiko Mühlenbein, Projektleiter und Fahrzeugführer Drehleiter, Foto: Holger Crump

Zwei Rettungswagen (RTW) halte man als Back-up für den Fall der Fälle zurück. Die Zahl der aktiven RTW solle künftig auf sechs (plus zwei Back-up) ansteigen, um in Spitzenzeiten besser gewappnet zu sein. Rund 45.000 Kilometer seien die RTW pro Jahr auf den Straßen im Einsatz, so Elias.

Beschaffung unter geplantem Budget

Kommende Woche werde das neue Drehleiterfahrzeug in Dienst gestellt, erläuterte Heiko Mühlenbein, Projektleiter und Fahrzeugführer des Drehleiterfahrzeuges. Das Vorgängermodell bleibe jedoch als Back-up erhalten, hieß es. Dies sei ökonomischer als die Ausleihe von Drehleiterfahrzeugen aus benachbarten Wachen, sollte am Fahrzeug aus Bergisch Gladbach ein Defekt vorliegen.

„Beim Erwerb der Fahrzeuge sind wir unter dem veranschlagten Budget gelieben”, freute sich Jan Thoma von den Entsorgungsdienste Bergisch Gladbach GmbH (EBGL), die für die Beschaffung der Fahrzeuge zuständig ist.

Das Drehleiterfahrzeug habe mit 800.000 Euro zu Buche geschlagen. Die Rettungswagen im fertig ausgebauten Zustand mit jeweils 250.000 Euro. Die Beschaffung habe rund zweieinhalb Jahre gedauert, die Lieferzeiten seien zuletzt kräftig angestiegen.

Stadtsilhouette und Strunde

Eine Besonderheit weist die Lackierung auf. Die Einsatzfahrzeuge seien weiß ausgeliefert worden und mit einer reflektierenden Spezialbeschichtung foliert worden. „Das sorgt durch die hohe Reflexion für ein Plus an Sicherheit, speziell bei Nachteinsätzen”, machte Feuerwehrsprecher Elmar Schneiders klar. Zudem sei dies im Falle der Reparatur von Blechschäden günstiger, da eine aufwändige Neulackierung entfalle.

Neben der Stadtsilhouette ziert ein weißes Band als Symbol der Strunde die Fahrzeuge, betonten die Verantwortlichen. „All dies geschieht im Dienst der Sicherheit der Bügerinnen und Bürger und ist gut investiertes Geld”, betonte Bürgermeister Frank Stein.

Ausgefahren erreicht die Leiter eine Höhe von 32 Meter. Sie dient in erster Linie der Rettung von Menschen, wird aber auch für Löschangriffe genutzt, Foto: Holger Crump

war bis Anfang 2024 Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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