Weihnachtszeit ist Bastelzeit – und für eine gemeinsame Aktion von Kindern und Erwachsenen eignen sich Hefte besonders gut. Das geht schnell, ohne besonderes Werkzeug oder Material und kann auch weihnachtlich gestaltet werden. Ein selbstgemachtes Heft mit eigenen Geschichten oder Rezepten ist auch ein schönes Geschenk.

Ein Heft heißt Heft weil es geheftet wird. Also mit Nadel und Faden und ein paar Stichen genäht. Wenn du einmal verstanden hast, wie das funktioniert, ist es ganz einfach und du kannst deine eigenen Notizhefte selber machen. Du brauchst nur etwas Papier und Garn und ein paar einfache Werkzeuge. 

Ein selbstgemachtes Heft ist ein tolles Weihnachtsgeschenk. Du kannst es mit leeren Seiten machen, damit es als Notizheft genutzt werden kann. Oder du füllst es mit einer Geschichte, Gedichten oder Zeichnungen.

Du brauchst:

  • Vier Bögen DIN-A4-Papier und ein halbes DIN-A4-Papier für den Umschlag. 
  • Das Umschlagpapier sollte etwas dicker sein, es kann ein schönes Geschenkpapier oder ein selbst bemaltes oder bedrucktes Papier sein. 
  • Wäscheklammer
  • Prickelnadel oder Ahle (ein scharfes Werkzeug zum Lochen)
  • Schere
  • Bleistift
  • Garn
  • evtl. Cutter und Lineal

Die vier Bögen Papier faltest du jeweils zweimal, sie sind dann so groß wie eine Postkarte. 

Das Umschlagpapier (DIN A5) faltest du einmal auf die Hälfte. 

Die vier gefalteten Bögen steckst du ineinander, den Umschlag legst du außenrum und klemmst alles mit einer Wäscheklammer fest, so dass das Heft in der Mitte offen ist. 
Die untere Kante ist noch geschlossen und wird erst ganz am Ende beschnitten.

Mit dem Bleistift markierst du innen in der Heftmitte drei Punkte: Ein Punkt in Mitte und zwei ungefähr gleichmäßig zum Rand. Mit der Prickelnadel oder Ahle stichst du von innen nach außen an den markierten Stellen durch das Papier.

Das geht einfacher, wenn du das Heft auf eine Schachtel, ein dickes Buch oder an die Tischkante legst. Dann stichst du nicht in den Tisch und triffst den Falz besser.

Schneide ein Stück Garn ab (etwas mehr als doppel so wie die Höhe des Heftes, fädele es in die Nadel ein, mache aber keinen Knoten. Echte Buchbinder ziehen das Garn einmal durch ein Stück Wachs, dann rutscht es besser durchs Papier, verknotet nicht so leicht und lässt sich am Ende gut festziehen.

Die Nadel stichst du durch das mittlere Loch von innen nach außen durch alle Lagen und den Umschlag. Das Fadenende von ca. 5 cm Länge lässt du innen hängen.

Dann stichst du in eines der anderen Löcher von außen nach innen … und von innen durch das letzte Loch wieder nach außen.

Am Ende durch die Mitte wieder nach innen, alles vorsichtig festziehen. 

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Die Enden verknotest du doppelt. Dabei knotest du den längs laufenden Zwirn mit fest. Die Enden des Zwirns bis auf ca. 3 mm abschneiden.

Zum Schluss beschneidest du das Heft an den drei offenen Seiten mit Lineal und Cutter oder mit einer Schneidemaschine. Dadurch werden alle Seiten begradigt und die noch geschlossenen Innenseiten geöffnet.

Einfacher ist es, wenn du deine Papiere vorher schon alle halbierst, dann musst du am Ende nicht das ganze Heft beschneiden.


Hinweise der Redaktion: Mehr Basteltipp von Michaela Müller finden Sie im Müllerin Art Studio. Im nächsten Jahr bietet sie auch Kurse für Kinder an.

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