Eine Sonderschicht von 72 Stunden legen ab Donnerstag viele Ehrenamtler aus der katholischen Jugendarbeit in ganz Deutschland ein – um Projekte voran zu bringen, die ihre Gemeinden lebenswert machen. In Rhein-Berg kommt das u.a. dem Garten der Grundschule Moitzfeld, einem Wanderweg in Eikamp und einem Altersheim in Bechen zugute.

Während der 72-Stunden-Aktion machen die Jugendverbände in Deutschland die Welt ein Stück besser. Vom 18. bis 21. April 2024 werden Pfadfinder, Pfarrjugenden, Mitglieder der Katholische Landjugendbewegung und alle, die sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagieren, zusammen anpacken. Sie nehmen Spaten, Pinsel und Hammer in die Hand und setzen bei dieser Initiative des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) Projekte um, die ihre Gemeinden lebenswerter machen. 

„Wir haben dieses Jahr wirklich sehr schöne Ideen dabei“, erzählt Nora Richerzhagen von der Katholischen Jugendagentur. Sie unterstützt den BDKJ und die Jugendverbände bei der Organisation.

Politiker Wolfgang Bosbach steuert Genaueres bei: „Die KJG Herrenstrunden-Eikamp gestaltet einen Wander-Rundweg, und in Bechen verschönert der dortige KLJB ein Altersheim.“

Bosbach übernimmt 2024 die Schirmherrschaft im Rheinisch-Bergischen Kreis für die 72-Stunden-Aktion. Er setzt sich dafür ein, dass das Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wahrgenommen wird und die Jugendverbände Zuwachs erhalten. 

Einsatz im Garten der Grundschule Moitzfeld

„Diese Aktion unterstütze ich sehr gerne und aus voller Überzeugung. Nicht nur in Erinnerung an man eigene Zeit in der Katholischen Jugend. Diese jungen Menschen reden nicht nur darüber, dass etwas getan werden müsste. Sie packen selber an und das auf ganz vielfältige Weise”, so Bosbach.

Gemeint sind Menschen wie Joelle Mager und Marco Brockhaus. Beide engagieren sich schon seit Jahren ehrenamtlich in der KJG Moitzfeld. Die heute 28-jährige Joelle Mager ist selbst als Jugendliche in der KJG Moitzfeld auf Pfingstlager mitgefahren und dem Verband seitdem treu geblieben. Inzwischen gehört sie zum festen Stamm an Gruppenleiter*innen, die den Verein stetig vergrößern. Bei der 72-Stunden-Aktion wird ihre Gruppe den Garten der Grundschule Moitzfeld neugestalten. 

Schule der Demokratie und Selbstwirksamkeit

Thomas Taxacher, der Leitende Pfarrer von Altenberg-Odenthal, kennt viele solcher Lebensläufe, die in den Pfadfindergruppen und Pfarrjugenden entstehen: „Man lernt Demokratie in solchen Gruppen. Man versteht, wie man zusammenarbeiten und sich in die Gesellschaft einbringen kann.“ In seiner Gemeinde baut die KLJB Altenberg während der 72 Stunden einen Gemeinschaftsgarten an der Kirche in Odenthal. 

„Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist wichtig für Kinder und Jugendliche“, stimmt Nora Richerzhagen von der Katholischen Jugendagentur zu. „Darum ist es so wertvoll, dass wir eine lebendige Kultur der Jugendverbände haben und dass die KJA diese Kultur unterstützt. Die Jugendgruppen ermöglichen den Kindern einen Schritt aus dem Elternhaus raus. Gerade nach Corona haben das viele Kinder und Jugendliche noch viel zu wenig erlebt.“

Junge Menschen von 6 bis 30 Jahren in ihrer individuellen Entwicklung zu stärken, zu begleiten und zu fördern, das ist das Ziel der Katholischen Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH (KJA LRO).

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  1. Eine wunderbare Aktion. Vielen lieben, herzlichen Dank an die Jugendlichen, die sich dafür engagieren