Das Stadtzentrum von Bergisch Gladbach steht vor radikalen Veränderungen, voran getrieben vom Umbau des Zanders-Areals und dem Ausbau der S-Bahn. Nun legt die Stadtplanung unter Leitung des Beigeordneten Ragnar Migenda einen aktualisierten Rahmenplan mit drei relativ konkreten Vorschlägen und weiteren 20 Teilprojekten vor. Präsentiert werden einige „Zukunftsbilder“ und ein paar Überraschungen – zum Beispiel für die alten Stadthäuser. Und ein Hochhaus.
Text: Georg Watzlawek. Fotos: Thomas Merkenich
Erst im Mai hatte die Stadtverwaltung einen umfangreichen „Sachstand und Verknüpfung der städtebaulichen Projekte Stadtmitte und Zanders“ vorgelegt, für die nächste Sitzung des Planungsausschusses kommt der zuständige Fachbereich jetzt mit konkreten Vorschlägen um die Ecke, die es in sich haben. Auf 72 Seiten blättern die Mitarbeiterinnen des Beigeordneten Ragnar Migenda eine Perspektive für die gesamte Innenstadt Bergisch Gladbachs und rund 20 einzelne, zum Teil sehr große Projekte auf. Dazu liefern sie erste „Zukunftsbilder“ und eine klare Priorisierung.
Die Stadt spricht von „Impulsen“ und einem „wegweisenden Beschlussvorschlag“, die Migendas Ägide entstanden seien.
Konkret bittet die Stadtverwaltung den Stadtrat zwar zunächst nur um eine Kenntnisnahme der Pläne. Aber gleichzeitig auch um die Zustimmung zur vorgeschlagenen Priorisierung, zu den Leitideen für das Bahnhofsumfeld, für die alten Stadthäuser sowie für die sogenannten „Stadtkanten“ an der Gohrsmühle.
Ein mutiger Vorstoß, angesichts der Tatsache, dass die von Grünen und SPD getragene Spitze der Stadtverwaltung keine eigene Mehrheit im Stadtrat hat und in einem Jahr Neuwahlen anstehen. Und ein umfangreicher Vorstoß – den wir im folgenden ein Stück weit aufbereiten.
… bündelt vielfältige städtbauliche Ziele in Abhängigkeit von der Machbarkeit und soll eine „übersichtliche Grundlage für städtebauliche Projektentwicklungen in der Stadtmitte“ darstellen. Sie war 2008 für die Regionale 2010 zum ersten Mal aufgestellt und zuletzt 2015 überarbeitet worden. Eine Projekte sind erledigt worden, mit dem S-11-Ausbau und Zanders kommen jetzt ganz neue Rahmenbedingungen – und Potenziale hinzu. Daher gibt es nur einen Rahmenplan 2.0. Die Stadt versteht ihn nicht als abgeschlossenes Werk, sondern als sich dynamisch entwickelnde „Loseblattsammlung“. Den aktuellen Stand dokumentieren wir unten.
Hintergrund: Die informelle Rahmenplanung …
Der Grund, warum sich die Stadt mit Hochdruck um eine „Rahmeplanung 2.0“ zur Neuordnung der Innenstadt kümmern muss, ist klar: Mit der Konversion des Zanders-Areals (3000 Arbeitsplätze, 3000 Bewohner:innen) und dem Bau des zweiten S-Bahn-Gleises verschiebt sich das gesamte (Verkehrs-)Gefüge. Großprojekte wie der Leerzug der Stadthäuser oder die Sanierung der Stadtbibliothek kommen hinzu.
Mehr als 20 Projekte hat die Stadt identifiziert, drei davon – so steht es in der Beschlussvorlage – sollten nach Meinung der Verwaltung vorrangig bearbeitet werden: Das Bahnhofsumfeld, die alten Stadthäuser und daran angrenzend die „Stadtkanten“ an der Gohrsmühle.

Stadthäuser: Aufwertung statt Abriss
Bei den alten Stadthäusern ist derzeit am meisten Bewegung. Lange war geplant, die beiden riesigen Gebäude aus den 1950er Jahren nach dem Umzug der dort angesiedelten Verwaltungsabteilung in das ehemalige AOK-Gebäude (bis Mitte 2026) abzureißen. Das Kalkül dahinter: die Grundstücke mitten in der Stadt lassen sich für viel Geld an private Investoren verkaufen, die dort neu und noch größer bauen. Ein Kino, Wohnungen, was auch immer.
Dagegen hatten Denkmalschützer und der Geschichtsverein argumentiert, und auch in der Stadtverwaltung hat das Argument der Ressourcenknappheit zu einem Umdenken geführt. Jeder Kubikmeter Beton, der nicht abgerissen werden muss, ist gut für die Umweltbilanz.





Die Stadthäuser aus den 1950er Jahren sind stark sanierungsbedürfig; jetzt soll ein Ausbau und neue Nutzung geprüft werden. Fotos: Thomas Merkenich
In der Vorlage formuliert die Verwaltung nun das Ziel, „die Gebäude bzw. die baulichen Grundstrukturen im Sinne des Ressourcenschutzes (zu) erhalten und umnutzen / umbauen“. Eine Machbarkeitsstudie soll dafür Argumente liefern, oder doch für die Alternative „Neubau nach Maßgaben des nachhaltigen, ressourcenarmen und zirkulären Bauens)“.
Die Gebäude sollen als attraktives Entree zur Stadtmitte und als Scharnier zum Zandersgelände dienen sowie zur Belebung der Innenstadt beitragen – und dann möglichst auch noch für das Stadtsäckel gewinnbringend vermarktet werden.
Wichtig ist dabei, dass die Gebäude einerseits gegenüber der Villa Zanders und am Marktplatz liegen, andererseits aber auch gegenüber des Bereichs des Zanders-Areals, der für einen neuen Bildungsstandort vorgesehen ist. Ein „Brückenschlag“ über die vierspurige Straße „An der Gohrsmühle“ wird daher mitgedacht.
Eine neue Nutzung der alten Gebäude stellt die Stadt als Leitlinie dar (sofern technisch und wirtschaftlich möglich). U.a. muss geklärt werden, ob und wie das dort untergebrachte Rechenzentrum der Stadt verlagert werden kann. Zudem soll mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke geredet werden.
Erst danach könnte ein Ideen- und Gestaltungswettbewerb starten, heißt es in der Vorlage – der dann in einen politischen Beschluss mündet.

Im Vorgriff auf einen Wettwerb zeigen die städtischen Planer ein paar eigene, noch recht vage Skizzen. Demnach könnten Teile der Gebäude aufgestockt werden (zum Beispiel für eine „Skybar“. Der Parkplatz zum Kreisverkehr hin ist in diesen Skizzen komplett überbaut.
Zerklüfftete Stadtkanten
Eng verbunden mit den Stadthäusern sind die sich anschließenden Grundstücke entlang der Gohrsmühle bis zum Driescher Kreisel – die seit Jahrzehnten als zerklüfftete und hochversiegelte Parkplätze genutzt werden. Eine verschachtelte Eigentümerschaft dieser „Stadtkanten“ hat bislang immer verhindert, dass diese so gut sichtbare Rückseite der Hauptstraße besser und ansehnlicher genutzt wird.


Bislang sind die „Stadtkanten“ nur trostlose Parkplätze. Fotos: Thomas Merkenich
Als Leitidee formuliert die Verwaltung für diese Grundstücke jetzt eine aufgelockerte und attraktive Gestaltung. Die Interessen der Eigentümer sollen durch flächensparende „Parkierungskonzepte“ (also Tiefgaragen oder Parkhäuser) gewahrt werden.
Durch eine Teilentsiegelung soll eine schattenspendene Begrünung möglich werden. Der Fuß- und Radverkehr könnte womöglich über eine neue Brücke auf das Zanders-Areal, zum Bildungscampus und der dort künftig offenen Strunde gelangen.



Das Postgrundstück mit seinen großen Flächen liegt weitgehend brach. Fotos: Thomas Merkenich
Das angrenzende (und ebenfalls stark untergenutzte) Gelände der Post gehört der Stadt und stehe für eine „Überplanung“ zur Verfügung. Bei den vielen anderen Eigentümern können die Stadt nur eine „unterstützende und beratende Rolle“ spielen, schränkt die Vorlage ein.


Mit Bäumen auch auf der Innenstadtseite soll die Gohrsmühle grüner werden (Skizze links, hinten links die Einfahrt in den Tunnel). Die Skizze rechts deutet die Verlängerung der Stadthäuser an, sowie eine Fuß-/Rad-Brücke. Quelle: Vorlage 398/Ratsinformationssystem
Bei den Stadtkanten schlägt die Stadt daher vor, zunächst diese Gespräche zu beginnen und dann zu prüfen, ob für die Entwicklung Fördertöpfe zur Verfügung stehen.






Am Bahnhof reden viele mit
Besonders komplex ist die Gestaltung des Areals rund um den Bahnhof – weil hier die Stadt alles andere als frei walten und schalten kann. Dort baut die Bahn mit dem zweiten S-Bahn-Gleis gleich eine ganze Reihe von neuen Bahnsteigen, und ist in der Abstimmung mit den städtischen Interessen offenbar ziemlich durchsetzungsstart.
So gehört das Kopfgrundstück und der Bereich entlang der Jakobstraße zwar der Stadt, sie werden in Teilen aber vorerst von der Bahn für ihre Baustelleneinrichtung beansprucht.
Über die Nutzung der seit 2021 leerstehenden RheinBerg Passage schweigt sich der (womöglich insolvente) Eigentümer aus. Auch der Umbau der Paffrather Straße und eine neue Idee für die Stationsstraße spielen hier eine Rolle.
Einen guten Überblick über das gesamte Bahnhofsumfeld und seine Entwicklung in den vergangenen Jahren erlaubt unsere virtuelle Zeitreise in 360-Grad:
Grundsätzlich soll der Bahnhof zu einem modernen, vielschichtigen Mobilitätshub (Umsteigepunkt zwischen Autoverkehr und ÖPNV mit Bus und Bahn, Fahrradmobilität, Car-Sharing und E-Ladestation) ausgebaut werden. Auch er soll als „angemessenes Entree“ in die Stadt dienen. Die städtische Grundstücke, so heißt es in der Vorlage, sollen ausgeschrieben und auf Basis der eingereichten Konzepte verkauft werden.
Weitere wichtige Elemente müssen zunächst geprüft werden. So denke die Stadt jetzt nach über eine „multifunktionalen Unterführung zwischen Stationsstraße und Jakobstraße, welche die Bahnsteige von Süden erschließt, Fahrradparken integriert und das Kiss & Ride sinnvoll anbindet.“
Auch eine Erweiterung des Busbahnhofs und der Ausbau der Radstation werden als Optionen genannt, die weiter geprüft werden sollen.
Am Bahnhof wagen die Städteplaner aber auch zwei herausragende Vorschläge:
- Auf dem Kopfgrundstück könnte (wie ursprünglich mit dem Stadthaus geplant) ein „Solitär“ gebaut werden. In den Skizzen sind zudem Gebäude entlang der Jakobstraße zu sehen, die ebenfalls den alten Plänen ähneln.
- Am anderen Ende des Areals, am Driescher Kreisel (etwa wo heute die Radstation steht) bringen die Planer eine „städtebauliche Landmarke“ ins Spiel – also ein Hochhaus. Das wäre dann verbunden mit der Neuordnung des Driescher Kreisels – womit ein weiterer prominenter Eingang zur Innenstadt und dem Zanders-Areals entstehen würde.
Das sind jedoch Pläne, die weit in die Zukunft weisen – denn zunächst müssen S-Bahngleis und Bahnhof erweitert werden – wofür es nach wie vor keinen klaren Zeitplan gibt. Zudem warnen die Planer vorsorglich, dass die sicherlich teure Unterführung womöglich nicht von der Bahn (mit-)finanziert werde.
Dennoch drängt die Verwaltung auf eine möglichst rasche Entscheidung über die Unterführung – damit sie noch in die Planung der Bahn eingebracht werden kann. Darauf aufbauend könne dann ein Verkehrskonzept für die ganze Innenstadt erarbeitet werden. Aber auch die Pläne für das sogenannte Gleisdreieck (Am Kuhlerbusch) oder den alten Bahndamm hängen davon ab.
Wichtige Entscheidungen im Stadtrat
Damit kommen auf den Stadtrat einige wichtige Entscheidungen zu, das Stadtbild auf viele Jahrzehnte prägen und daher wohl nur mit einer breiten Mehrheit getroffen werden können. Und auf die Stadtplaner eine großer Haufen Arbeit – die sie sortiert nach Dringlichkeit und Relevanz angehen will.
Was das heißt, lässt sich an diesem Diagramm ablesen – das zudem anzeigt, ob die Stadt das Heft des Handelns überhaupt in der Hand hält. Aktut ist es im Quadranten oben links – wo sich die eigenen Stadthäuser und die Stadtbibliothek finden, aber auch die private RheinBerg Passage sowie die von der Bahn abhängigen Vorhaben.

Insgesamt werden 20 Projekte aufgeführt. Bei vielen ist der Status jedoch „offen“, in der Rubrik Planungshorizont steht häufig „ungewiss“.
- Gleisdreieck
- Bahnhof / Brachflächen und Kopfgrundstück
- Brückenschläge
- Postgrundstück
- Alte Stadthäuser / Stadteingang Süd
- Konrad-Adenauer-Platz
- Arrondierung Forum-Park
- „forum“ / Stadtbibliothek
- Grüne Ladenstraße
- Buchmühle Süd
- Parkdeck Schnabelsmühle
- Parkplatz Fronhof
- Untere Hauptstraße
- Buchmühle Nord
- RheinBerg Passage
- Stadtkanten An der Gohrsmühle
- Gasthaus Paas
- LoewenCenter
- Areal Stationsstraße / Poststraße
- Areal Röntgenstraße
Diese Vorhaben werden von der Stadtplanung in einer „Loseblattsammlung“ von Steckbriefen erläutert, die wir unten dokumentieren. Zum Beispiel soll – relativ rasch – für die Grüne Ladenstraße ein Konzept für die Gastronomie sowie für innovative Zwischennutzungen erstellt werden.
Wir hatten viele der Projekte zudem in diesem Beitrag bereits vorgestellt.
Dokumentation
Die Beschlussvorlage im Wortlaut
Stadtplanung 2.0 und Loseblattsammlung


Puh, ganz schön viel, was da gedacht und geplant wird. Hört und liest sich auch alles interessant an. Nur ist Denken und Planen immer einfacher als das Machen. Deshalb entsteht der Eindruck, es entstehen immer mehr Ideen, aber keine wird einfach mal angepackt und umgesetzt. Ich weiß, das ist nicht einfach. Aber wenn man nicht anfängt, an einem Punkt einfach mal Fakten zu schaffen und damit auch Fakten für die umliegenden Planungen und Ideen, dann wird das ganze Vorhaben nie etwas und wird nur von einer Legislaturperiode zur nächsten diskutiert, um dann neue Ideen von neuen Verantwortlichen mit neuen Blickwinkeln auf die Dringlichkeit zu denken und zu planen.
Ich bin mir sicher, dass dieses Thema bereits diskutiert wurde, und ich weiß, dass der Kauf des verlassenen Einkaufszentrums sehr teuer ist, aber ich würde gerne wissen, was ihr von dieser Idee haltet, wenn es euch nichts ausmacht:
Als Einwohner von Bergisch Gladbach sehe ich täglich, dass im Bereich des Bahnhofs zahlreiche Busse ein- und ausfahren und Autos versuchen, eine Parkmöglichkeit in der Nähe des Bahnhofs zu finden. Wie wäre es, wenn auf dem Gelände des aufgelassenen Einkaufszentrums ein großer und ordentlicher zentraler Busbahnhof, sowie eine Erweiterung des P+R-Parkplatzes auch zur temporären Nutzung geschaffen würde? Dadurch würde der Bereich, in dem sich die Busse derzeit befinden, als Fußgänger- und Geschäftszone oder als eine Art Entlastung für den Autoverkehr innerhalb der Stadt genutzt, und der direkte Ein- und Ausfahrt der Busse würde von einer anderen Seite auf bequemere und effizientere Weise erfolgen, wobei an die Fußgänger und deren Sicherheit gedacht würde.
Gut, dass hinsichtlich der Stadthäuser ein Umdenken stattfindet und diese nun (vermutlich/ hoffentlich) saniert und umgenutzt werden sollen. Weniger gut ist die Idee, den davorliegenden Parkplatz zu überbauen. Damit würde die original-Architektur weitgehend verdeckt und eine zusammengestückelte Riesenfassade geschaffen (s. Skizze). Stattdessen sollte die Fläche entsiegelt und begrünt werden, als quasi-Fortsetzung des gegenüberliegenden Parks.
Eine Brücke über die Gohrsmühle – bitte nicht. Für Fußgänger und Radfahrende wäre das die mit Abstand unattraktivste Querungsform und würde die Trennwirkung der vierspurigen Straße noch weiter verschärfen.
Aber ob von den vielen ‘Plänen’ tatsächlich irgendetwas umgesetzt wird? Abwarten…
“Das Kalkül dahinter: die Grundstücke mitten in der Stadt lassen sich für viel Geld an private Investoren verkaufen, die dort neu und noch größer bauen. Ein Kino, Wohnungen, was auch immer.”
Die ehemalige Rheinberg-Passage ist ein schönes Beispiel dafür, wie gut so etwas klappt und wie sehr man sich auf die hochtrabenden Pläne von “Investoren” verlassen kann. Es ist sicher die bessere Wahl, die bestehenden Gebäude zu sanieren, bevor sie doch nur Abgerissen und Parkplätze daraus gemacht werden.
Apropos Entwicklung der Infrastruktur: Wann kommt Bergisch Gladbach eigentlich im 21 Jahrhundert an und bietet seinen Bürgern Glasfaseranschlüsse? Die Erneuerung der Paffrather Straße wäre zum Beispiel ein guter Zeitpunkt dafür gewesen, passende Rohre einzuziehen, der zumindest im oberen Teil verschlafen wurde.
Vom zweiten Bahngleis wage ich schon gar nicht mehr zu träumen, das für Pendler so dringend nötig wäre, aber in Anbetracht der finanziellen Lage der Bahn wohl noch weitere Jahrzehnte auf sich warten lässt. Mittlerweile gleicht die tägliche S-Bahnfahrt nach Köln einem Glücksspiel.
Insgesamt: Ja, tolle Pläne, und es ist wichtig, Ziele zu haben. Aber wenn ich anschaue, wie die Lebensqualität in Bergisch Gladbach in den letzten Jahren abgenommen hat, brauchen wir eher Verbesserungen, die nicht nur auf dem Papier stehen.
Kommunen bieten nie Glasfaseranschlüsse an. Sie sind zwar nach dem Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) verpflichtet, bei Neuerschließungen von Wohngebieten sowie bei im Wortsinne tiefgehenden Straßensanierungen entsprechende Leerrohre mitverlegen zu lassen (was bei der Paffrather Straße durchaus geschehen sein kann – oder haben Sie bei allen Bauphasen daneben gestanden?), aber auch das wäre nur die passive Infrastruktur. Für alles weitere wie Leitungen, Abzweigungen zu Gebäuden, Herstellung der Hausanschlüsse etc. pp wäre dann ein Telekommunikationsanbieter gefragt, in dessen Ausbauplanung das Gebiet passt.
Und letzteres ist der aufwendigere Schritt. Wenn sich ein Anbieter entschließt, Glasfaser bereitzustellen, dann wird er sich sowieso nicht auf Straßen mit Leerrohren beschränken oder darauf warten, bis Leerrohre liegen, sondern er kann mit Techniken wie Micro-Trenching seine Leitungen auch ohne städtische Rohre sehr schnell unter die Erde bringen.
….puuuuh, was für ein Bericht!
Vielleicht sollte die Stadt nicht nur Pläne (Fisionen) machen sondern einfach mal anfangen… wie toll wäre es den K.A.Platz mit einem Kino zu beleben…Es wird immer nur “geplant”…einfach mal machen.
Die Stadt Bergisch Gladbach hat m.E. viel Potential für die Jugend attraktiv zu werden… gerne möchte ich die Verantwortlichen auffordern endlich zu handeln und unsere Stadt attraktiv (zukunftsorientiert) zu gestalten … nicht diskutieren…sondern endlich mal handeln!!! Looooooos!!!!
m.E. wird man eine Verbindung der Innenstadt mit dem Zanders Areal durch eine Brücke niemals hinbekommen, es wird immer durch eine 4-spurige Straße getrennt sein, um eine symbiontische Beziehung der “Stadtteile” zu verwirklichen muss die Straße unter die Erde (was dort ja schon teilweise der Fall ist) und da wo jetzt der Straßenverlauf ist eine verkehrsberuhigte “Fußgängerzone” errichtet werden. Ist optisch wesentlich schöner und macht aus zwei “Stadtteilen” einen!
Persönlich würde ich mich ja immer noch sehr drüber freuen wenn ggf. die Stadt die RheinBerg Passage kaufen und anschließend an einen Vollsortimenter verpachten würde. Neben Kaufland, der zumindest akustisch weiterhin oft das Ambiente einer Kita bietet, gibt es keine wirkliche Alternative, der Rewe City in der Hauptstraße gelangt zudem oft ans Limit einer sinnvollen Kundenauslastung da er der Nachfrage nicht mehr wirklich gewachsen ist.
Die Stadt hat sich insbesondere wohnbaulich in der Innenstadt in den letzten Jahren sichtbar verändert, nur die restliche Infrastruktur hat m. E. nicht wirklich mitgezogen.
Den Aldi in der Galerie sollte man nicht vergessen. Ansonsten stimme ich zu. Was auch immer, irgendwas muss mir diesem Gebäude passieren. Jetzt, wo die direkte Umgebung richtig schick gemacht wird, sollte das doch auch einfacher darzustellen sein.