Foto: Guido Wagner

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Auch der Verein „Hilfe Litauen Belarus“ hat sich nach Russlands Angriff auf die Ukraine neu orientiert und viele Hilfsgüter ins Kriegsgebiet geschickt. Der Verein kümmert sich aber auch weiter um die Menschen in Belarus. Obwohl das Regime dort die Transporte massiv behindert wurden jetzt weitere LKW beladen – für Kinder- und Altenheime sowie für die Bistumscaritas in Grodno.

Seit Februar 2022 hat sich die Welt für uns alle verändert: der brutale Angriff auf die Ukraine konfrontierte uns unweigerlich mit der Tatsache, dass jetzt Krieg mitten in Europa herrscht.

Für uns im Verein, welcher in diesem Jahr inzwischen seit fast 30 Jahren Hilfebedürftige insbesondere in Belarus und in Litauen unterstützt, stand sehr schnell fest, dass wir selbstverständlich auch primär in der Ukraine helfen werden! Die Ukraine – Hilfe machen wir gemeinsam mit der Humanitären Hilfe Overath e.V. mit dessen ersten Vorsitzenden Norbert Kuhl. Innerhalb von 11 Monaten haben wir vier gemeinsame Hilfstransporte in die Ukraine gebracht und verteilten auch selber vor Ort.

Nun wollen und werden wir unsere Projekte in Belarus und in Litauen aber nicht vernachlässigen. Wir wurden bereits gefragt, warum wir noch in Belarus helfen.

Die Antwort, so der 2. Vorsitzende Stephan Glaubitt, ist so einfach wie hoffentlich überzeugend: „Die armen Menschen in diesem seit vielen Jahren von einem rücksichtslosen Diktator geschundenen Land können nichts für ihre so aussichtslose Situation! Versuche sich aufzulehnen, wurden brutal niedergeknüppelt, Tausende verhaftet und mit Geldstrafen belegt, die den Jahreslohn um ein Vielfaches übersteigen.“

Der 1. Vorsitzende Ulrich Gürster ergänzt: „Dabei ist die Not der Armen der Ärmsten in Belarus durch den Krieg eher noch größer geworden! Wir helfen weiterhin in Kinder- und Altenheimen und unterstützen die Bistumscaritas Grodno, aber nicht dem belarussischen Staat! Das ist uns wichtig!“

Viele Hilfsorganisationen haben sich mit ihrer Hilfe von Belarus abgewandt. Das hat verschiedene Gründe. Statt z.B. etwa ein bis drei Tage Grenzaufenthalt sind es zurzeit bis zu 14 Tage. Für europäische Speditionen ist das kein lukratives Geschäft und es war für uns sehr schwer, einen 40-Tonner zu erhalten. Allerdings sind diese Transporte sehr teuer und wir sprechen da schnell von 6.000 bis 7.000 Euro Transportkosten.

Mit der Hilfe der Bistumscaritas Grodno gelang es uns, ein belarussisches Transportunternehmen zu bekommen. Der Schatzmeister Heinz-Bernd Padberg hob hervor: „Einen Teil der Transportkosten übernahm die Bistumscaritas und so konnten wir am Samstag vor der Johannes Gutenberg Realschule über 11 Tonnen Hilfsgüter laden.“

Zahlreiche Helfer/innen packten tatkräftig mit an. Verstärkung erhielten die Gladbacher durch Pfarrer Joachim Decker mit seinen 13 Messdienern aus Düsseldorf – Eller.

Auch half der belarussische Pfarrer Andrej Liszko beim Beladen und Dolmetschen mit. Das machte er nicht zum ersten Mal, da er seit ein paar Jahren zum Doktorat und zur Unterstützung in der Pfarrei Düsseldorf-Eller vom belarussischen Bischof Alexander Kaszkiewicz abgeordnet wurde. In diesem Jahr wird Pfarrer Andrej Liszko allerdings wieder zurück nach Belarus berufen werden.

Auf die Frage an Ulrich Gürster, ob in diesem Jahr noch ein weiterer Hilfstransport für Belarus geplant ist, äußert dieser: „Wir können leider nicht in die Glaskugel schauen. Der Krieg darf sich nicht ausweiten, damit sich die Grenzen zu Belarus nicht ganz schließen. Allerdings unterstützen wir dort auch finanziell sehr viele Projekte für sozialschwache Kinder, Familien und uns liegen auch die älteren Menschen ganz besonders am Herzen. Diese vergessen wir auch nicht.“

Spendenkonto für die Hilfe in Litauen und Belarus
Pax-Bank eG
IBAN DE18 3706 0193 0032 5620 19

„Geldspenden kommen bei unserem Verein zu 100% den Hilfebedürftigen zugute! Das ist uns sehr wichtig. Wir alle arbeiten ehrenamtlichen“ so der Schatzmeister Padberg und fügt hinzu: „Für Geldspenden erstellen wir auch eine Spendenquittung zur Vorlage für das Finanzamt.“

Mit Stolz zitieren wir nun noch eine Dankbriefaussage unseres Schirmherrn Dr. Hermann-Josef Tebroke MdB: „Sehr gern unterstütze ich den langjährigen und tatkräftigen Einsatz des Vereins Hilfe Litauen-Belarus e.V., der seit Kriegsbeginn auch Hilfstransporte in die Ukraine organisiert. Den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern und den vielen Spenderinnen und Spendern danke ich an dieser Stelle ganz herzlich für ihren Einsatz. Ich freue mich, für einen Wahlkreis tätig sein zu dürfen, in dem es so viele gute Menschen gibt, die in durchaus schwierigen Zeiten nicht nur an sich denken.“

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Hilfe Litauen Belarus e.V.

Seit 1994 engagieren wir uns in Litauen und Weißrussland bzw. Belarus. Diese Zeit ist nicht nur geprägt von materieller Hilfe, sondern auch von Freundschaft, Nächstenliebe und Solidarität mit den Menschen jenseits der auch heute zum Teil noch wenig durchlässigen Grenzen. Um auch zukünftig die...

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1 Kommentar

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  1. Hilfe Litauen Belarus : IHR seid HELDEN in der Not. Und findet hoffentlich viele Sponsoren.