Rund 1200 Menschen haben am Freitag in Kürten im strömenden Regen für „Demokratie und Vielfalt“ und gegen eine Versammlung der AfD im Bürgerhaus demonstriert. Der Karlheinz-Stockhausen-Platz war gut gefüllt, bot aber soviel Platz, dass sich drei separate Kundgebungen herausbildeten – die sich im Auftreten deutlich unterschieden, in ihrem Ziel aber dennoch einig war.
Text: Georg Watzlawek. Fotos: Thomas Merkenich
Gegen 16 Uhr standen Leo Wulf und sein kleines Team noch ziemlich alleine auf dem Karlheinz-Stockhausen-Platz, im Zentrum von Kürten und im Regen. Doch kurz vor 17 Uhr zogen die Menschen aus allen Richtungen zum Platz, zu Fuß und mit dem Rad, mit Schirmen, Kinderwagen und Transparenten.

Als Markus Hintze-Neumann, der Direktor der Gesamtschule, den Song „Stammbaum“ von den Bläck Fööss anstimmte, blickte er auf ein dichtes Heer von Schirmen, die den gesamten Platz füllten.

Nach Schätzung des Bürgerportals waren es insgesamt 1200 Teilnehmer:innen, vielleicht etwas mehr, die vor allem aus Kürten und der direkten Umgebung, viele aus Bergisch Gladbach und zum Teil auch aus Oberberg angereist waren.
Eine Gruppe von 25 Leuten unter Führung des ADFC war mit dem Rad gekommen, unter ihnen auch Bürgermeister Frank Stein.
Die Parkplätze im Umfeld waren nicht überfüllt, obwohl die Polizei mit einem sehr großen Aufgebot an Einsatzkräften stark Präsenz zeigte. Gegen 18 Uhr sperrte sie die breite Wipperführter Straße, die direkt am Platz vorbei führt – um der Kundgebung mehr Raum zu geben.
Auf dem Platz selbst und vor der Bühne herrschte trotz des zeitweilig dichten Regens fast schon kölsche Volksfeststimmung. Die Redner:innen kritisierten die AfD und alle Formen von Ausgrenzung, Rassismus und Rechtsextremismus scharf, beschworen aber mehr noch den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft und machten sich gegenseitig Mut: „Wir sind mehr.“
Auf dem Platz waren Menschen allen Alters, viele Familien mit Kindern und viele Senior:innen, die viele der Lieder mitsangen und sich zum Schluss auch unterhakten.
Hinweis der Redaktion: Details zum Verlauf der Kundgebung gibt es hier in unserem Liveblog. Einen Beitrag mit vielen Fotos von der Solidaritätskundgebung in Bergisch Gladbach finden Sie hier, ein Artikel zur Veranstaltung der AfD folgt.
Eine etwas andere Stimmung herrschte am der Ecke des Platzes, wo ein Durchgang zum Bürgerhaus führt. Den hatte die Polizei abgesperrt, hinter den Gittern konnte man beobachten, wie die Vertreter:innen und Gäste der AfD in den Saal geführt wurden. Auch hier protestierten alle Altersstufen, von sehr jung bis wirklich alt – mit dem lautstarken Schlachtruf „Nazis raus!“ oder auch „Kürten hasst die AfD“.
Der Ruf wurde von der Menge auf dem Platz immer mal wieder aufgenommen – und auch die Organisatoren auf der Bühne solidarisierten sich: „Da drüben wird es ganz schön laut – aber genau das finden wir gut, wir werden laut gegen Rassisten.“
Tatsächlich wurde es vor dem Absperrgitter ziemlich laut und zum Teil auch aggressiv. Mitunter angeheizt von AfD-Leuten, die sich auf die Stufen des Bürgerhauses stellten und die Kundgebung mit Gesten provozierte.
Einige AfD-Männer, die den Hintereingang ignorierten und den Weg durch die Menge wählten, genossen offensichtlich die Aufmerksamkeit während der Einlasskontrolle durch die Polizei.
Die Einsatzkräfte der Polizei hatten die Straße Marktfeld frühzeitig gesperrt, als Zugang zur AfD-Veranstaltung. Am ebenfalls gesperrten Durchgang vom Platz zum Marktfeld hatte sich eine etwas 20 Kopf starken, zum Teil sehr junge Gruppe mit Fahnen der Antifa (unter anderem aus Oberberg) aufgestellt, um die ankommenden AfD-Leute mit „Nazis raus“-Rufen zu begrüßen.
Aber auch hier sei es zu keinen erwähnenswerten Zwischenfällen gekommen, berichtete die Polizei im Anschluss. Wie auch bei der gesamten Veranstaltung nicht.
Als die einzige verbliebene prominente AfD-Politikerin, Beatrix von Storch, mit Verspätung erschien hatte sich die Protestversammlung ohnehin schon aufgelöst. Die AfD Rhein-Berg freut sich in einem Facebook-Post über „tolle Stimmung, interessante Redebeiträge“.
Hinweis der Redaktion: Die AfD hatte die Presse von der Veranstaltung ausgeschlossen, wir berichten dennoch ausführlich über die Redebeiträge in diesem Gastbeitrag.
Der Saal (mit 200 Plätzen), die AfD, sei dank der „Antidemokraten, die insbesondere in den sozialen Netzwerken für unsere Veranstaltung geworben“ völlig ausgebucht gewesen. Die eigenen Bilder zeigen jedoch auch freie Plätze.
„Die Parteien des linken Establishments“, sagt die AfD Rhein-Berg, hätten „vergebens alles versucht, unsere Veranstaltung zu verhindern.“
Die Vorsitzende der CDU Kürten, Lena Behnke“, gab am Abend ebenfalls ein Statement ab: „Gemeinsam haben wir mit der CDU-Kürten ein klares Signal gesendet: Demokratie und Vielfalt gehören zu Kürten, unsere Dorfgemeinde hält zusammen und steht für unsere Demokratie ein.“








































Warum werden dann die Flüchtlinge hinter dem Golfplatz außerhalb Kürtens ausgelagert ? Lasst sie doch unter uns wohnen und leben, mitten im Ort.
Wer A sagt muß auch B sagen.
Das Gleiche in Bechen, gegenüber der Kirche soll eine Unterkunft gebaut werden, doch nach einer privaten Flugblattaktion, war die Empörung darüber groß.
Wenn Kürtener Bürger gegen rechts sind, und auch keine andere Meinung akzeptieren wollen, dann ist es doch gut so wie es ist. Lasst uns die neuen Mitbürger freundlich in unserer Mitte begrüßen.
Ich finde es gut sich gegen „Rechtsextreme“ zu positionieren. Allerdings lieber nicht gemeinsam mit „Linksextremen“ und diese damit stärken. Hier würde ich mir, auch im Vorfeld, mehr Abgrenzung wünschen, wie ich weiter unten schon geschrieben habe. Hr und Fr Schlösser wussten offenbar nicht mit wem sie da „mitgebrüllt“ haben.
Der Verfassungsschutz zu den „jungen Leuten mit den Fahnen“:
„Das übergeordnete Ziel der „Antifa“ im Sinne des autonomen „Antifaschismus“ bzw. des linksextremistischen Aktionsfelds „Antifaschismus“ ist dabei weiterhin die Überwindung des „Kapitalismus“ und zwar nicht durch politische Reformen, sondern durch einen Umsturz der bisherigen Staats- und Gesellschaftsordnung. Der „Antifaschismus“ im linksextremistischen Sinn richtet sich also gerade nicht nur gegen als solche ausgemachte oder tatsächliche Rechtsextremisten, sondern auch immer gegen den Staat und seine freiheitliche demokratische Grundordnung, welche kontinuierlich ausgehöhlt werden soll.“
Quelle: https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/linksextremismus/die-antifa-antifaschistischer-kampf-im-linksextremismus.html
Sehr geehrte Frau XY, bereits die Wahl Ihres Pseudonyms ist anmaßend. Ihre Darstellung der Demonstration ist falsch. Weder das genannte Ehepaar noch 99 Prozent der Kundgebungsteilnehmer:innen haben an der Seite von Linksextremen „mitgebrüllt“. Zudem zitieren Sie die Schlössers falsch, von „jungen Leuten mit den Fahnen“ ist in deren Kommentar nichts zu lesen.
Bitte lesen Sie den Bericht noch einmal, dann sollten sie die Verhältnisse auf dem Stockhausen-Platz nachvollziehen können.
Wir waren bei der Demo in Kürten und sind sehr beeindruckt nach Hause gefahren: Der Organisator und Veranstaltungsleiter gehörte keiner Partei an, was sicher vieles erleichtert. Die Moderation war locker, herzlich und nahm jeden mit. Livemusik haben wir nicht vermisst, die Musikstücke vom Band waren perfekt ausgewählt. Die Wortbeiträge wurden vielseitig gestaltet, jeder für sich ansprechend und realitätsnah. Inhaltlich hat sich nichts wiederholt.
Die jungen Leute, die am Drängelgitter parallel zum Demo-Programm lautstark gegen die AfD gewettert haben, waren nicht störend. Ihre Rufe haben wir teilweise mitgebrüllt – die Abneigung gegen die AfD durfte auch mal rausgebrüllt werden.
Unser Fazit: Das war eine Demo von unten – im Sinne von “Wir sind das Volk”. Wir stehen gemeinsam auf gegen die AfD und jede andere rechts-völkische Gesinnung. In Kürten haben viele Vereine, Institutionen und Parteien diese Demo für Demokratie und Vielfalt unterstützt. Hut ab!
Was wir uns wünschen: In Bergisch Gladbach sollten auch viele unterschiedliche Akteure diesen Aufstand gegen die rechten Spaltpilze unterstützen, sich öffentlich positionieren. Kirchen, Wirtschaft, Kunst und Kultur…
Die politischen Parteien, die sich der demokratischen Grundordnung verpflichtet sehen, sollten sich ebenfalls ausnahmslos beteiligen – aber ohne die parteipolitischen Ziele in den Vordergrund zu stellen. Hier geht es um Größeres als eigene Befindlichkeiten und kleinkariertes Gezänk. Gerade im (Vor-)Wahlkampf ist es wichtig, “dem Volk” zu zeigen, dass alle demokratischen Parteien bei aller Unterschiedlichkeit dennoch an einem Strang ziehen – für die Demokratie.
Was wir empfehlen: Wie in Kürten könnte auch in Bergisch Gladbach eine nicht-parteipolitische Person oder Gruppierung das Bündnis federführend vertreten. Wie eingangs erwähnt: Das macht vieles leichter.
Die CDU kann es nicht lassen:
Hier gleich die ganze Veranstaltung vereinnahmen, aber von “Brandmauer” keine Spur.
Sehr geehrte Lena Behnke, danke für die deutliche Klarstellung!! Ich habe es genauso wahrgenommen. Im Vorfeld zur Demonstration, genauso während der Demonstration.
Ich finde es auch richtig, wenn während der Demonstration Parteien, deren Vertreter, wie auch alle anderen, mit Fahnen, Bannern oder sonstigen Mitteln auf ihre Zugehörigkeiten hinweisen/hingewiesen haben.
Da spricht nichts dagegen, ganz im Gegenteil, es kann und soll deutlich werden, wer da alle demonstriert und seine Solidarität zeigt.
Mir/uns war und ist wichtig, dass im Bündnis keine Parteipolitik im Vordergrund steht, keine Wahlwerbung für eine Partei gemacht wird.
Denn Ziel des Bündnis ist es, mit allen Demokraten gemeinsam für die Demokratie an sich zu stehen.
Aus meiner Sicht haben sich alle Beteiligten genau daran gehalten und das finde ich schon eine kleine Sensation, denn die Versuchung es anders zu machen, ist verlockend.
In Kürten hat das gut geklappt, und ich glaube, dass wir in naher Zukunft erleben werden, dass die Parteien in Kürten das Bündnis als gemeinsames Parteiideologiefreies Mittel sehen, die Vielfalt zu erhalten und Zeichen über Kürten hinaus zu senden, wie es gemeinsam klappt, und eben nicht spaltend wirkt.
Danke dafür auch hiermit ausdrücklich an alle anderen Parteien. Ich freue mich auf zukünftige gemeinsame Aktionen, denn wir haben jetzt schon Positives bewirkt.
Sehr geehrte Damen und Herren, gerne beziehe ich kurz Stellung.
Selbstverständlich haben wir uns als CDU zu jedem Zeitpunkt an die Überparteilichkeit der Veranstaltung gehalten.
Vorab haben wir, ebenso wie andere politische Parteien, die sich dem Bündnis angeschlossen haben, Werbung in unserem CI für die Demonstration gemacht, weil zunächst kein neutrales Werbeplakat zur Verfügung stand.
Während der Demonstration war zu sehen, dass sich die verschiedenen Parteien zusammen mit ihren gewählten Volksvertretern auf der Demonstration z.B. mit Fahnen zu erkennen gegeben haben. Als CDU Kürten haben wir uns dezent (mit kleinen Buttons an der Kleidung) erkenntlich gezeigt.
Zudem gab es im Vorfeld und vor allem während der Demonstration vereinzelt Kontakt zwischen Mitgliedern verschiedener Parteien. Über diesen Zusammenhalt auf Basis von demokratischen Werten habe ich mich persönlich sehr gefreut.
Im Nachgang an die Demonstration haben wir eine Pressemitteilung veröffentlicht, weil dies selbstverständlich zu unserer üblichen Pressearbeit gehört.
Darin heißt es: “Gemeinsam mit hunderten Bürgerinnen und Bürgern haben wir mit der CDU-Kürten ein klares Signal gesendet: Demokratie und Vielfalt gehören zu Kürten, unsere Dorfgemeinde hält zusammen und steht für unsere Demokratie ein. Ich danke den Initiatoren des Bündnisses ‚Kürten für Demokratie und Vielfalt‘ für die Organisation und hoffe, dass in Kürten auch zukünftig gemeinsame Aktionen stattfinden werden.”
Ich gehe davon aus, dass Jedem deutlich wird, dass das Thema der Demonstration – Demokratie und Vielfalt – sowie das entsprechende Bündnis im Fokus stehen und keine Parteipolitik. Hunderte Menschen haben am Freitag ein starkes Zeichen für Demokratie und Vielfalt in Kürten gesetzt. Darunter auch Mitglieder der CDU.
Die gesamte Pressemitteilung kann jederzeit auf unserer Website eingesehen werden. Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Ich freue mich auf weitere Aktionen für Demokratie und Vielfalt des Bündnisses.
Beste Grüße
Lena Behnke
Gut und für UNSERE Demokratie und Vielfalt wichtig, dass auch die CDU -hoffentlich DAUERHAFT- gegen die schleichende Unterwanderung von Rassisten MIT DABEI ist. Danke!
Alle Teilnehmer müssen für das gute gemeinsame ZUSAMMENstehen eigene (auch Partei-)Eitelkeiten hinten anstehen lassen. Nur so können wir verhindern, dass Rassismus und braune Hetze wieder normal werden
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Ich interpretiere den letzten Absatz so: “…. Gemeinsam, auch mit der CDU, ….” und nicht: Wir von der CDU gemeinsam mit anderen….
Denn die CDU ist ein Teil des Bündnis, genauso gut, schwer oder leicht, wie alle anderen. Vielleicht kann die von iGL-Zitierte das ja hier einfach klarstellen.
Ich fände es schade, wenn das zweideutig dargestellt bliebe.
Gleichzeitig denke ich, es sollte nicht jedes Wort, jeder Satz auf die Goldwaage gelegt werden, denn das führt eher zu “Verhaken”.
Lasst uns die zarte Pflanze der gemeinsamen Haltung fürsorglich gießen und hegen, das Ziel ist es wert.
Wie würde die heutige Jugend formulieren?: Chill out bro, oder so ähnlich.
Ich selbst bin nicht in der Lage, jedes Interview (und es gibt bis jetzt sehr wenige) druckreif fehlerfrei zu gestalten, aber ich bin Laie.
Aber ich bin fehler- und selbstbewusst genug, falls ich falsch verstanden wurde, dass ggfs. richtigzustellen, bzw. klarzustellen.
Auch wenn Hilger das richtig interpretiert haben sollte, könnte das Lena Behnke bestätigen, damit Klarheit geschaffen wird.
Das würde mich persönlich nicht davon abhalten, an der Gemeinsamkeit festzuhalten. Da bricht dann Niemandem ein Zacken aus der Krone, so, oder so.
Ich hatte es so verstanden, dass die CDU Kürten nicht nur zur Demo aufgerufen, sondern auch daran teilgenommen hat. In Kürten ist es tatsächlich gelungen, ein offenes demokratisches Bündnis der Zivilgesellschaft zu bilden.
Respekt, denn die Bürger*innen in Kürten standen am Freitag gemeinsam und für die ganze Region gegen die rassistische Politik der AfD auf! Danke!
Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt und Ernsthaftigkeit der Kundgebungsteilnehmer. Ältere Ehepaare, ganze Dorfgemeinschaften, Familien, Migranten, wetterfeste Fahrradfahrer, Einzelpersonen jeden Alters, Freundesgruppen….
Kürten ist einfach cool und eine ganz besondere Gemeinde mit unheimlich vielen sehr innovativen und interessanten Menschen.
Wichtig war uns Organisatoren, das wir FÜR Demokratie und Vielfalt sind und nicht gegen etwas.
Mir persönlich ist noch ein respektvoller Umgangston wichtig. Und ja, auch mit Andersdenkenden. Ich möchte mich verbal niemals auf das Niveau eines Goßteils dieser Gruppierung herablassen. Mit uns (Fluchtpunkt-Kürten) kann man über alles diskutieren. Auch über Migration. Aber bitte sachlich und mit Respekt.
Hallo Birgit Oberkötter, was bzw wen meinen Sie mit “Ich möchte mich verbal niemals auf das Niveau eines Goßteils dieser Gruppierung herablassen. …”?
Schade, dass es die CDU nicht geschafft hat, sich an die Abmachung zu halten, diese Demonstration nicht vor den parteipolitischen Karren zu spannen – siehe letzter Absatz.
Hilger Müller
Gründungsmitglied Fluchtpunkt Kürten
Der Bericht ist sehr gut und zutreffend, schöne Bilder, danke dafür!!
Als Versammlungsleiter der Veranstaltung in Kürten habe ich selbstverständlich einen speziellen Blickwinkel und bin voreingenommen: Die Veranstaltung war ein toller Erfolg für die Gemeinde Kürten.
Die sagenhafte Unterstützung fast aller Vereine und Parteien, immerhin fast 40 Organisationen an der Zahl, zeigt, dass es möglich ist, ganz normale Bürger, wie auch ehrenamtliche, und sogar hauptamtliche Politiker aller demokratischen Parteien, trotz widriger Wetterbedingungen, sich für den Erhalt unserer Demokratie zu erheben.
Danke dafür, und Hut ab liebe Kürtener, Bürger aus den Nachbarkommunen und anderen angereiste Teilnehmer.
Allerdings auch: Das darf es nicht gewesen sein! Das Bündnis muss beweisen, dass diese Aktion keine Eintagsfliege bleibt!
Wir müssen gemeinsam überlegen, wie man das Bündnis nachhaltig mit Leben füllt, um die große Gefahr der Extremisten (von allen Seiten, und nicht nur von Rechtsaußen) abzuwehren.
Das Wichtigste ist und bleibt: Geht wählen, und wählt Parteien, die sicher für die Demokratie und Wahrung unserer Verfassung eintreten, und dies auch durch Wort, Schrift und Tat jederzeit beweisen.
Die Organisatoren der Demo werden in den nächsten Wochen die Bündnisteilnehmer, wie auch andere Organisationen mit Vorschlägen zur weiteren Zusammenarbeit informieren.
Persönlich war ich gestern ergriffen von der friedlichen, aber besonders auch emotionalen Veranstaltung, insbesondere als es schon dunkel war.
Das waren schon großartige Bilder und Töne der Solidarität für die Vielfalt in unserer Gesellschaft, die man da wahrnehmen konnte.
Danke dafür!! Leo Wulf
Ich würde mir eine Abrenzung zur linksextremistischen „Antifa“ wünschen, nachdem diese ja ebenfalls einen Teil der Demonstration mit organisiert hat. Nicht umsonst positioniert sich der Verfassungsschutz wie folgt zur Antifa:
„Das übergeordnete Ziel der “Antifa” im Sinne des autonomen “Antifaschismus” bzw. des linksextremistischen Aktionsfelds “Antifaschismus” ist dabei weiterhin die Überwindung des “Kapitalismus” und zwar nicht durch politische Reformen, sondern durch einen Umsturz der bisherigen Staats- und Gesellschaftsordnung. Der “Antifaschismus” im linksextremistischen Sinn richtet sich also gerade nicht nur gegen als solche ausgemachte oder tatsächliche Rechtsextremisten, sondern auch immer gegen den Staat und seine freiheitliche demokratische Grundordnung, welche kontinuierlich ausgehöhlt werden soll.“
Quelle: https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/linksextremismus/die-antifa-antifaschistischer-kampf-im-linksextremismus.html
Die kleine Gruppe, die mit Antifa-Fahnen vor Ort war, hat die Kundgebung nicht „mit organisiert“, sondern am Rande des Platzes mit-demonstriert.
Distanzieren kann man sich als Veranstalter dennoch davon. Wird ja auf der anderen Seite auch immer gefordert.
Und da hoffe ich doch sehr, dass die Organisatoren sich positionieren, dass es nur um Demokratie der Mitte geht und nicht irgendwelche Systemchange-Fantasien an den Rändern.
Man sollte nicht mit Systemgegnern gegen andere Systemgegner demonstrieren.