Die erneute Ausschreibung für die Elektroarbeiten bei der Sanierung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums ist beendet und die Stadt hofft, dass Mitte März die Arbeit an diesem wichtigen Gewerk weiter gehen kann. Aber auch die Montage der neuen Fassade liegen still, in weiteren Bereichen gibt es erhebliche Probleme. Daher werden die Termin- und Kostenpläne jetzt erneut überarbeitet.

In den Containern brummt der Schulbetrieb, doch auf der Baustelle rührt sich nichts. Seit dem Sommer steht die Baustelle für Sanierung und Erweiterung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums (NCG) an der Reuterstraße weitgehend still. Das für alle Elektroarbeiten zuständige Unternehmen ist in die Insolvenz gerutscht, von dessen Arbeiten sind aber alle folgenden Schritte abhängig.

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Auch der Fassadenbauer hat schon vor vielen Monaten die Baustelle verlassen und die neue rote Außenhaut der Aula halbfertig hinterlassen. Die Stadt habe dem Unternehmen gekündigt, weil erhebliche Mängel festgestellt und auch die Fristen für Nachbesserungen nicht eingehalten worden waren. Das teilt die Verwaltung jetzt auf Anfrage mit.

Die schadhafte Fassade müsse komplett demontiert und entsorgt – und auch dieser Auftrag noch einmal neu vergeben werden.

Wie lange das dauert zeigen die Elektroarbeiten: Schon im September hatte die Stadt die Ausschreibung angekündigt, Ende 2023 war Abgabeschluss, jetzt liegen die Angebote beim Rechnungsprüfungsamt. Die Stadt hofft, den Auftrag am 13.2. erteilen zu können, der Neustart für die Elektroarbeiten ist für den 12. März angesetzt. Das ist ziemlich genau der Termin, zu dem laut ursprünglicher Planung der neue Nordtrakt und die Aula hätten fertig sein sollen.

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Eigentlich sollten der neue Nordtrakt und die Aula des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums im nächsten Frühjahr fertig werden. Doch nachdem ein Unternehmen in die Insolvenz gegangen ist, das für die Elektroanlagen zuständig war, läuft der Plan aus dem Ruder. Nun muss dieses Gewerk neu ausgeschrieben werden, weitere Klassen sollen ausgelagert werden.

Weitere Problem, so die Stadt, gebe es auch bei den Estricharbeiten. Bei der Ausschreibung für die Bauwerke der Außenanlagen seien nur Angebote eingegangen, die weit über den Kostenschätzungen lagen.

Was diese schlechten Nachrichten für das Gesamtprojekt bedeuten, ist im Moment nicht klar. Der von der Stadt beauftragte Generalplaner seit dabei, die Terminpläne und auch die Kosten zu aktualisieren, erläutert die Verwaltung.

Der im vergangenen Herbst beschlossene neue Fahrplan sah vor, dass Nordtrakt, Verwaltung und Aula im Oktober 2024 bezogen werden. Für den noch zu sanierenden Mitteltrakt war April 2025 anvisiert, der Abschluss der Außenanlagen bis Ende 2025.

Ob dieser enge Takt noch eingehalten werden kann ist offen, schon im Herbst hatte die Verwaltung gewarnt, es dürfe nun keine weiteren „Bauablaufstörungen“ mehr geben.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Schade um die vielen Platten der Außenfassade, die nun scheinbar nun weggeschmissen werden. Es gibt/gäbe bestimmt noch Verwendung für die Platten, vielleicht kann man sie auch interessierten Bürgern anbieten?