Foto: Berndt Fotografie Köln / 1&1 Versatel

Über 400 Unternehmen in Bergisch Gladbach können künftig einen schnellen Breitbandanschluss der 1&1 Versatel nutzen. Der Netzbetreiber hat jetzt den Aufbau zweier Glasfasernetzes für das Gewerbegebiete Frankenforst sowie in der Stadtmitte bekannt gegeben. Anfang 2024 sollen erste Breitbandanschlüsse bis 10 Gbit/ s verfügbar sein, konkrete Termine sind aber noch nicht bekannt.

Der auf Geschäftskunden spezialisierte Telekommunikationsanbieter 1&1 Versatel errichtet in zwei Gladbacher Gebieten ein Glasfasernetz. Damit sollen nach Unternehmensangaben über 400 Geschäftskunden in der Stadt die Möglichkeit für eine Gigabit-Internetanbindung erhalten.

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Starten will das Unternehmen im Süden der Stadt entlang „An der Bahn“, ausgebaut wird im Gewerbegebiet Frankenforst bis zum Neuenweg im Stadtteil Kaule. Zudem sollen Unternehmen rund um den Bahnhof Bergisch Gladbach zwischen der Handstraße und der Bensberger Straße erschlossen werden, teilte 1&1 Versatel gestern mit.

Grafik: 1&1 Versatel

Von 150 bis 10.000 Mbit/s

Vermarktet werden Glasfaser-Anschlüsse mit Internet-Telefonie sowie Zusatzdiensten wie fester IP-Adresse für Geschäftskunden. Status und Bonität würden über Auskunft-Services überprüft, teilte eine Sprecherin von 1&1 Versatel auf Anfrage des Bürgerportals mit.

Die Angebote reichen vom Einstiegstarif mit 150/50 Mbit/s (Down-, Upload) für 49,99 Euro (im zweiten Jahr 59,99 Euro) bis zum Premium-Dienst mit 10.000 MBit/s (symmetrisch) für 2.599 Euro. Letzteres dürfte eine Option für größere Unternehmen und extrem hohen Kommunikationsbedarf sein.

1&1 Versatel vermarktet die Services in einer dreiteiligen Staffelung. Damit einher gehen zusätzliche Optionen wie garantierte Geschwindigkeit oder symmetrische Dienste – also gleiche Geschwindigkeit im Down- und Upload. Details und Kosten führt der Anbieter hier auf.

Privatkunden können nach Angaben einer Sprecherin die Dienste ebenfalls buchen, müssten jedoch die Geschäftskunden-Konditionen akzeptieren, die sich zum Beispiel in Bereich der Gewährleistung oder den Services an Standards für Unternehmen orientieren. Ob der Mutterkonzern 1&1 später auch Privatkunden-Tarife über das Netz vermarkten werde, könne “Stand heute” nicht gesagt werden, so die Sprecherin.

Angebote für Frühbucher

Die Vermarktung der Anschlüsse in den Ausbaugebieten laufe bereits seit “mehreren Wochen”, heißt es bei 1&1 Versatel, ohne konkrete Termine zu nennen. “Es sind bereits genügend Interessenten gewonnen, um den weiteren Ausbau in den genannten Gebieten zu realisieren”, so die Sprecherin. Konkrete Zahlen, wie hoch die Vermarktungsquote derzeit aussieht, werden auf Anfrage nicht gemacht.

Unternehmen, die sich bereits für einen Anschluss entschieden haben oder dies kurzfristig tun, sparen nach Angaben von 1&1 Versatel die Baukosten für die Tiefbauarbeiten, den Hausanschluss sowie die Installation und das Freischalten des technischen Equipments für den Glasfaseranschluss.

Ob ein Glasfaseranschluss am Unternehmensstandort verfügbar ist oder in Kürze fertiggestellt wird, können Interessenten prüfen unter https://www.1und1.net/glasfaser/ausbau/bergisch-gladbach

Wer sich danach für einen Vertrag entscheide, trage die entsprechenden Kosten. Angaben zur konkreten Höhe konnte die Sprecherin von 1&1 Versatel nicht machen. Dies variiere je nach Lage des Grundstücks, oder ober bereits ein Anschluss im Gebäude liege.

Start in 2024 geplant

Bei Nachfragen zum Start der Services bleibt 1&1 Versatel vage. Im Gebiet „An der Bahn“ fänden bereits Bauarbeiten statt, die voraussichtlich bis Anfang 2024 abgeschlossen sein sollen, heißt es. Konkrete Termine  für den Anschluss würden individuell mit den Kunden abgestimmt.

“Im Gebiet rund um den Bahnhof sind die Tiefbauarbeiten für das 2. Quartal 2024 geplant, voraussichtlich werden die ersten Kundenanschlüsse im Sommer 2024 realisiert”, so die Sprecherin auf Anfrage des Bürgerportals.

Grundsätzlich wird das Glasfasernetz Open Access unterstützen: Auch andere Internetanbieter können auf dem Netz ihre Dienste vermarkten. Voraussetzung sei natürlich die bestehende Infrastruktur sowie ein bestehender Hausanschluss, heißt es.

war bis Anfang 2024 Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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    1. Ist das dieser sparsame klimabewusste ÖRR, der in einem Audi S3 mit 310 PS zu den Interviews fährt?

      Aber richtig, bei der Digitalisierung und Bauabstimmung läuft seit einigen Jahre sehr viel falsch. Aber das ist auch kein Wunder, fragen Sie mal die IT der Stadt GL nach den Erfahrungen mit dem IT-Verständnis der städtischen Verwaltungsangestellten :D

      1. Hallo Dr. Alban,
        ein Verwaltungsangestellter muss auch kein IT-Verständnis haben, sofern er nicht ein Aufgabengebiet in der IT-Abteilung hat oder als IT-Koordinator in der Fachabteilung tätig ist.
        Ein Beschäftigter (Verwaltungsangestellter) sollte durch den Arbeitgeber funktionierende Ausrüstung und Programme zur Verfügung gestellt bekommen.

    2. „was hindert die Stadt daran, hier einmalig und konzertiert die Stadt flächendeckend mit Glasfaser auszubauen?“ Und dann? Man kann natürlich durch städtische Bautrupps (soweit in dem Ausmaß verfügbar) Glasfaser in den Straßen versenken lassen, aber die Stadt ist kein Telekommunikationsanbieter und kann es auch so einfach nicht werden.

      Da ist dann wieder eine Kooperation mit einem privatwirtschaftlichen Anbieter (oder mehreren) nötig, der die ganze Sache als hinreichend wirtschaftlich betrachten müsste, um seine Beteiligung an den Netzherstellungs- und -unterhaltungskosten zu rechtfertigen. (Dass die Stadt ein Netz baut, auf dem dann andere ohne finanzielle Beteiligung daran ihre Umsätze machen, ist ja auch nicht im Sinne der Bürger.) Und an diesem Punkt steht und fällt dann doch wieder alles mit Wirtschaftlichkeitsentscheidungen privater TK-Anbieter – die Situation wäre also nicht viel anders als die derzeitige.