FDP-Fraktionschefin Dorothee Wasmuth. Foto: Thomas Merkenich

Die Liberalen begrüßen die Konzentration aller Aufgaben in Sachen Mobilität in einem Fachbereich und hoffen, dass die Verkehrswende in Bergisch Gladbach endlich Fahrt aufnimmt. Sie befürchten aber, dass der verantwortliche Beigeordnete Ragnar Migenda für seine weitere Verantwortung in den Bereichen Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales nicht mehr genügend Zeit hat – und regen eine Neuverteilung an.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der FDP

+ Anzeige +

Die FDP nimmt die Neuorganisation des Mobilitätsbereiches der Stadtverwaltung mit Interesse zur Kenntnis. Die sich hieraus ergebenden Synergien sollen dafür sorgen, dass in Zukunft eine effizientere Prozessgestaltung und damit auch eine schnellere Umsetzung von Neuerungen insbesondere im Bereich Straßenverkehr möglich ist, hofft der Bürgermeister.

Dieser Hoffnung schließen sich die Freien Demokraten ausdrücklich an, mit der Erwartung, dass die Mobilitätswende nun endlich und nachhaltig Fahrt aufnimmt. 

„Wir stellen uns allerdings gerade unter dem Aspekt Synergien die Frage, inwieweit nach dem Willen des Bürgermeisters die anderen ebenfalls im Zuständigkeitsbereich des Beigeordneten Migenda angesiedelten Bereiche wie Bildung, Schule, Kultur, Sport sowie Jugend und Soziales neben dem Schwerpunkt-Thema „Mobilität“ zu einem Schattendasein verurteilt werden sollen“, so Dorothee Wasmuth, Fraktionsvorsitzende der FDP.

Die Mobilitätswende in Bergisch Gladbach wird die Ressourcen von Herrn Migenda, der von Haus aus Architekt ist, so stark in Anspruch nehmen, dass für die anderen ebenfalls sehr zeitintensiven Bereiche eine qualitative Weiterentwicklung kaum mehr möglich ist.

„Deshalb fordern wir, diese Art der Aufgabenhäufung auf den Prüfstand zu stellen und einzelne Fachbereiche wie Schule-Kultur-Sport oder Jugend und Soziales anderen Beigeordneten zuzuweisen.“

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ich bin ja selten einer Meinung mit der FDP, aber in diesem Fall kann ich die kritischen Anmerkungen durchaus nachvollziehen.

    Die Stadt Bergisch Gladbach hatte mal einen Baudezernenten, der aber nach der Einführung der politischen Ampel einen Großteil seiner Bau-Aufgaben verloren hat. Seitdem war die Aufgaben des Bauderzernenten gepägt von Ordnung und Sicherheit/Feuerwehr, sowie Umwelt.

    Stattdessen kam der sog. Super-Dezernent der on Top auch noch den Bereich Jugend, Soziales und Kultur bekommen hat.

    Was hat die Ampel gebracht? Neue Dezerneten, passend für die 3 Farben der Ampel
    und sehr zergliederte Aufgabengebiete. Meines Erachtens scheinen die fachlichen Kompetenzen in den Hintergrund gerückt zu sein. Schuster bleib bei deinen Leistungen fällt mir da als erstes ein! Es erweckt sich mir der Eindruck, dass eher politische Interessen der Grund für die Verteilung der Fachbereiche war.

    1. Selbstverständlich wird die Organisation der Dezernate durch politische Interessen bestimmt! Anders lässt es sich z.B. nicht erklären, dass der rechtlich geprägte Fachbereich 3 – Recht, Sicherheit und Ordnung nicht dem einzigen Juristen unter den Dezernenten (Herrn Eggert) zugeordnet ist. Auch eine dezernatsmäßige Trennung der eng kooperierenden Fachbereiche 4 – Bildung, Kultur, Schule, Sport und 8 – Immobilienbetrieb kann nur politische Gründe haben, da sie die alltägliche (Zusammen-)Arbeit erschwert.
      Bleibt zu hoffen, dass nach der Kommunalwahl im Herbst 2025 wieder Vernunft einkehrt!