Eine Szene aus der Abschlusspräsentation. Fotos: Helga Niekammer

Am Ende der kreativen Workshop-Woche im Krea-Jugendclub stand eine großartige Abschluss-Show – und eine positive Bilanz. Die Jugendlichen erlebten in den fünf Tagen, wie sie durch ihr eigenes Schaffen und Handeln etwas bewirken können, sei es allein oder im Team. 

„Ihr habt in der Woche Großartiges erschaffen“, sagt Sigrid Brenner (Leitung Krea und Krea-Jugendclub) zum Auftakt der Abschlusspräsentation des Ferienprojektes „Roots & Routes“. Sie reflektiert: Was gab es denn alles? Was wurde alles „Created“ (geschaffen)?

Es waren wunderbare Songs, zu denen die Texte selbst geschrieben wurden. Beats wurden gesetzt, es wurde getanzt, Choreographien eingeübt, Videos gedreht, Graffitis gemacht. Und an die Eltern gehen diese schönen Worte: Sie können richtig stolz sein auf ihre Kinder“, auf das was sie umgesetzt haben.“

Die Abschlusspräsentation der Workshop-Ergebnisse fand am 26. Oktober mit vielen Gästen auf der Bühne der Freien Waldorfschule in Refrath statt. Es war eine sprudelnd, lebendige Show die Lebensfreude vermittelte – die Hoffnung auf Frieden und Glück stärkte.

Es ist großartig zu sehen, wie die jungen Menschen es schafften auf sich aufzupassen, sich zu unterstützen. Doch das Thema geht weit über das künstlerische Schaffen hinaus: Das Projekt betont vielmehr die Bedeutung von Selbstwirksamkeit. Die Jugendlichen erleben in den fünf Tagen, wie sie durch ihr eigenes Schaffen und Handeln etwas bewirken können, sei es allein oder im Team.

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„Create!“: Wenn kreative Ideen lebendig werden

In der heutigen hektischen Zeit fühlen sich viele Menschen überfordert, auch junge Menschen. Ihnen zu zeigen, dass sie die Gesellschaft positiv verändern, dass sie ihr Leben und Miteinander aktiv mitgestalten können, hat sich der Krea-Jugendclub vorgenommen: In den Herbstferien setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Motto „Create!“ auseinander und entdecken dabei ihre Kreativität. Die Ergebnisse werden am Samstag präsentiert.

Dabei steht nicht nur das Ziel im Vordergrund, einen gelungenen Song oder eine stimmige  Tanzperformance zu kreieren. Ebenso wichtig ist das gemeinsame Erleben und der Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls, geprägt von Achtsamkeit und gegenseitigem Respekt.

In diesem Zusammenhang ist der nachfolgende Satz von Coach J.J.-Da Costa (Johannes da Costa) sehr schön, er lautet: „Ihr habt in dieser Woche die Welt ein bisschen besser gemacht“. 

Abschließend erinnerte Sigrid Brenner an die Künstlerin und Friedensaktivistin Käthe Kollwitz. Sie hat 1922 in ihr Tagebuch geschrieben: Ich möchte wirken in dieser Zeit, in der die Menschen ratlos sind. Dieser Funke, so die Hoffnung, sollte überspringen, helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Die flotte Truppe (der Jüngste war 11 Jahre alt, der älteste Teilnehmer 25) haben unterschiedliche kulturelle Wurzeln, kommen von überall auf der Welt. Stark, dass alles so super funktionierte, denn einige der Jungen und Mädchen standen als absolute Anfänger auf der Bühne, gemeinsam mit total Fortgeschrittenen. 

Unterstützt wurde das Ferienprojekt (36 Teilnehmer), von zwei Gästen aus Liverpool, Rapper und Sänger sowie einem Gitarristen aus Florenz, der mit virtuosen Sound begeisterte. Ebenso viel Applaus gab es für die rockigen Nummern, flotten Hip-Hop-Sound und ein phantastisches,  positives Finale, präsentiert vom gesamten Team vor wechselnden Video-Szenen.

Umsetzung: Krea-Jugendclub, Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V. mit Sitz in Refrath, An der Wolfsmaar 11 – www.krea-jugendclub.de, Gefördert wird dieses Projekt durch das Landesjugendamt des LVR Rheinland.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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