Viele Arbeitnehmer wünschen es sich, viele Arbeitgeber scheuen immer noch den vermeintlichen Aufwand. Fahrradleasing in der eigenen Firma einfach gemacht!

Von Martin Nettersheim

Ohne die Möglichkeiten des Fahrradleasings für Arbeitnehmer hätte sich der Boom in der Fahrradbranche und insbesondere bei den E-Bikes nicht so entwickeln können. Diese Kolumne beschäftigt sich mit den Aspekten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, also mit der einfachen Einrichtung und Organisation des Fahrradleasings.

Aspekte für Arbeitgeber beim Fahrradleasing

„Die richtige Auswahl der Leasinggesellschaft, notwendige Rahmenvereinbarungen, höherer Aufwand bei Lohn- und Gehaltsabrechnungen, jährliche UVV- und Inspektionspflichten, Aufwände bei Versicherungsschäden, Krankheit, Mutterschutz, Unfall, Kündigung etc.“, das Alles hören wir oft von Arbeitgebern, die bisher noch kein Fahrradleasing für Arbeitnehmer in ihrer Firma eingeführt haben.

Bevor wir zu den oft gehörten Einwänden kommen, schauen wir uns zuerst die positiven Aspekte an:

  • Arbeitnehmer-Benefits gegen Fachkräftemangel: Was für Arbeitgeber zum Risikofaktor werden kann, ist für Arbeitnehmer die Chance, ihren Traumjob schnell zu finden −und das im Idealfall auch noch zu Traumbedingungen. Um neue Arbeitnehmer zu gewinnen und das bestehende Team zu motivieren, setzen immer mehr Arbeitgeber auf Mitarbeiter-Benefits. Ein Angebot, das immer beliebter wird, ist das Leasen von Fahrrädern für Arbeitnehmer.
  • Traumrad zum Traumpreis: Der Arbeitnehmer finanziert das Leasingfahrrad über Gehaltsumwandlung aus seinem Bruttogehalt. Dadurch reduzieren sich die Lohnsteuerbelastung und Sozialversicherungsabgaben, außerdem wird das Leasingfahrrad steuerlich gefördert (Stichwort geldwerter Vorteil und 0,25%-Regel). Mit Fahrradleasing kann sich der Arbeitnehmer ein Fahrrad leisten, was er sich privat oft nicht kaufen würde, denn Arbeitnehmer können so bis zu 40% gegenüber einem privaten Direktkauf sparen. Außerdem genießt er den umfassenderen Schutz der speziellen Fahrradleasingversicherung, die mit der Premiumversicherung sogar jährlich Verschleißkosten übernehmen.

    Nach drei Jahren kann der Arbeitnehmer sein Traumrad zu einem günstigen Kurs von 15 bis 18 Prozent des unverbindlichen Verkaufspreises (konkrete Höhe hängt vom Angebot der Leasinggesellschaft ab) in sein Eigentum übernehmen oder das Fahrrad zurückgeben und ein neues Modell über den Arbeitgeber leasen lassen. Apropos sparen: Auch der Arbeitgeber freut sich über geringere Lohnnebenkosten und schießt darum vielleicht sogar noch etwas zur Versicherung oder den Leasingraten dazu.

  • Gesunde Mobilität für Arbeitnehmer: Bewegung tut gut. Wer mit dem Leasingfahrrad zur Arbeit fährt, hat auch im Alltag automatisch mehr Bewegung, die macht fit und steigert die Leistungsfähigkeit. Regelmäßig mit dem Rad zum Job ist keine Option? Auch für die Tour ins Grüne am Wochenende oder den Weg zum Shopping kann das Leasingfahrrad genutzt werden, denn Fahrradfahren in der Freizeit ist explizit erlaubt.

  • Gemeinsam aktiv für eine bessere Umwelt: Arbeitgeber und Arbeitnehmer tun nicht nur sich, sondern auch der Umwelt etwas Gutes, denn vom Auto aufs Leasingfahrrad umzusteigen reduziert den CO₂-Fußabdruck und ist damit ein ganz persönlicher Beitrag zum Klimaschutz. Und weil sich der Arbeitnehmer mit dem Leasingfahrrad lange Staus und stressige Parkplatzsuchen spart, werden Klima und Nerven geschont.

Tipps für Arbeitgeber beim Fahrradleasing

Sie als Arbeitgeber entscheiden über das Einrichten von Fahrradleasing in Ihrer Firma. Damit obliegt Ihnen die Wahl der für Sie und idealerweise auch für Ihre Arbeitnehmer passende Leasinggesellschaft.

Bitte achten Sie nicht nur auf den günstigsten Leasingfaktor. Zwar ist das für Ihren Arbeitnehmer ein wichtiger Kostenfaktor. Aber im Nettovergleich (nach Abzug von Sozialversicherungs- und Lohnsteueranteilen) beträgt der Unterschied beim Vergleich des Leasingfaktors der einzelnen Anbieter von Fahrradleasings monatlich meist nur wenige Euro.

Wichtiger ist hingegen der umfassende Versicherungsschutz für die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbelange.

  • Übernimmt die Leasinggesellschaft im Rahmen der angebotenen Versicherung die Arbeitgeberrisiken bei Langzeiterkrankung, Tod, Kündigungsfall, Aufhebungsvertrag, Elternzeit inkl. Mutterschutz, Erwerbsunfähigkeit des Arbeitnehmers?
  • Werden neben den Eigentumsdelikten wie Diebstahl, Teilediebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus auch weitere wichtige Versicherungsbelange gedeckt?
  • Werden Schäden am Fahrrad (inkl. Akku, Motor, Steuerung) gedeckt, wie z.B. durch Elementarschäden, Bedienungsfehler / unsachgemäße Handhabung, Reifenpanne, Sturz, Unfall, Elektronikfehler, Kurzschluss, Explosion, Material-, Konstruktions- und Produktionsfehler?
  • Wird optional ein Inspektionsservicepaket angeboten, in dem jährlich die UVV-Prüfung und Inspektion von allen sicherheitsrelevanten Fahrradkomponenten inkl. Software-Update von E-Bikes vorgenommen werden?
  • Wird auch eine Verschleißkostenversicherung angeboten, die Verschleiß an Akku, Lagern, Bremsen, Antriebsstrang, Reifen, Schläuchen etc. bis zur jeweiligen jährlichen Höchstentschädigungsgrenze übernimmt?

In der Rahmenvereinbarung mit der Leasinggesellschaft entscheiden Sie als Arbeitgeber, wie viele Fahrräder ein Arbeitnehmer zeitgleich leasen und wie hoch der maximale Kaufpreis (inkl. leasingfähigem Zubehör) aller Fahrräder sein darf.

Die Erfassung aller Vorgänge des Fahrradleasings wird durch eine kostenfreie App der Leasinggesellschaft einfach organisiert.

Sie brauchen Unterstützung bei der Auswahl der für Sie passenden Leasinggesellschaft? Dann sprechen Sie uns an, gerne besuchen wir Sie in Ihrem Unternehmen. Auf Wunsch führen wir auch gerne Informationsveranstaltungen für Ihre Arbeitnehmer durch.

Aspekte für Arbeitnehmer beim Fahrradleasing

Wenn Ihr Arbeitgeber noch kein Fahrradleasing in Ihrer Firma anbietet, sprechen Sie uns trotzdem an. Gerne nehmen wir mit Ihrem Arbeitgeber Kontakt auf und stellen die Vorteile sowie den einfach Ablauf dar. Vielleicht gehört dann auch Ihr Arbeitgeber bald zu den vielen anderen Arbeitgebern, die Fahrradleasing einfach anbieten.

Wenn Ihr Arbeitgeber Fahrradleasing anbietet, informieren Sie sich bitte bei Ihrem Arbeitgeber über die Rahmenbedingungen, wie Budgethöhe, Anzahl der möglichen zu leasenden Fahrräder, mögliche Zuschüsse zu Leasingrate und/oder Versicherungsbeiträgen, und registrieren Sie sich anschließend bei der Leasinggesellschaft Ihres Arbeitgebers.

Mit diesen Infos kommen Sie dann zu uns. Wir erstellen mit Ihnen Ihr Fahrprofil, d.h. wie Sie bisher in Art und Weise, Entfernung und Dauer Fahrrad gefahren sind und wie Sie zukünftig mit Ihrem neuen Leasingfahrrad fahren wollen.

Des Weiteren nehmen wir in unserem Beratungsfragebogen Ihre Vorstellungen und Ausstattungswünsche zu Ihrem zukünftigen Leasingfahrrad auf, dabei ist es egal, ob es ein „BioBike“ (ohne Motor) oder ein E-Bike werden soll. Auf dieser Grundlage stellen wir Ihnen verschiedene Fahrradmodelle vor und zeigen Ihnen die Ausstattung, Bedienung und notwendiges Leasingzubehör (Fahrradschloss, sofern es nicht bereits beim jeweiligen Modell Serienausstattung ist).

Gerne unterbreiten wir Ihnen dann ein detailliertes schriftliches Angebot. Mit Ihrem „Go“ senden wir das Angebot an die Leasinggesellschaft Ihres Arbeitgebers. Die leitet das Angebot an Sie und Ihren Arbeitgeber weiter. Stimmen beide Seiten zu, werden wir aufgefordert, mit Ihnen als Arbeitnehmer einen Übergabetermin zu vereinbaren.

In dem Übergabetermin werden dann Ihre restlichen Fragen zum neuen Leasingfahrrad beantwortet und Ihnen wird Ihr Leasingfahrrad, ausgestattet wie im Angebot festgehalten, nach einer Ausweiskontrolle übergeben. Sie bekommen von uns noch eine zweiseitige Information zum Einfahren und verschleißarmen Gebrauch Ihres neuen Leasingfahrrades.

Bei Radsport Nagel wird Service auch nach der Übergabe großgeschrieben. Ggf. müssen nach den ersten zwei bis drei Wochen zur Ihrer persönlichen Haltungsoptimierung Anpassungen und Nachjustieren von Sattel, Lenker, Brems- und Schalthebeln, Schaltungseinstellungen etc. vorgenommen werden. Sie kommen einfach ohne Terminvorgabe rein und wir erledigen das kurzfristig.

Bei der jährlichen UVV/Inspektion checken wir Ihr Leasingfahrrad. Sofern Sie uns im Rahmen des Werkstattauftrages nicht direkt mit dem Austausch von verschlissenen Teilen beauftragen, informieren wir Sie über die notwendigen Arbeiten und Kosten. Falls Sie bei der Leasinggesellschaft eine Basisversicherung abgeschlossen haben, werden die reinen Inspektionskosten pauschal von der Leasinggesellschaft übernommen. Verschleißteile und die dazu gehörigen Arbeitskosten tragen Sie dann privat.

Wenn Sie aber eine Premiumversicherung abgeschlossen haben, werden je nach Leasinggesellschaft die Verschleißkosten und die Arbeitskosten bis zu 100 Prozent übernommen. So wird die jährliche Inspektion bei Radsport Nagel zu einer einfachen Angelegenheit!

Radsport Nagel, Ihr Partner an Ihrer Seite beim Fahrradleasing

Radsport Nagel arbeitet zwischenzeitlich mit 32 Leasinggesellschaften zusammen und bietet auch für die eigenen Mitarbeiter Fahrradleasing an. Und durch unsere vielen Kunden verfügen wir über vielfältige Erfahrungen in Auswahl, Einrichtung und Abwicklung beim Fahrradleasing. Deshalb können wir unabhängig beraten.

Zum Schluss noch ein Sinnspruch, der Albert Einstein zugesprochen wird:

„Alles sollte man so einfach wie möglich machen und nicht nur einfacher!!

Dieser Einstellung fühlen wir uns Ihnen gegenüber als unsere Kunden und Partner verpflichtet. Wir machen Fahrradleasing einfach!

Mit radsportlichen Grüßen, Martin Nettersheim


E-Mail an Radsport Nagel

Kontakt
Radsport Nagel GmbH Bergisch Gladbach
Refrath Weg 16
51469 Bergisch Gladbach

Telefon: (0 22 02) 2 44 80 23
E-Mail: gladbach@radsport-nagel.de
Web: www.radsport-nagel.de

Zur Person: Martin Nettersheim, Jahrgang 1964, hatte nach seinem Studium der Informationstechnik und Betriebswirtschaft als Unternehmensberater und Marketingmanager eines Fahrradhersteller gearbeitet. Zum Mountainbiking ist er vor fast 30 Jahren durch seinen ersten Hund gekommen. Jetzt in seinem „Altersunruhestand“ leitet er die Bergisch Gladbacher Filiale der Radsport Nagel GmbH.

Über uns: Die Radsport Nagel GmbH ist ein seit über 40 Jahren geführtes Familienunternehmen mit vier Filialen in Gummersbach, Remscheid, Radevormwald und jetzt neu in Bergisch Gladbach. In Bergisch Gladbach finden Sie auf über 600 m² (fast) alles zum Thema Fahrrad fahren und Radsport.

Von Kinder- und Jugendrädern, Trekking- und Reiserädern, MTB-Fullies, MTB-Hardtails, ATB und SUV, Rennräder und Gravels, jeweils als „Bio-Bike“ oder E-Bike, Verschleiß- und Ersatzteile als auch Bekleidungsartikel sowie den Vor-Ort-Service von Inspektion, Reparatur/Instandsetzung.

Die Radsport Nagel GmbH ist ein seit über 40 Jahren geführtes Familienunternehmen mit vier Filialen in Gummersbach, Remscheid, Radevormwald und jetzt neu in Bergisch Gladbach. In Bergisch Gladbach finden Sie auf über 600 m² (fast) alles zum Thema Fahrrad fahren und Radsport. Von Kinder- und Jugendrädern,...

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Mir wurde nach 3 Wochen der Akku gestohlen ( brutal das Schloss aufgebrochen und somit ebenfalls beschädigt ). Zwar war das ein Versicherungsschaden, aber pro angefangenem Kalenderjahr werden 25% des Akkupreises vom Nutzer ( also mir ) getragen. D.h. ich hatte einen Anteil von ca. 280€ ( Akku 1100.- ) selber zu zahlen, obwohl ich das Rad erst 3 Wochen hatte ! :-(

    Wäre der Diebstahl im 3. Jahr erfolgt wären das dann über 800€ !!

  2. Jobrad, Fahrradleasing usw. eigentlich eine gute Sachen. ABER: Wenn, wie im Augenblick, die Marktpreise für Fahrräder und eE-Bikes im Keller sind, kann eine Leasingvariante teurer sein als ein direkter Kauf, denn im Augenblick sind die Lager voll und die Preise im Keller und meistens auch noch verhandelbar.
    Es lohnt sich also genauer zu rechnen auch wenn noch eine eingepreiste Versicherung hinzu kommt, kann ein Kauf die günstigere Variante sein.

  3. Bei Leasing bitte daran denken, dass das Geld weg ist, wenn das Fahrrad geklaut wird. Dann bringt auch der günstige Kaufpreis nach dem Leasing nichts.

    Bei einer Hausratversicherung mit zusätzlichem Schutz ist das Fahrrad auch außerhalb der eigenen 4 Wände geschützt und man erhält den vollen Kaufpreis zurück.

    Wird das Leasingrad kurz vor Ablauf der 3 Jahre geklaut, hat man 3 Jahre Miete bezahlt und kann dann die nächsten 3 Jahre für das nächste zahlen.

    Und liebe werdende Mütter, in der Elternzeit kein steuerlicher Vorteil, da man selbst die komplette Rate aus dem Netto zahlt.

    Aktuell gibt es gute Angebote, da sollte man bei den aktuell hohen Zinsen (im Leasingpreis) einen Barkauf überlegen.