CDU-Fraktionschef Michael Metten im Stadtrat. Foto: Thomas Merkenich

Die Fraktion der CDU teilt inzwischen die Auffassung von Bürgermeister Frank Stein, dass die Aufgaben der Stadtverwaltung nur mit drei Beigeordneten zu schaffen sei. Daher dürfe die dritte Stelle nach dem Ausscheiden von Harald Flügge nicht nur kommissarisch besetzt werden, fordert Fraktionschef Michael Metten. Einen qualifizierten Kandidaten hat die CDU dafür bereits im Blick.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der CDU-Fraktion

Am 31. Juli 2024 endet die Wahlzeit des ersten Beigeordneten Harald Flügge, der aus privaten Gründen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Harald Flügge war 2016 auf Vorschlag der CDU-Fraktion vom Rat der Stadt Bergisch Gladbach gewählt worden. Flügge betreut das Dezernat II mit den Fachbereichen FB 3 (Recht, Sicherheit und Ordnung), FB 7 (Umwelt und Technik) sowie den FB 10 (Feuerwehr und Rettungsdienst). 

+ Anzeige +

„Angesichts der immensen Aufgabenvielfalt und der in den letzten Jahren noch einmal massiv gestiegenen Anforderungen an die Verwaltung bin ich der Auffassung, dass auf ein drittes Dezernat nicht verzichtet werden kann.“ schreibt Bürgermeister Frank Stein hierzu in einer Mitteilung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Mittlerweile entschied Bürgermeister Stein, die Aufgaben des Dezernats II kommissarisch dem Fachbereichsleiter des FB 7, Herrn Stephan Dekker, zu übertragen. 

Mehr zum Thema

Der dritte Dezernent fehlt

Bergisch Gladbachs Verwaltungsspitze besteht aus drei Dezernenten. Und alle drei werden dringend benötigt, sagt Bürgermeister Frank Stein. Allerdings muss er seit Monaten auf einen der drei Wahlbeamten verzichten – und bis zur Kommunalwahl im Herbst 2025 besteht offenbar auch keine Chance auf eine Neubesetzung. Daher soll die Stelle nun kommissarisch besetzt werden; aus dem Bestand.

„Wir teilen die Ansicht des Bürgermeisters vollumfänglich. Der Arbeitsaufwand in der Verwaltungsspitze ist mit den verbleibenden zwei Beigeordneten Thore Eggert und Ragnar Migenda allein nicht zu schaffen. Die Auswahl von Stephan Dekker ist ebenfalls zu begrüßen, da er zweifelsohne die persönliche und fachliche Eignung mitbringt“, stimmt Dr. Michael Metten, Vorsitzender der CDU-Fraktion, zu.

„Um eine kontinuierliche Verwaltungsführung zu gewährleisten, sollte die Stelle des vakanten Beigeordneten nicht nur kommissarisch besetzt werden, sondern schnellstmöglich regulär ausgeschrieben werden. So sieht es auch die Gemeindeordnung vor. Eine fast zwei Jahre lange Hängepartie bis nach der Kommunalwahl muss mit Blick auf die Vielzahl an Herausforderungen in der Stadt unbedingt vermieden werden. Die Befürchtung, dass sich derzeit keine geeigneten Bewerber finden, teilen wir nicht. Mit Stephan Dekker stünde sicherlich mindestens ein Bewerber zur Verfügung, der alle notwendigen Voraussetzungen mehr als erfüllt – wie ihm nicht nur der Bürgermeister ausdrücklich attestiert hat.“

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Nun soll mit der Nachfolge von Herrn Flügge die dritte politische Stelle (neben dem Bürgermeister), der dritte Beigeordnete, offenbar fest eingerichtet werden. Wenn es nach der CDU geht.

    Bis vor Kurzem haben in Bergisch Gladbach noch zwei Beigeordnete ausgereicht.

    Während die Bürgerschaft zunehmend Sorge hat, ihr Geld für das tägliche Leben zusammenzuhalten, soll ein großer politischer Überbau ihnen lieb und – vor allem – teuer bleiben.

    Man mag ahnen, dass nach der CDU-Stelle die vierte politische Beigeordnetenstelle (für die SPD) bald in Sichtweite gerät.

    Es ist gar nicht so lange her, dass in Bergisch Gladbach über die Stärkung der Fachbereichsleitungen gesprochen wurde anstelle des Aufbaus von Beigeordneten.

    Das wäre eine Richtung, die der Leistungsfähigkeit unserer Stadtverwaltung und damit der Bürgerschaft eher zu Gute käme als der Wunsch der CDU.

    1. Man sollte stets bedenken, wie viele Arbeitsplätze in der privaten Wirtschaft entstehen müssen für einen neuen aus steuern finanzierten Verwaltungs-Arbeitsplatz. Wie ist das Verhältnis bei einem Beigeordneten? Ca. 1:10?

      In Zeiten von Fachkräftemangel und möglicher Rezession sollte es eigentlich eher das Bestreben der Politik sein, die Anzahl zu reduzieren, statt aufzubauen.

  2. Ich dachte zuerst, ich hätte mich verlesen oder wir haben den 1. April. Ich erinnere mich noch genau daran, wie die CDU damals gegen die Stelle eines dritten Beigeordneten gewettert hat. Überhaupt nicht notwendig, die hohen Kosten und so weiter und so fort. Aber damals ging es ja auch um einen “grünen” Beigeordneten. Und jetzt, da der Posten mit einem CDU-Mann besetzt werden kann, schließt sie sich der Meinung des Bürgermeisters auf einmal an. Dabei würde eine kommissarische Lösung doch gerade Geld sparen, und Geld sparen ist doch eines der Hauptargumente die die CDU ins Feld führt, gerade wenn es um Stellen der Verwaltung geht… Da kann sich also jeder selbst seinen Teil denken.