Mediamarkt-Geschäftsführer Muhammed Yüksekdag (r.) mit Centermanagerin Bettina Wisniewski, Wirtschaftsförderer Martin Westermann und Bürgermeister Frank Stein im neuen Elektronikfachmarkt. Foto: Thomas Merkenich

Nach einer 18-monatigen Unterbrechung gibt es im Untergeschoss der RheinBerg Galerie wieder einen großen Elektronik-Händler: Ein neuer MediaMarkt nimmt einen Teil der Fläche ein, die früher einmal von Saturn belegt worden war. Damit ist das Einkaufszentrum wieder zu 100 Prozent belegt, Bürgermeister Frank Stein spricht von einer Aufbruchstimmung in der Innenstadt.

Am Donnerstag um 8 Uhr eröffnet die MediaMarkt-Gruppe in Bergisch Gladbach ihr 270. Geschäft in Deutschlands und bringt damit der RheinBerg Galerie wie auch der gesamten Gladbacher Innenstadt einen wichtigen Kundenmagneten zurück.

Der neue Mediamarkt sei für die Stadtmitte „ein bedeutendes Angebot“, sagte Bürgermeister Frank Stein bei einem Pressegespräch. Die Neueröffnung sei ein wichtiger Teil der „Aufbruchstimmung“, die nach den zwei schweren Pandemiejahren jetzt deutlich zu spüren sei.

Aufbruchstimmung verspürt Bürgermeister Frank Stein in Bergisch Gladbachs Einkaufsstraßen. Foto: Thomas Merkenich

Die RheinBerg Galerie hatte die mehr als 3000 Quadratmeter Fläche, die nach dem Weggang von Saturn zunächst leer standen, zu einem Drittel mit einer Aldi-Filiale und die anderen zwei Drittel zwischenzeitlich mit dem Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises belegt. Auf einer Gesamtfläche von 2500 Quadratmetern eröffnet dort nun der neue Mediamarkt.

Im Untergeschoss war während der Pandemie auch der alteingesessene Bio-Supermarkt abgewandert; dort befindet sich inzwischen eine Filiale des Discounters Tedi. Mit der MediaMarkt-Eröffnung sei die RheinBerg Galerie damit wieder zu 100 Prozent belegt, berichtet Center-Managerin Bettina Wisniewski.

Centermanagerin Bettina Wisniewski vor dem noch geschlossenen Rolltor. Am Donnerstag um 8 Uhr wird der Mediamarkt geöffnet. Foto: Thomas Merkenich

Die Kundenfrequenz liege inzwischen wieder deutlich über den Pandemiezeiten, aber immer noch um etwa zehn Prozent unter den Werten von 2019. Dafür, so Wisniewski, sei vor allem das durch den Ukraine-Krieg belastete allgemeine Konsumklima verantwortlich.

Hintergrund: MediaMarkt gehört ebenso wie Saturn zur MediaMarktSaturn Retail Group mit Sitz in Ingolstadt, es handelt sich um zwei eigenständige Vertriebskanäle eines Konzern. 2019 habe eine schwierige wirtschaftliche Schließung die Schließung der Saturn-Filiale unumgänglich gemacht, erläutert eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage.

Der Standort Bergisch Gladbach sei dennoch wichtig, eine umfassende Analyse habe ergeben, dass er besser zu MediaMarkt als zu Saturn passe. Weitere Angaben dazu machte die Sprecherin nicht.

Der neue MediaMarkt in Bergisch Gladbach verfolgt ein modernes Omnichannel-Konzept, erläutert Geschäftsführer Muhammed Yüksekdag, das auf eine konsequente Verknüpfung des stationären Handels mit dem Online-Handel setze. Vor Ort finden die Kund:innen rund 45.000 Produkte aus dem klassischen Sortiment des Elektronikfachhandes, von Handys, Computern und Unterhaltungselektronik bis hin zu Haushaltsgeräten.

Geschäftsführer Muhammed Yüksekdag kehrt in seine Heimatregion zurück: Er ist in Rösrath aufgewachsen, hat die Höhere Handelsschule in Bergisch Gladbach besucht und in Köln gearbeitet. Foto: Thomas Merkenich

Mehr als 300.000 weitere Produkte aus dem Mediamarkt-Sortiment, die im Laden nicht vorrätig sind, können vor Ort bestellt werden – und werden innerhalb der nächsten 24 Stunden ausgeliefert. Umgekehrt können alle Produkte, die bei Mediamarkt online bestellt werden, innerhalb von drei Stunden im Geschäft abgeholt werden.

Bei der Abholung, darauf legt Yüksekdag besonders Wert, stünden alle Serviceleistungen zur Verfügung: von der Beratung über eine Einführung bis hin zur Ersteinrichtung der Geräte. Viele Kund:innen wüssten gar nicht, wieviel mehr an Bildqualität man durch eine exakte Kalibrierung aus einem neuen Fernseher holen könne, sagt der Geschäftsführer. Dafür stehe ein großer Teil der insgesamt 30 Mitarbeiter zur Verfügung.

An einer sogenannten Smartbar werden zudem Sofortreparaturen für Handys, technischer Support und Softwareinstallationen angeboten. Ein Handy-Automat steht für die umweltfreundliche Entsorgung der alten Geräte bereit.

Verglichen mit der alten Saturn-Filiale wirkt der neue MediaMarkt sehr viel heller, geradliniger und aufgeräumter. Das Grundsortiment hat sich gegenüber der früheren Saturn-Filiale nur wenig verändert, die Schwerpunkte dagegen deutlich: die Bereiche für Handys und Gaming werden immer größer, die Kamera-Abteilung ist viel kleiner, die Abteilung für CDs und Videos gar auf jeweils eine einzige Regalreihe zusammengeschrumpft.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

21 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. die Sache mit einer Reihe Tonträger ist tatsächlich traurig.
    Gestern fand ich erst eine CD in meiner Sammlung, die bereits 20 Jahre alt ist.
    Das Aussterben der CDs durch das Aufkommen des Streamings führt leider dazu, dass Musik nicht mehr als nachhaltiger Genuss wahrgenommen wird.
    auch ein Media-Markt muß seine kleine Fläche nach dem Kundenwunsch ausrichten.
    N.m.E. kommt der Media-Markt (nach den Bildern im artikel) wie schon der vorherige Saturnmarkt allerdings eher als Lagerhalle daher. „Heller“ ist zwar mit 5000er Lichtfarbe leicht zu machen, aber eben nicht attraktiv zum Einkaufen.
    Eine Zwischendecke auch aus akustischen Gründen wäre da sehr empfehlenswert.
    siehe rechts der Aldi-Markt…

  2. „Aufbruchstimmung“? Tatsächlich hören wir von der Lobby es Einzelhandel in der Stadtmitte seit Jahren nur Gejammere und Forderungen. Die Stadt hat diese in den letzten Jahren fast alle ehrfürchtig und auf Knieen rutschend und mit Millionen-Steuernmitteln erfüllt, doch haben die umgesetzten Konzepte und gigantischen öffentlichen Investitionen der Einzelhandels-Lobby in der Stadtmitte Bergisch Gladbach etwa geholfen das Gejammere zu beenden? Scheinbar nicht, denn sonst würde heute niemand von „Aufbruch“ sprechen. Da liegt oder lag wohl doch noch „alles“ im Argen.

    Es wurden Tunnel gebaut, billige Parkplätze mit der Brötchentaste geschaffen, neue Verkehrswege gebaut, die schöne alte und grüne Fußgängerzone zerstört, der ein Einkaufzentrum zugelassen, etc… Das hat den Amigos von CDU und FDP aber noch lange nicht gereicht und es wird weiter gejammert und gefordert, während notwendige Investitionen, städtebauliche Projekte oder die Schulsanierung in anderen Stadtteilen vernachlässigt wurden. Und noch viel schlimmer. Der Konzepte und Ideen der neoliberalen Händlerlobby haben ein paar wenigen die Taschen gefüllt, aber die Mehrheit der inhabergeführten Einzelhändler in der Stadtmitte sieht sich immer größerem Konkurrenzdruck durch Handelskonzerne und Filialisten ausgesetzt. Das Handelsgeschehen hat sich zur Rhein-Berg Galerie verlagert, während auf der anderen Seite der Hauptstr. die Händler reihenweise pleitegehen und schließen. Von „Aufbruch“ kann keine Rede sein, wenn der SPD-Bürgermeister der Stadt einen neuen Billig-Filialisten wie einen Heilsbringer begrüßt. Vor wenigen Jahren hatte der Saturn an gleicher Stelle noch 40 Mitarbeiter beschäftigt, während der Media-Markt (gleicher Konzern) jetzt nur mit 30 Mitarbeitern auskommt. Es wäre sicher auch interessant, die tarifliche Struktur Media-Markt heute mit Saturn gestern zu vergleichen.

    Tatsächlich geht es nicht um einen „Aufbruch“, sondern um eine weiteren Schritt der großen Handelskonzerne zur Verdrängung des inhabergeführten Einzelhandels aus dem Stadtzentrum Bergisch Gladbach. Auch ist klar, dass am Ende die Mitarbeiter sowohl beim Media-Markt als auch bei den anderen Einzelhändlern die Zeche zahlen werden, denn deren Arbeitsbedingungen und Tariflöhne werden offenkundig nicht besser.
    Saturn und Mediamarkt (ein Konzern) haben es ein wenig besser als viele andere Läden, denen der Kundenrückgang durch Corona schwer zu schaffen machte. Sie schafften es laut ihrer eigenen Angaben, die Einbußen im stationären Handel durch die Einnahmen, die online erwirtschaftet wurden, auszugleichen.
    Tatsächlich ist der Mediamarkt in BGL kein Zeichen des „Aufbruchs“, sondern ein krasses Warnsignal für den Zustand der Stadtmitte und wie sich das zukünftig weiter entwickeln könnte.

    Würde die Stadt nur 1/3 des Geldes für Kultur und neue Grünflächen investieren, statt das dreifache für neuen Beton in der Stadtmitte auszugeben, könnte man mehr erreichen, als die jetzigen veralterten und überholten Wirtschaftsförderungskonzepte von den angeblichen „Kundenmagneten“. Die Bürgerinnen und Bürger müssen die Stadtzentren wieder als ihren lebendigen Raum zurückgewinnen, der er dienst nicht nur dem Handel, Gewerbe und Autos, sondern auch der Freizeit, der Kultur, dem Sport und auch der Natur.
    Wir brauchen neue und nachhaltige Konzepte für eine lebendige Stadt, von der dann auch der inhabergeführte Einzelhandel profitieren kann, um sich gegenüber dem Online-Handel und Filialkonzernen zu behaupten. Was wir aber beobachten können ist die Kapitulation vor der Marktmacht der Großen, während die „Kleinen“ zuschauen müssen und sogar noch dafür bezahlen.

    So sollte man nicht nur Busse und Bahn kostenlose/ticketlos gestalten, um die in Zentren zu kommen, neue Radwege einrichten, WLAN-Hotspots, mehr Kulturevents, … um die Stadtmitte aufzuwerten, sondern man sollte den größten Teil der Stadtzentren „autofrei“ gestalten, die Parkplätze einer neuen Verwendung für Kultur, Freizeit und nachhaltiges Gewerbe zuführen, etc.

    Wir brauchen eine „AUTOFREIE STADTMITTE BERGISCH GLADBACH“! und mehr Leben in der Stadt.

      1. Danke, Herr Schreiner! Ich liebe diese ekelig persönlichen und unsachlichen Kommentare von ihnen, denn es geht dann nur noch um die reine Pöbelei gegen den ach so verhassten Linken Santillan. Da klatschen wir uns alle gerne mal gegenseitig auf die Schenkel und lachjodeln dazu. „Hehehe hohoho … gib’s ihm mal so richtig feste, hat er verdient!“ … oh man …

      2. Der/die/das „Schenkelklopfer“ verfasst also selbst einen „ekelig persönlichen und unsachlichen Kommentar“ und versteckt sich auch noch hinter einem Pseudonym.

    1. Für mich wirkt dieser Kommentar sehr realitätsfern und vom politischen Schreibtisch geschrieben. Ich bin selbst in der Branche tätig und der Fachkräfte- und Personalmangel ist längst auch im Handel angekommen. Die „bösen Konzerne“ zahlen alle längst über Tarif und bieten eine Menge Benefits, um gutes Personal zu bekommen und zu behalten. Nach meiner Erfahrung ist es eher der inhabergeführte Einzelhandel, der schlechte Löhne zahlt bzw. zahlen kann und sich nicht an Tarifverträge binden will und muss. Auch muss man sich doch fragen, ob man nicht eher den Kunden in den Mittelpunkt stellen und sich nach seinen Bedürfnissen ausrichten sollte. Das haben die Konzerne verstanden und können so auch gegen ein Amazon etc. bestehen, während einige Einzelhändler weiterhin Samstags am Hauptverkaufstag um 14:30 Uhr zusperren und dem Onlinehandel fernbleiben.

      Handel heißt nun mal Wandel und wer nicht mit der Zeit geht, der wird mit der Zeit gehen müssen.

      Das Konzept des Mediamarktes wirkt auf jeden Fall so, als könnte es in der heutigen Zeit bestehen und einen echten Mehrwert für den stationären Einzelhandel bieten.

  3. Also wieder kein umfassendes Tonträgersortiment in Bergisch Gladbach. Muss ich trotz „Großstadt“ meine Platten weiter in Köln kaufen…
    Traurig……

  4. Falscher Weg!

    Ich finde es schon ziemlich befremdlich, wie sich die Stadt und Bürgermeister höchstpersönlich für einen Großfilialisten ins Zeug werfen, um den Umsatz eines reichen Multis wie der Metro-Gruppe (Media-Markt) zu steigern. In der Vergangenheit konnten wir sehr gut beobachten, wie diese finanzkräftigen Filialisten den Inhabergeführten Einzelhandel in Bergisch Gladbach nicht nur das Leben schwer gemacht haben, sondern sogar ganz plattgemacht haben. Saturn und Media-Markt drücken nicht nur kleine Händler in der Region an die Wand, sondern treiben auch die Gewerbemieten in den Stadtzentren in die Höhe. Deren breite Strategie bei den ausgedehnten Öffnungszeiten können nicht alle mitmachen, denn ihnen fehlt schlicht das Personal für einen Schichtbetrieb und diesen können sie auch nicht wirtschaftlich abbilden. Im inhabergeführten Einzelhandel stehen deshalb die Inhaber selbst im Laden. Hinzu kommt das gigantische Werbebudget der Filialisten und deren massive und sehr billigen Online-Shops. Das führt dazu, dass auch andere inhabergeführten Einzelhändler nicht nur aus den Stadtzentren verdrängt werden, sondern bald auch aus der der ganzen Stadt. So wird es nicht gelingen die Stadtzentren zu beleben. Im Gegenteil, denn das ist der falsche Weg liebe „Wirtschaftsförderung BGL“.

  5. Saturn Mitarbeiter/in kündigen und dann später Mediamarkt aufzumachen… wow

    Eine gute Idee von MediaMarktSaturn Retail Group.

    1. Leider wird das nicht groß kommuniziert. Ein Saturn wird aus „betriebswirtschaftlichen“ Gründen geschlossen. ( In Wirklichkeit eh nur um die teuren Mitarbeiter loszuwerden.)
      Trotz Corona und der aktuellen hohen Lebenshaltungskosten, lohnt sich das einen neuen Markt zu öffnen? Passt rot besser zu Hausfassade als blau? Diese Analyse würde ich gerne mal sehen, da Saturn und Media Markt von den Strukturen gleich sind.
      Die neuen Mitarbeiter sind vermutlich wesentlich günstiger müssen aber das gleiche leisten.
      Einfach nur traurig was Menschen diesem Konzern wert sind….. Die einzigen Menschen die noch zählen, sind die, die das Geld da lassen. Die eigenen Mitarbeiter zählen nicht mehr….

      1. So gleich sind die beiden auch wieder nicht. Die Markenpositionierung ist ebenso unterschiedlich wie die Sortimente.

        Saturn sieht sich eher an Premiumstandorten in Innenstadtlagen, Mediamärkte können zur Not auch auf der grünen Wiese oder in Gewerbegebieten stehen. Und mal ganz ehrlich: Die Hauptstraße in GL ist nun wirklich schon lange kein Premium-Standort mehr. Da hat der Konzern gehandelt wie früher Kaufhof: Wenn das Umfeld nicht mehr stimmte, wurde aus einer Kaufhof-Filiale eine Kaufhalle.

  6. Oh weia! Schon schlimm genug, diese Gendersprache sehen und lesen zu müssen, aber diese dann auch noch völlig falsch anzuwenden („die Kund:innen“) ist dann der absolute Höhepunkt!
    Nur zur Info: Für diesen Begriff ist es nicht möglich, im Singular den ausgewählten Doppelpunkt anzuwenden, weil die Weglassprobe nicht erfüllt ist!

    1. Sehr geehrter Herr Fesser, es gibt beim Gendern keine formalen Regeln. Zudem ist „Kund:innen“ kein Singular. Und Sie müssen unsere Beiträge weder sehen noch lesen.

      1. Dem Hinweis auf die Freiheit einer Redaktion bei der Sprachwahl ist gerechtfertigt. Meines Wissens nach schreibt z.B. die FAZ nach alter deutscher Rechtschreibung, die wahrscheinlich offiziell auch falsch ist. Insofern ist dieser Text nicht weiter problematisch und zeigt eigentlich recht schön, dass die Gendersprache praktisch niemals konsequent verwendet wird (Kundenmagnet, Kundenfrequenz, Mitarbeiter) und teilweise auch gar nicht konsequent verwendet werden könnte.

        Problematisch würde die Sache allerdings werden, wenn Texte um deren Lektüre man nicht herumkommen kann (Behördenschreiben, Schreiben von öffentlichen Einrichtungen wie z.B. Schulen), gegendert werden oder werden würden. Unter anderem werden dadurch Blinde und Sehbehinderte und Leute mit einer geringen Literalität in der deutschen Sprache unnötigerweise noch weiter benachteiligt.

      2. Vielen Dank für Ihren sachlichen Kommentar. Wir gehen die Sache undogmatisch an, die Person steht im Mittelpunkt. Ein „Kundenmagnet“ oder ein Unternehmen werden daher nicht gegendert. „Mitarbeiter“ hingegen schon, das hatten wir übersehen. „Mitarbeitende“ werden Sie bei unseren eigenen redaktionellen Texten aber (hoffentlich) nicht finden.

      3. @ Gender-Skeptiker*in: Nur als Hinweis: Die FAZ hat seinerzeit eine Weile lang die alte Rechtschreibung beibehalten, das dann aber als nicht dauerhaft praktikabel befunden und sich (wenn ich mich recht erinnere) etwa ein Jahr später der Reformschreibung angeschlossen. Sie pflegt allerdings wie etliche andere Medien eine Hausschreibung, bei der einige Neuerungen nicht angewendet werden (so einen Unsinn wie „aufwändig“ wird man dort z.B. nicht finden).

        @ Redaktion: „Mitarbeitende“ hätte wenigstens den Vorteil, nicht so ungrammatisch zu sein wie viele Sternchen- oder Doppelpunktschreibungen. Dafür haben die Partizipschreibungen nicht selten ein gewisses Wahrheitsproblem – wie etwa „Studierende“.