Fotos: Helga Niekammer

Die Osterferien verwandelten den Krea-Jugendclub und die Kreativitätsschule einmal mehr in einen pulsierenden Ort voller Fantasie, Entdeckergeist und schöpferischer Energie. Schon in der ersten Ferienwoche begaben sich Kinder und Jugendliche auf eine spannende Reise durch die Klimarallye – eine Woche, in der Wissen lebendig wurde und Nachhaltigkeit greifbar.

Parallel dazu entfaltete sich im Projekt „Strange Girls“ eine ganz eigene, farbenreiche Welt der Fotokunst, in der junge Künstlerinnen ihren Blick auf sich selbst und ihre Umgebung kreativ in Szene setzten. Und im Atelierraum der alten Schule an der Wolfsmaar in Refrath öffnete die „Offene Ferienwerkstatt“ ihre Türen – ein Ort, an dem Ideen wuchsen, Formen annahmen und zu kleinen Kunstwerken erblühten.

Klimarallye – Eine Reise in die Zukunft unserer Erde

Zwölf Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren tauchten eine Woche lang in die faszinierende Welt von Klima und Nachhaltigkeit ein. Gemeinsam mit der Stabsstelle Wärmeplanung, Klimaschutz und -anpassung der Stadt Bergisch Gladbach entstand ein vielseitiges Programm, das zum Mitdenken, Mitfühlen und Mitgestalten einlud.

Der Auftakt stand im Zeichen bewusster Ernährung: Mit Neugier und Offenheit setzten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Lebensmittelverschwendung, regionalem Einkauf und Mindesthaltbarkeitsdaten auseinander. Besonders eindrücklich wurde es beim Besuch der Foodsharing-Station sowie beim gemeinsamen Einkaufen und Kochen – hier wurde Nachhaltigkeit nicht nur erklärt, sondern gelebt.

Ein inspirierender Höhepunkt war der Besuch von Ragnar Migenda, Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach. In einem lebendigen Austausch beantwortete er die Fragen der Kinder und eröffnete ihnen spannende Einblicke in die Welt von Klimaschutz und Stadtentwicklung.

Am zweiten Tag führte die Rallye hinaus in die Natur: Zwischen raschelnden Blättern und frischem Grün entdeckten die Kinder spielerisch die Geheimnisse von Pflanzen, Photosynthese und biologischer Vielfalt. Digitale Anwendungen unterstützten dabei, das Erlebte noch anschaulicher zu machen. Der dritte Tag widmete sich den Kräften der Zukunft – den erneuerbaren Energien. Mit Experimentierfreude und Kreativität erforschten die Teilnehmenden, wie Energie entsteht und welche Wege es jenseits fossiler Brennstoffe gibt.

Den Abschluss bildete eine Erkundung des Stadtteils Refrath, bei der auch lokale Geschäfte besucht wurden. In einer kleinen Ausstellung präsentierten die Kinder schließlich stolz ihre Ergebnisse, von selbst geschöpftem Papier bis hin zu eigenen Ideen für einen nachhaltigeren Alltag.

Die Projektleitung hatten Andrä Klaukien und Jakob Knopp vom Krea-Jugendclub in Kooperation mit Jaqueline Hemmers, Stabsstelle Wärmeplanung, Klimaschutz und -anpassung der Stadt Bergisch Gladbach. Sie sagen abschließend: Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für Klima- und Umweltthemen zu sensibilisieren und ihnen Raum für eigenes Engagement zu geben.

„Strange Girls“ – Wenn Bilder Geschichten erzählen

Im Projekt „Strange Girls“ öffnete sich für elf Mädchen eine kreative Bühne, auf der sie ihre Sicht auf die Welt in Bildern ausdrücken konnten. Unter der einfühlsamen Leitung von Susanne Heinke, freischaffende Künstlerin und Medienpädagogin, entstanden eindrucksvolle Porträts, fantasievolle Inszenierungen. Die Arbeit mit spannenden Foto-Apps  gab so auch erste Einblicke rund um die digitale Bildbearbeitung.

Ein Fotospaziergang durch den Wald wurde dabei zur Quelle der Inspiration: Licht und Schatten, Perspektiven und Stimmungen verschmolzen zu ausdrucksstarken Naturaufnahmen. Den krönenden Abschluss bildete eine liebevoll gestaltete Ausstellung, bei der Familie und Freunde die Werke der jungen Künstlerinnen bestaunen konnten.

Offene Ferienwerkstatt – Kreativität, die wächst

In den offenen Ferienwerkstätten (Woche 1 und 2), begleitet von Carolyn Gates und Markus Parnow, begaben sich insgesamt 20 Kinder und Jugendliche auf eine experimentierfreudige Reise durch die Welt der Kunst. Mit Farben, Formen und Materialien entstanden Werke, die so vielfältig waren wie ihre Schöpferinnen und Schöpfer selbst.

Von großformatigen Leinwandporträts über fantasievolle Skulpturen bis hin zu liebevoll gestalteten kleinen Büchern voller persönlicher Geschichten – die Ergebnisse zeigten eindrucksvoll, wie viel Ausdruckskraft in jungen Händen liegt. 

Bei der Präsentation konnten die Besucherinnen und Besucher mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern ins  Gespräch kommen, Einblicke in die Entstehung einer Skulptur oder Zeichnung bekommen.

Viele Teilnehmende kehrten bereits zum wiederholten Mal zurück, andere betraten erstmals diesen kreativen Raum. Schnell entstand eine offene Gemeinschaft, in der Ideen geteilt, Freundschaften geknüpft und eigene Themen sichtbar gemacht wurden.

Die abschließende Werkschau war nicht nur eine Präsentation, sondern ein lebendiges Zeugnis gemeinsamer Kreativität – und hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.

„Hier geht es nicht um die Schönheit einer Arbeit, ihre Gefälligkeit, betont Markus Parnow bei der Begrüßung der Gäste. Hier geht es darum, was an Gefühlen und Ideen in ein entstandenes Werk einfließt“.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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