Das Alte Rathaus war Anfang Februar zum zweiten Mal Treffpunkt für die Schulsprecherinnen und Schulsprecher der Grundschulen aus Bergisch Gladbach Stadtmitte mit der Stadtverwaltung. 15 Kinder aus sieben Grundschulen kamen bepackt mit Kinderrechte-Plakaten und Notizen zu Fragen und Wünschen in den großen Ratssaal – und konnten viele davon anbringen.

Nicht nur die großen Stühle und Tische mit Mikrofonen im Rathaus zeigten, dass die Kinder hier ernst genommen wurden. Der Beigeordnete Ragnar Migenda hatte nach der ersten Sitzung im vergangenen Jahr direkt zu einer zweiten Kinderratssitzung eingeladen – und zeigte sich jetzt gut vorbereitet. Er hatte eine große Übersicht der Wünsche der letzten Sitzung dabei, auf der der Stand der Vorhaben einzusehen war.

Außerdem brachte er diesmal Unterstützung aus der Stadtverwaltung mit: Thore Eggert, der Stadtkämmerer und Alexandra Meuthen, die Abteilungsleiterin Hochbau. 

Die Kinder sprachen nacheinander engagiert zu den Themen ihrer Schulen und scheuten sich auch nicht, freundlich zu kritisierten, dass manche Versprechen noch nicht eingelöst wurden.

Auf kindgerechte Weise erklärten Herr Migenda, Herr Eggert und Frau Meuthen den Stand der Vorhaben. Manche Projekte nähmen jedoch so viel Zeit in Anspruch, weil gesetzliche Vorgaben einzuhalten seien, Planungen und Lieferzeiten lange dauerten und die Stadt zurzeit sehr viel Geld in die Hand nehme, um alle Schulen in Bergisch Gladbach zu sanieren.

Beispielsweise hörten die Kinder der Concordiaschule, dass es am Samstag eine Begehung in Schildgen geben werde, wo auch über den Straßenverkehr gesprochen werde.  

Die GGS Paffrath bekam von Frau Meuthen die Zusage, dass sich der Schulhof verbessern werde und neue Geräte aufgebaut werden sollen.

Die Kinder aus der OGS An der Strunde konnten das Versprechen mitnehmen, dass das Spielgerät, das vor fünf Jahren abgebaut werden musste, entweder durch das gewünschte Trampolin oder aber durch ein anderes Spielgerät ersetzt werden werde. 

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Das neue Schulbau-Konzept der Stadt Bergisch Gladbach besteht auf den ersten Blick aus zwei Listen: Schulen, die bereits bearbeitet werden und solche, die als Nächste dringend saniert oder neu gebaut werden müssen. Doch dahinter hat die Verwaltung eine ganz neue Struktur errichtet – um viel mehr und viel schneller zu bauen. Was es damit auf sich hat, erklären die Verantwortlichen jetzt grundsätzlich – und mit vielen wichtigen Details.

„Ihr seid die Zukunft“, betonte Frau Meuthen, und auch Herr Migenda zeigte sich offen gegenüber einem Vorschlag von Kindern aus der OGS An der Strunde zu einer Kindersprechstunde im Rathaus. Er werde mit Bürgermeister Frank Stein darüber sprechen und überlegen, wie man diese Sprechstunde – nach dem Vorbild der „Bürgermeister-Sprechstunde“ umsetzen könne.

Außerdem wurde deutlich, dass Herrn Migenda die Präsenz der Kinderrechte in der Stadt wichtig ist. Er nahm die Kinderrechte-Plakate der Schulsprecherinnen und Schulsprecher mit in sein Büro und versprach, sich für einen Kinderrechte-Platz in Bergisch Gladbach einzusetzen.

Leider werden diese Schulsprecherinnen und Schulsprecher wahrscheinlich die Umsetzung aller Wünsche nicht mehr miterleben, weil sie dann schon zur weiterführenden Schule gehen werden. Aber mit Sicherheit nehmen sie mit, dass ihr Wort gehört und wertgeschätzt wird und ihr Engagement sich gelohnt hat. Wenn sie diese Erfahrung zurück in ihre Schulen bringen und andere Kinder begeistern, sich zu engagieren, ist ein wertvoller Beitrag zu gelebter Demokratie gelungen.

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