Die Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienst werden in diesem Jahr verstärkt vor Ort sein. Foto: Thomas Merkenich

Nach Schätzung der Polizei haben am Sonntag rund 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Karnevalszug in Gladbach gefeiert, dem mit Abstand größten im Kreis. Hier kam es – wie auch bei den meisten anderen Zügen in der Region – zu so gut wie keinen nennenswerten Zwischenfällen. Etwas robuster musste die Polizei in Bensberg, Refrath und Voiswinkel auftreten.

70.000 Menschen, eine ausgelassene Stimmung und nicht wenig Alkohol – und doch meldet die Polizei Rhein-Berg vom Karnevalssonntag in Gladbach nur einen einzigen ernsten Vorfall: Zwischen zwei Besuchern sei es zum Streit gekommen, einer schubste den anderen. Einem Platzverweis sei der Täter nicht gefolgt, berichtet die Polizei – sondern habe versucht, einem Beamten mit dem Ellenbogen ins Gesicht zu schlagen.

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Daraufhin wurde der Angreifen in Gewahrsam genommen und eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte geschrieben.

Was in Bensberg und Refrath los war

Beim Karnevalszug in Bensberg mit rund 15.000 Zuschauer:innen waren am Samstag im Bereich des Albertus-Magnus-Gymnasiums etwa 1500 teils angetrunkene Jugendliche und Heranwachsende zusammengekommen, berichtet die Polizei. Potenzielle Störer seien frühzeitig angesprochen worden, daher sei es zu keinen größeren Problemen gekommen.

Die Polizei habe nur zwei Strafanzeigen gefertigt, eine wegen Körperverletzung und eine wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Beim Zug in Refrath erteilte die Polizei vier Platzverweise. Etwa 12.000 Zuschauer freuten sich laut Polizei über einen friedlichen Verlauf.

Weitere Züge in der Region

Der Zugweg in Overath-Mitte wurde laut Polizei Rhein-Berg von circa 8.000 Feiernden gesäumt. Hier wurde ein Karnevalist durch Wurfmaterial leicht verletzt, danach sei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet worden. Ansonsten verlief die Veranstaltung störungsfrei.

Beim Heiligenhauser Zug waren circa 5.000 Feiernde und beim Zug in Immekeppel noch einmal circa 3.000 Feiernde unterwegs. Bei beiden Karnevalszügen blieb alles friedlich.

In Rösrath-Forsbach waren gut 4.000 Menschen und in Hoffnungsthal schätzungweise 2.500 Menschen an der Zugstrecke. Beide verliefen ebenfalls ohne besondere Vorkommnisse.

Beim Zug in Kürten (etwa 5000 Zuschauer) registrierte die Polizei nach dem Zug zwei Körperverletzungsdelikte und zwei Bedrohungen.

Keine Vorkommnisse gab es in Marialinden, bei 4500 Zuschauer:innen.

Nach Leichlingen kamen rund 35.000 Zuschauer, darunter auch schätzungsweise 2000 meist alkoholisierte junge Leute, teils aus der Nachbarstadt Solingen, die sich insbesondere im Bereich der Bahnhofstraße aufhielten, berichtet die Polizei. Sie erteilte fünf Personen einen Platzverweis und nahm zwei Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und Beleidigung auf. Aber auch hier herrschte eine weitestgehend friedliche Stimmung.

Bereits am Freitag fand der Karnevalszug in Odenthal-Voiswinkel statt. Im Bereich der St.-Engelbert-Straße hielten sich zwischenzeitlich circa 800 junge Leute auf, unter denen aber lediglich vereinzelte potenzielle Störer gewesen seien. Die starke Präsenz der Polizei habe Zwischenfälle verhindert.

Erst nach Ende des Karnevalszuges musste die Polizei zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung aufnehmen und drei Personen einen Platzverweis erteilen. Zwei von ihnen mussten kurzzeitig in Gewahrsam genommen werden, um die Platzverweise durchzusetzen. Überwiegend war die Stimmung unter den circa 3500 Zuschauern friedlich.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Nur so aus Interesse: Wann war der Gladbacher Zug eigentlich durch? Kam mir wirklich spät vor… sind die denn alle noch vor Anpfiff des Super Bowls nach Hause gekommen? ^^