Maik Außendorf tritt erneut für die Grünen an. Foto: Thomas Merkenich

Der grüne Bundestagsabgeordnete Maik Außendorf hat in einem internen Brief moniert, dass dem Wirtschaftsausschuss ein Sitzungssaal (der CDU/CSU) zugewiesen worden ist, in dem ein Kreuz hängt. Seine Forderung nach einem „weltanschaulich und religiös neutralen Sitzungssaal“ wird von der Union im Bund und in der Stadt deutlich zurückgewiesen. Außendorf reagiert mit einer knappen Erklärung.

Aufgrund einer Renovierung des Sitzungssaals des Wirtschaftsausschusses soll das Gremium am 6. November im Fraktionssaal der CDU tagen – was bei Maik Außendorf, Abgeordneter der Grünen aus Rhein-Berg, auf Ablehnung stößt. Er habe dort schon einmal mit dem Digitalausschuss getagt – und sich dort mit einem Kreuz konfrontiert gesehen. Daher schrieb Außendorf einen Brief an die Bundestagspräsidentin, der ihm jetzt ein bundesweites Medienecho eingebracht hat.

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„Erst vor Ort wurde mir, anderen Parlamentarier*innen und auch der geladenen Öffentlichkeit damals gewahr, dass dieser Raum nicht den Grundsätzen parlamentsneutraler Arbeit entspricht“, schrieb Außendorf. Der Bundestag sei jedoch ein Ort, „an dem die Vielfalt unserer Gesellschaft abgebildet wird, und in dem alle Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung oder Weltanschauung, gleichberechtigt sind.“ Das sichtbare Kreuz als Symbol einer bestimmten Religionsgemeinschaft widerspreche dem Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche.

Daher solle das Präsidium nun dafür sorgen „dass die kommende Ausschusssitzung in einem weltanschaulich und religiös neutralen Sitzungssaal stattfinden kann“, so Außendorf in dem nach seiner Aussagen internen Schreiben an die Bundestagspräsidentin.

„Wenig Dankbarkeit und Toleranz“

Zunächst griff die Rheinische-Post den Vorgang auf, und befragte den parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion Thorsten Frei. Er wertete Außendorfs Forderung als Zeichen, dass die Dankbarkeit für Gastfreundschaft und Toleranz „bei einigen Grünen“ wenig ausgeprägt sei. Und stellte klar: „Das Kreuz in unserem Fraktionssitzungssaal ist nicht verhandelbar.“

Am Dienstag griffen weitere Medien das Thema auf, die Debatte in den sozialen Medien lief heiß.

Auch die CDU-Bergisch Gladbach reagierte. „Ein solches Verhalten ärgert mich“, kommentiert der Vorsitzende Thomas Hartmann. Es zeige „sehr deutlich, wie es um die Toleranz von Maik Außendorf bestellt ist. Zusätzlich wird damit sichtbar, wie wenig Wissen und Verständnis er für die Tradition und Kultur seiner Heimatregion hat, von Wertschätzung für die maßgebliche Religion in Europa ganz zu schweigen.“

Auch der Fraktionsvorsitzende Michael Metten kritisiert Außendorf: „Er ist zu Gast in den Fraktionsräumen der CDU – und stellt übergriffige Forderungen auf. Das ist an Selbstgerechtigkeit nicht zu überbieten. Bestand das Ziel seiner Aktion nur darin, in die Schlagzeilen zu kommen? Zu den von ihm geforderten Grundsätzen parlamentsneutraler Arbeit gehört vor allem der Respekt vor der Überzeugung anderer Menschen. Da sollte er bei sich selbst mit anfangen.“

„Anfrage weder gegen Union noch Religion gerichtet“

Maik Außendorf reagierte mit einer knappen Mitteilung auf X (früher Twitter):

„In einem internen Brief an die Bundestagspräsidentin habe ich als Ausschuss-Mitglied um einen weltanschaulich/religiös neutralen Raum für die Sitzungen des Wirtschaftsausschusses gebeten. Das war die einzige Intention des Briefes. Sollte meine Anfrage als Angriff verstanden worden sein, tut es mir leid. Sie war weder gegen die Union noch eine Religion gerichtet. Jede Fraktion kann selbstverständlich ihren Sitzungssaal gestalten, wie sie möchte.“


Hinweis der Redaktion: Die Reaktion der Bergisch Gladbacher CDU trafen erst am späten Nachmittag ein; wir haben den ursprünglichen Beitrag ergänzt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Herr Aussendorf nutzt seine religiöse Überzeugung gegen die CDU und zeigt wenig Dankbarkeit gegenüber der Gastfreundschaft gegenüber der CDU. Als „Antichrist“ zeugt es von wenig Verständnis für die Bewohner seines Wahlkreis. Vielleicht hätte ihm seine Ehefrau, die aus einer christlich geprägt Gegend ( Kreis Warendorf bei Münster stammt) mehr christliche Grundwerte vermitteln können. Sie war dort auf einem Gymnasium, wo diese christlichen Grundwert auch ihr Lebensumfeld lange Jahre war. Ich glaube nicht, dass ein zukünftiger Bundestagskandidat der Grünen ein glaubwürdiger Vertreter dieser Partei für das christliche geprägte Rheinisch Bergische Gebiet darstellt. Das möge Herr Aussendorf für sich und seine Partei für seine Kandidatur in diesem Wahlkreis doch nochmal ernsthaft überdenken!!

    1. Huiuiui… jetzt begreife ich es, warum “Die Grünen!” (Seehofer vor Augen) die Hauptgegner der CDU/CSU sind, wenn man schon beim der Forderung nach weltanschaulich neutraler Versammlungsräume als der “Antichrist” angesehen wird. Wahrscheinlich muss man da schon Tief im Gesellschaftsbild der Seniorenunion des Kommentators verankert sein.
      Persönlich stamme ich auch aus einer katholisch geprägten Gegend, wo jedes Zimmer mit Kreuz und Weihwasserbehälter ausgestattet war, aber meine streng gläubige Oma würde sich angesichts der Skandale, gerade im Erzbistum Köln, im Grabe umdrehen.

    2. Hier sind ein paar typische christliche Botschaften: “Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet”, “Wer euch nicht, wenn man euch Unrecht tut”, “schlägt dir jemand auf die eine Wange, biete ihm auch die andere an” oder “liebe deine Feinde wie dich selbst und bete für sie”.

    3. Nicht mal die Hälfte der Bevölkerung des RBK ist Mitglied in einer christlichen Kirche. Vielleicht lassen Sie mal die Kirche im Dorf, auch wenn da eh niemand mehr hingeht.

      1. Hallo Sebastian, ich muss nicht zahlendes Mitglied einer christlichen Kirchengemeinde sein um mich als Christ zu fühlen und danach zu leben. Ich bin getauft, christlich erzogen und aufgewachen und im Erwachsenenalter aus dem “Bund der Kirchensteuerzahler” ausgetreten. Dennoch bin ich durch die Taufe Mitglied der katholischen Kirche. In anderen Ländern gibt es diese Koppelung von Zahlung der Kirchensteuer an eine Mitgliedschaft in der Kirchengemeinschaft nicht. Daran erkennen Sie, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

      2. Natürlich ist die deutsche Gesellschaft allgemein und noch mehr eine ländliche Region wie der RBK christlich geprägt – im Guten wie im Schlechten. Ich bin nur recht empfindlich, wenn mich jemand für die eigenen Lebensweise vereinnahmen will, die mit mir nichts zu tun hat. Ich bin selbst Bewohner des RBK und möchte nicht dafür benutzt werden, eine homogene christliche Bevölkerung zu konstruieren um damit alles links der CDU als “machen wir hier nicht, brauchen wir hier nicht” abzutun.

      3. Anno Nüm und Sebastian haben jeweils teilweise recht und unrecht. Zum einen sind die Kirchensteuerzahler viel zahreicher als die Anzahl der Leute, die wirklich hingehen. Andererseits sind gläubige ausgetreten. Klar, aus dem Taufregister kommt man nicht raus. Aber für die Taufe hat man sich ja mal fast immer selbst aus freien Stücken entschieden (https://www.der-postillon.com/2021/10/taufe.html).

        “Ich bin nur recht empfindlich, wenn mich jemand für die eigenen Lebensweise vereinnahmen will” – so wird es sicher auch vielen gläubigen Christen gehen. Die würden vielleicht nach Mottos wie “wer von Euch ohne Sünde ist, der Werfe den ersten Stein” bei solchen, zugegebenermaßen unklug wirkenden Aktionen eines Bundestagsmitglieds, die Kirche im Dorf lassen.

        Über den Glauben von Herrn Kickuth, Herrn Hartmann oder Herrn Metten kann ich nichts sagen und ich weiß auch nicht, wen sie in ihre Gebete alles einschließen.

    1. Ein sehr fundierter, ausführlich begründeter Kommentar, völlig frei von Vorurteilen und Verallgemeinerungen.

  2. Ich bin jetzt auch kein Fan der organisierten Religion, aber muss man immer gleich aus jeder Mücke einen Elefanten machen?

    Wir haben größere Probleme in diesem Land und auch in unserer Stadt. Mit solchen Nebenkriegsschauplätzen verschwendet Hr. Außendorf nur unnötig seine Energie (und die vieler anderer) und aus meiner Sicht auch Ansehen der Grünen.

    Selbst viele Wähler der Grünen dürfte es vermutlich wichtiger sein, dass die Probleme der Stadt effektiv gelöst werden, als dass wir über soetwas längere Zeit diskutieren müssen.

    Mich würde auch interessieren, in welcher Form das Kreuz Hr. Außendorf daran hindert, seiner Arbeit als Ausschussmitglied ordentlich nachkommen zu können.
    Im Zweifel ist es also ein wahlkampftaktisches Manöver und dieser sind die Bürger inzwischen doch recht müde geworden. Dafür gibt es zu lange zu viel Gezeter auf der Ebene der Bundes-Ampel.

  3. “Installiert der Staat in seinen Einrichtungen religiöse Symbole, liegt religiöse Betätigung des Staates vor, die gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot verstößt”
    “Das Neutralitätsgebot fordert zwar keine strikte Trennung von Staat und Kirche, verbietet dem Staat aber, sich mit einer bestimmten Religion oder Reli­gions­gemeinschaft zu identifizieren. Das Neutralitätsgebot ist ein Identifizierungsverbot. Das ist ständige Rechtsprechung beider Senate des BVerfG, was der 2. Senat in seinem Beschluss vom 14. Januar 2020 zutreffend betont (Rn. 87 f.)”

    https://verfassungsblog.de/fehlverstaendnis-des-neutralitaetsgebots-fuer-den-staat/

    1. Sie übersehen dabei, dass nicht der Staat das Kreuz im Fraktionssaal der Unionsfraktion aufgehängt hat, sondern die Fraktion. Und die ist nun mal kein Staatsorgan.

      1. Wohl aber ist ein parlamentarisches Gremium dort hin ausgewichen, für das Regeln gelten, auf die Aussendorf intern (!) hingewiesen hat. Ein Hinweis an das Präsidium, das mMn auf jeden Fall gründlich sein sollte, alles andere wäre nun wirklich bedenklich. Ohne mit dem Finger zeigen zu wollen, aber Aussendorf einen Hinweis ans Präsidium übel zu nehmen und daraus ein Identität-Politikum zu machen – das ist doch recht dramatisch. Man merkt dass der Ton im Bundestag rauer wird und die CDU RBK zieht scheinbar mit :/

      2. Das macht mich neugierig. Auf welche Regel hat er hingewiesen? Wo ist die Regel nachzulesen?

        Dass auch die hiesige CDU versucht, das auszuschlachten, das war zu erwarten. Die versucht ja inzwischen wohl verzweifelt, noch die kleinste Vorlage in ein Tor zu verwandeln. Das hat ihnen Herr Außendorf mit seinem – um im Bild zu bleiben – Fehlpass allerdings recht einfach gemacht.

  4. Da hat sich wohl jemand verkalkuliert. Statt Rückendeckung zu erhalten in diesem seinem Wahlkampfauftakt wird Herr Außendorf abgewatscht. Das passt zu einigen seiner früheren Fehlkalkulationen. Allerdings müssen wir wohl den Herrn im Bund in einem Jahr nicht länger ertragen.

  5. In einem internen Schreiben wurde von einem Abgeordneten darum gebeten, Regeln einzuhalten. Nicht mehr und nicht weniger.
    Das nun zu nutzen, um über die Grünen herzufallen, ist billig. Und darüberhinaus zeigt sich in vielen Kommentaren nackter Populismus. DAS finde ich schlimm und der Diskussionskultur in unserer Demokratie abträglich.

      1. Es gilt der Grundsatz der Neutralität des Parlamentes. Und dieser Grundsatz gilt aus gutem Grund. Für eine Demokratie ist es unerlässlich, Neutralität zu wahren. Der Respekt vor Überzeugungen der anderen gehört dazu und damit auch der Verzicht auf religiöse Symbolik. Und dieser Grundsatz führt zu Regeln, die sich die Organe unserer parlamentarischen Demokratie gegeben haben. Nun geht es um die sachliche Bitte, diese Regel möge bei der Wahl bzw. Zuweisung von Tagungsräumen bitte eingehalten werden.

      2. Es gibt lediglich eine aus Art. 4 (1) und (2), Art 3 (3) sowie Art. 33 (3) GG begründete weltanschauliche Neutralität des Staates, die jedoch nach herrschender Meinung nicht als Gebot des Laizismus zu verstehen ist.

        Eine Regel in Ihrem Sinne ist daraus nicht zu folgern. Sie erwähnen jedoch entsprechende „Regeln, die sich die Organe unserer parlamentarischen Demokratie gegeben haben“. Welche sind das konkret und wo kann man sie nachlesen?

      3. Ergänzend dazu noch ein Auszug aus einere Anwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage:

        „Das Grundgesetz gebietet dem Staat weltanschaulich-religiöse Neutralität. Diese ist nicht als eine distanzierende im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen, sondern als eine offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung. Das Grundgesetz begründet daher keinen laizistischen Auftrag.“

        Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/18/096/1809635.pdf

  6. Schade! Ich würde von Herrn Außendorf lieber kluge Lösungsvorschläge für die grundlegenden Probleme in den ihm politisch zugeordneten Bereichen nachhaltige Entwicklung, Wirtschaft, Digitales hören.

  7. Wenn ich den an den Artikel angehängten Bericht des Spiegel richtig lese, ist die Rechtsprechung von dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1995 zwischenzeitlich abgerückt. Staatlichen Institutionen steht nach den Urteilen des europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2011 und dem Bundesverwaltungsgericht aus dem Vorjahr ein Ermessen zu, ob sie in ihren Räumen ein Kreuz aufhängen wollen oder nicht. Ein Verstoß gegen das Neutralitätsverbot des Staates ist nicht gegeben.

    Was diese Ausführungen mit dem Kreuz in den Fraktionsräumen der CDU-Bundestagsfraktion zu tun haben, wäre eine berechtigte Frage, würde hier nicht von interessierter Seite mit der ohnehin in Deutschland anders als in Frankreich nicht strikt durchgehaltenen Trennung von Kirche und Staat argumentiert.

    Der Status der Kirchen und Religionsgemeinschaften als Körperschaften öffentlichen Rechts wird Herr Außendorf bekannt sein. Nicht klar zu sein scheint Herrn Außendorf das genuine Recht von Fraktionen, ihre Fraktionsräume nach ihrem eigenen Gusto ausgestalten zu können. Die bunte Vielfalt hat offensichtlich bei Grünen wie Herrn Außendorf ihre Grenze, wo es sich um tradierte Symbole und Werte des christlich-jüdisch und griechisch-römisch geprägten europäischen Abendlands handelt.

    Wenn Herr Außendorf es nicht ertragen kann, mehr verlangt der Begriff der “Toleranz” übrigens nicht, als Mitglied des Wirtschaftsausschusses wegen Renovierungsarbeiten im Paul-Löbe-Saal die christlichen Räume der CDU/CSU-Fraktion betreten zu müssen, soll er der Bundestagsverwaltung den Vorschlag unterbreiten, demnächst in irgendeine Kaschemme mit Tanzsaal oder in ein Ostberliner Kulturhaus auszuweichen.

    1. Bitte unterlassen Sie die Einbeziehung des Jüdischen in ihre Konstruktion des „Abendlandes“. Jüdinnen und Juden sind kein Hilfsmittel zur Heilung ihr selbstverschuldet zerrütteten Identität. Jetzt muss sogar schon das Kreuz als christlich-jüdisch herhalten, ich fasse es nicht.

      1. Meine Identität ist christlich-jüdisch, Herr “Sebastian Anonymus”. Und bitte nicht in diesem Befehlston!

      2. Der Begriff “christlich-jüdisches Abendland” vereinnahmt die Opfer der jahrhundertelangen antijüdischen Gewaltgeschichte des Christentums für die rassistische Abwehr eines ebenso imaginierten, muslimisch geprägten “Morgenlandes”. Er dient damit im Diskurs gleichzeitig der Legitimation von Rassismus und der Leugnung des Antisemitismus der Mehrheitsgesellschaft.

  8. Es wundert nicht das unsere Regierung keine wirklich wichtigen Beschlüsse zu Stande bringt.
    Die Zeit solche Dinge zu thematisieren,zeigt deutlich wie egal ihnen die vordringlich zu lösenden Probleme in unserem Land sind.

  9. Solches Verhalten paßt zu dem, was Herr Außendorf mir gegenüber mit den Worten “Mit Ihnen rede ich nicht mehr!” 2021 ausdrückte. Ich hatte mir erlaubt, seine Kompetenz hinsichtlich des Klimas in den vergangenen 50000000 Jahren und den nächsten 500 Jahren zu bezweifeln und bezeichnete ihn als “Klimat(he)ologen”.
    Herrn Außendorfs jüngste Einlassung zu dem Sitzungssaal im Bundestag hat leider ebensolche totalitären Eigenschaften. Er macht sich zum Sachwalter der Gefühle anderer. Ist das das “gesunde Empfinden” seiner Partei, genau wie die Grünen “Klimaprophetien”? Wenn er “zu Besuch” ist, betritt er dann nur Räume, die vorher seinem “Exorzismus” unterzogen wurden? Oder hat er in diesem Fall vorher eine gefühlsbetonte Umfrage der Gesinnung veranstaltet?
    Was das Kreuz (Kruzifix?) betrifft, empfehle ich ihm dringend, Martin Luthers “Freiheit eines Christenmenschen” zu lesen. Daß er selbst auf diesem Fundament steht, scheint ihm wohl entgangen zu sein.
    Das Menschenbild bei Karl Marx ist ihm vielleicht “passender”. Das Kollektiv ersetzt das Individuum, denn so hat man Macht über die Masse, nicht wahr?
    Das wesentlich Menschliche, das Individuum, scheint ihm weniger relevant, da es potentiell störend ist.
    Des Menschen Natur ist aber Kultur, Tradition und Toleranz.
    Bei Tieren und Grünzeug wurde solches m. W. noch nicht entdeckt, oder irre ich?
    Robert Peters

    1. Lassen Sie sich bitte Ihren Ruhestand von diesem Herrn nicht vermiesen.
      Ich denke, dass ich für viele Ihrer Schüler spreche, wenn ich sage, dass Sie mit Ihrer Art und Lehrweise viel mehr für die Kinder und Gesellschaft erreicht haben, als dieser Herr jemals schaffen wird.
      Insbesondere heutige Erwachsene wissen es zu schätzen, auch wenn es als Schüler nicht immer einfach war.
      Daher nochmals vielen Dank für die damaligen Jahre und nur das Beste für Sie.

    2. Schade, dass Sie einen Menschen verurteilen, weil er nicht Ihre Meinung eines “natürlichen” Klimawandels teilt.

  10. Maik Außendorf hat einfach nur Recht: Auf der Grundlage der Trennung von Staat und Kirche sollten Tagungsräume unserer Verfassungsorgane neutral sein, was die religiöse Ausgestaltung angeht. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nichts Anderes hat Außendorf gefordert, zudem noch in sehr unaufgeregter Art und Weise. Dies kann also nicht der Grund für die (social-) mediale Aufregung sein. Was also ist das Problem der Aufgeregten?

    1. Eine Fraktion ist kein Verfassungsorgan. Außendorf hat auch nicht gefordert, alle Tagungsräume im Bundestag weltanschaulich neutral zu gestalten, sondern er möchte für die kommende Sitzung des Wirtschaftausschusses einen anderen Saal zugewiesen bekommen.

      Interessant wäre, ob das die anderen Ausschussmitglieder auch so sehen.

  11. Was machen denn da gerad die Medien?
    Es gab eine INTERNE Anfrage von Herrn Außendorf zu einem Anliegen (ein neutral gestalteter Sitzungssaal), was in einer pluralen Gesellschaft und für ein nach dem GG zur Neutralität verpflichtetem Staat ein ganz normaler und erfreulich sorgsamer Vorgang sein müsste.
    Die Medien hingegen lassen zu und befördern, dass aus einer Bundestags-internen Kommunikation ein Grünen-Bashing-Theater wird, das zudem mit der leicht entflammbaren Entrüstung der Religiösen spielt. Ich dachte bislang, das finde ich nur bei BILD/Express.
    Wie oft musste ich in Bergisch Gladbach schon erleben, dass es eben keine Sensibilität für die ausschließende Wirkung von religiös gestalteten / sakralen Räumlichkeiten bei öffentlichen Veranstaltungen gibt.
    Daher bitte mehr von dieser Art der Sensibilität, bitte mehr selbstverständliche Berücksichtigung der Nicht- und Nichtchristlich-Religiösen und bitte mehr sachliche Bezugnahme auf die Besonderheiten des Falles, und nicht zuletzt mehr neutrale Räumlichkeiten für das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben in Berlin, Bergisch Gladbach und Anderswo.

    1. „Die Medien“ sind ein sehr weit gefasster Begriff. Und sie machen, was sie in der Regel tun: Qualitätsmedien berichten sachlich, Boulevardmedien reißerisch und ohne Rücksicht auf die Fakten, rechte Pseudomedien machen gezielt Stimmung.

      1. Liebes inGL Team,
        ich verstehe Eure Antwort total, habe nach dem Artikel aber auch das Gefühl gehabt, v.a. Hintergrund und die Empörung der CDU vermittelt bekommen zu haben. Ob der Diskurs hier neutral dargestellt wurde? Es gab doch sicherlich auch Stimmen, die Aussendorf verteidigt haben, das wäre schon wertvoll gewesen zu erwähnen, hier bleibt der grüne Abgeordnete als der eine Dumme gegen die CDU stehen, den Vorwurf müsst ihr Euch mMn gefallen lassen. Das macht Eure Berichterstattung aber nicht schlecht, aber beim nächsten mal bitte drauf achten :)

      2. Aus dem politischen Raum hat es – soweit uns bekannt – keine Reaktionen gegeben, die Außendorf in dieser Sache verteidigt haben. Seine eigene Erklärung haben wir vollständig dokumentiert.

  12. Es ist schon ein Kreutz mit den Grünen. Aber das wird sich im nächsten Jahr sicherlich erledigen. Ich befürchte da werden die Grünen zu Grabe getragen. Nicht auf einem Friedhof, da stehen ja Kreuzte.

  13. @Fabian, ach, was für ein schöner Beitrag! Vielen Dank dafür! Als ob die Stadt keine anderen Probleme hat. Was für eine verschwendete Energie und Arbeitskraft.

  14. Klein, klein ist die Welt. Hat der Mann nichts besseres zu tun? Es gibt tatsächlich wichtigere Themen.

  15. Für mich lediglich ein weiters Zeichen, von was für einem Kindergarten wir inzwischen regiert werden.
    Ich glaube nicht, dass Herr Außendorf hiermit seiner Partei einen Gefallen getan hat.
    Man kann auch alles übertreiben.
    Ob Herr Außendorf sich auch über die Abbildung einer Sichel des Halbmondes aufgeregt hätte.
    Wenn man politisch gesehen keine Ideen mehr hat oder jemals gehabt hat, sollte man nicht auf solche Nebenkriegsschauplätze ausweichen.

  16. Es wurde darum gebeten, dass die Sitzungen in einem neutralem Raum stattfinden, also mal Kirche im Dorf lassen. Erster Satz des CDU Abgeordneten Thomas Rachel zu dem Thema: “Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes” – Anderer Ansicht jeder Atheist und alle nicht der drei großen monotheistischen Religionen angehörigen.

    1. Es wäre schön, wenn beide Seiten die Kirche im Dorf lassen würden. Herr Außendorf sollte sich lieber auf seine Arbeit konzentrieren als sich zu überlegen, was ihn empören könnte und die CDU sollte nicht sofort den Untergang des Abendlandes befürchten.
      Für viele Menschen mit echten Sorgen, klingt das ganze Kindertheater einfach nur Weltenfremd.

  17. Herr Außendorf denkt schon an die nächste Wahl. Es ist im nicht gelungen in die Führung der Grünen gewählt zu werden. Aber als Mitglied der Wirtschaftsausschusses ist natürlich für den Zustand der Wirtschaft mit verantwortlich. Da muss er auf einen sicheren Listenplatz kommen. Da ist jedes Gerede über ein Kreuz in einem Sitzungssaal der CDU reine Show. Leider hat er offenbar nichts zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation beizutragen. Er ist wahrscheinlich einer der Totengräber Deutschlands.

  18. Lieber Herr Flosbach,
    Sie sind nicht der erste, der beim Versuch einer Satire scheitert. Schlimmer ist allerdings Ihre romantische und allem Sachverstand widersprechende Darstellung der Rolle der Kirche mit dem Satz: “Liebe, Freiheit, Bildung, Hilfsbereitschaft und Wahrhaftigkeit” seien “etwas tolles” und “die christlichen Werte, die unsere heutige Gesellschaft erst möglich gemacht haben.”

    Das, was die zivilisierte Welt in der Erklärung der Menschenrechte 1948 formuliert hat, sind Errungenschaften, die seit der Aufklärung Stück um Stück gegen den Widerstand der Kirche und des Adels erkämpft wurden. Nicht nur die christlichen Religionen, diese aber ganz besonders, haben eine Spur von Mord und Totschlag, von Pogromen und Massakern hinterlassen, haben ganze Kontinente im Namen ihres Gottes terrorisiert und haben sich mit blutrünstigen Machthabern im Interesse ihrer Ziele verbündet. Diese Geschichte der Religionen, wird bis zum heutigen Tage besonders anschaulich im nahen Osten demonstriert, wo wahnsinnige Terroristen und nicht weniger wahnsinnige Fundamentalisten zuverlässig im Namen ihrer Götter Hoffnungslosigkeit garantieren.
    Die Erkenntnis dieser Tatsachen hat in einigen Staaten zur gesetzlich festgesetzten Trennung von Staat und Kirche geführt, auch in Deutschland. Aber hier nur formal. Krasse Verstöße gegen diese Festsetzung sind z.B. das Eintreiben der Kirchensteuer durch den Staat wie auch die Tatsache, dass heute immer noch Millionenbeträge an die Kirchen fließen als “Entschädigung” für die Säkularisierung in der Folge der Französischen Revolution.
    Eine bayrische Spezialität, Kruzifixe in jedem Klassenraum, wurde 1995 vom Bundesverfassungsgericht untersagt, mit der Begründung, das verstoße gegen Artikel 4, Absatz 1 des Grundgesetzes. Sie mussten entfernt werden. Mit Ihrem Satz “Problematisch wird es doch erst wenn man anfängt Menschen zu zwingen Religiöse Symbole zu entfernen” sind Sie zwar stramm auf Söderlinie, aber auch gegen das Grundgesetz bzw. das BVG.

    Und damit nähern wir uns dem Wunsch von Herrn Außendorf, nicht unter einem Kruzifix arbeiten zu wollen. Im Licht meiner Ausführungen betrachte ich Herrn Aussendorfs Bitte als sinnvollen und notwendigen Impuls, die Diskussion um die sehr unvollkommene Trennung von Staat und Kirche anzustoßen.

    Noch ein Wort zu Ihrer Vereinnahmung aller mit dem Satz “Es gehört zu unserer Kultur, Geschichte, zu unserem Glauben”. Wen meinen Sie mit “uns”? Ist Ihnen entgangen, dass unsere Gesellschaft bunt ist, es nicht “die” Kultur, “die” Geschichte und erst recht nicht “die” Religion gibt. Es sei denn nach einer radikalen “Remigration” von 20 bis 30 Millionen (Höcke).

    1. Was hat das Kreuz mit Kirche zu tun? Mit welcher Kirche? Das Kreuz ist ein Glaubensbekenntnis. Was ist daran falsch?

      1. Es macht für mich schon einen Unterschied, ob dieses Glaubensbekenntnis ein persönliches ist, etwa wenn es als Kette getragen wird, oder ein kollektives, in dem es als öffentliches Symbol einen Raum als christlich kennzeichnet. (Da es sich aber um den Fraktionssaal der CDU handelt ist es ja vor allem ein Feigenblatt. Die Werte, die das Christentum von sich behauptet, spielen für die CDU gar keine Rolle – von daher sollten sich eher Gläubige abgestoßen davon fühlen, dass dieses Kreuz dort hängt.)

    2. “Das, was die zivilisierte Welt in der Erklärung der Menschenrechte 1948 formuliert hat, sind Errungenschaften, die seit der Aufklärung Stück um Stück gegen den Widerstand der Kirche und des Adels erkämpft wurden. Nicht nur die christlichen Religionen, diese aber ganz besonders, haben eine Spur von Mord und Totschlag, von Pogromen und Massakern hinterlassen, haben ganze Kontinente im Namen ihres Gottes terrorisiert und haben sich mit blutrünstigen Machthabern im Interesse ihrer Ziele verbündet.”

      Einerseits ja, anderseits ist die Erklärung der Menschenrechte – mit der ganzen Vorgeschichte natürlich – aber auch eine Reaktion auf Auschwitz. Und auch wenn das Christentum einen wesentlichen Anteil am weitverbreiteten Antisemitismus hatte, haben (auch) Menschen, die sich als nicht-christlich verstanden, die Vernichtung beschlossen und umgesetzt. Allein Religionen für die Abgründe des Menschen verantwortlich zu machen greift da vielleicht ein bisschen kurz.

      “Diese Geschichte der Religionen, wird bis zum heutigen Tage besonders anschaulich im nahen Osten demonstriert, wo wahnsinnige Terroristen und nicht weniger wahnsinnige Fundamentalisten zuverlässig im Namen ihrer Götter Hoffnungslosigkeit garantieren.”

      Was hier ein bisschen wie eine besonders interessante Variante des selbstgerechten, wieder gut gewordenen (und nun auch säkularen) Deutschen klingt, ist vermutlich nur unglücklich formuliert. Es ließe sich aber eine moralische Überhöhung des Eigenen und eine ungerechtfertigte Gleichsetzung herauslesen.

      1. „Allein Religionen für die Abgründe des Menschen verantwortlich zu machen greift da vielleicht ein bisschen kurz.“
        Natürlich greift das zu kurz. Aber in einem Kommentar auf dieser Plattform sind verkürzte und pointierte Aussagen notwendig.
        Das gilt genau so für Ihre Kritik an meinem Beispiel des Nahostkonfliktes. Man muss das gegenseitige, menschenfeindliche Beharren auf der Vernichtung des Gegners mit religiöser Begründung benennen können, ohne jedesmal eine umfassende und relativierende Darstellung der Gesamtsituation zu liefern.

        Noch eine persönliche Bemerkung: Ich bedauere, dass Sie hier nicht unter Ihrem Namen, sondern nur als Sebastian kommentieren. Ich schätze vieles von dem, was Sie in Ihren Beiträgen schreiben, empfinde es aber als unangenehm, wenn unter Pseudonym bzw. tatsächlichem oder fiktiven Vornamen argumentiert wird. Als stünde man nicht hinter dem, was man schreibt oder benötige ein Versteck, aus dem heraus man agiert.
        Es mag gute Gründe dafür geben, aber ich kenne sie nicht.

      2. „in einem Kommentar auf dieser Plattform sind verkürzte und pointierte Aussagen notwendig“ – Das passt allerdings schlecht zu einem Kommentar, der 2650 Anschläge umfasst.

      3. “Man muss das gegenseitige, menschenfeindliche Beharren auf der Vernichtung des Gegners mit religiöser Begründung benennen können, ohne jedesmal eine umfassende und relativierende Darstellung der Gesamtsituation zu liefern.”

        Muss man nicht, aber der erste Teil des Satzes deutet darauf hin, dass Sie in der Sache deutlich mehr Meinung als Wissen haben. Dann frage ich mich schon, woher diese emotionale, an der Realität der Geschichte und Gegenwart vorbei gehende Verdammung kommt.

        Zum Benutzernamen: Sie und die anderen, die sich regelmäßig darüber aufregen, sollten vielleicht einfach akzeptieren, dass es üblich ist, nicht unter Klarnamen zu posten. Seit vielen vielen Jahren. Ich habe hier schon erlebt, dass meine Argumente erst ernst genommen wurden, nachdem ich dem Wunsch nach einem weiteren Austausch per Mail nachgekommen bin. Vorher hatte die Person ein Bild von mir im Kopf, das eher Ausdruck ihrer eigenen Vorurteile war. Das ist doch recht irritierend. In der Regel poste ich hier doch relativ sachlich, manchmal vielleicht ein bisschen spitz, wenn gewisse Triggerpunkte getroffen werden auch mal schärfer. Versuchen Sie doch einfach mal, die Inhalte von Beiträgen (von allen hier Schreibenden) ohne Berücksichtigung des Namens ernst zu nehmen.

        Und die Ansprache ist auch ganz einfach: Nennen Sie mich Sebastian und suchen Sie sich aus, ob Sie das Du oder das Sie verwenden wollen. Mir ist das gleich.

        PS: Mein voller Name ist so beliebig, dass er ohnehin als Pseudonym missverstanden werden würde.

      4. @Sebastian
        Ich stimme Ihnen zu, was die überwiegende Sachlichkeit Ihrer Beiträge angeht. Dass Sie im vorliegenden Fall diese Linie verlassen, ist der Grund für mich, einen weiteren Kommentar zu schreiben.
        Sie haben in zwei Kommentaren meine Haltung zum Nahostkonflikt (der von mir beispielhaft eingebracht wurde) angesprochen und beurteilt, obwohl Sie meine Haltung und meine Argumente nicht kennen. Was ich hier geschrieben habe, reicht nicht aus, um daraus Urteile abzuleiten bis hin zur persönlichen Herabsetzung. Natürlich begründen Sie meine Verurteilung nicht mit Fakten (weil es keine gibt), sondern mit spekulativen Behauptungen (s.o.). Ich bedauere das sehr, verzichte aber auf Spekulationen über die Ursache.

      5. Vermutlich wäre die Diskussion nur in einem anderen Rahmen fruchtbar. Einseitige und verkürzte Sichtweisen auf den israelisch-palästinensischen Konflikt sind einer dieser Trigger, die ich angesprochen habe. Da habe ich schon zu viel erlebt, um uneingeschränkt wohlwollend sein zu können. Vielleicht ergibt sich irgendwann die Gelegenheit

    3. Hallo Herr Schneider, das was Sie da mit dem Bogen zu Bernd (Scherz!) Höcke schreiben geht zu weit. Sie müssen auch sehen, dass die katholische Prägung von de Gaulle, Adenauer und De Casperi bei der europäischen Integration eine Rolle gespielt hat. Außerdem müssen Sie sehen, dass Adolf Eichmann sich gern als Kantianer gesehen hat. Insofern haben sowohl Sie als auch Herr Flosbach einige richtige und einige falsche Dinge geschrieben.

  19. Es gibt doch garantiert eine Geschäftsordnung, die sowas regelt. Also Einrichtung der Fraktionssäle und Tagungsorte von Ausschüssen und so.

    Was sagt die Geschäftsordnung denn dazu? Was anderes wird die Bundestagspräsidenting auch nicht zu Rate ziehen.

    1. Beim Querlesen habe ich nichts dazu gefunden, aber vielleicht fällt Ihnen ja etwas auf:
      https://www.gesetze-im-internet.de/btgo_1980/index.html

      Falls nicht, dürfte das in die eigene Zuständigkeit der Fraktionen fallen, und da überrascht bei einer Fraktion, die sich schon in ihrem Namen auf das Christentum bezieht, ein Kreuz an der Wand nun wirklich nicht. Hätte Herr Außendorf zumindest ahnen können.

      1. Aus Zeitgründen schaue ich da nicht näher nach. Aber die Bundestagspräsidentin hat ja sicher Leute, die das erledigen werden. Vermutlich lässt sich nicht aus der Geschäftsordnung ableiten, dass das Kreuz im Fraktionssaal weg muss. Es könnte sein, dass Anforderungen an Sitzungsorte für Ausschüsse drinstehen. Im Heizkeller darf der Ausschuss wahrscheinlich nach Geschäftsordnung nicht tagen. Gegen einen Fraktionssaal spricht aber wahrscheinlich nichts. Insofern könnte die Antwort der Bundestagspräsidenting ziemlich kurz sein.

  20. Herr Außendorf hat um einen anderen Raum gebeten! Er hat nicht darum gebeten, dass das Kreuz wegkommt! In Zeiten, in denen unsere Gesellschaft sehr feindlich anderen Glaubensrichtungen als dem christlichen Glauben ist, kann ich das nur befürworten. Trennung von Kirche und Staat! Verankert in unserem Grundgesetz! Das ist doch für alle richtungsweisend, oder nicht?

    1. Da sind wohl andere Religionen, zumindest zur Zeit, weitaus intoleranter und sogar gewalttätig. Insofern verdrehen Sie übelst Wahrheiten, verhöhnen die Opfer unzähliger Anschläge und Gewalttaten. Unfassbar.

      Wie hätten Sie reagiert, wenn jemand die Anwesenheit einer Frau in Burka moniert hätte? Sie wären wahrscheinlich hysterisch eskaliert.
      Traurig, Ihre selektive Wahrnehmung.

  21. Jeder kümmert sich um das, was ihm wichtig ist. Der Herr hat wohl noch Kapazitäten frei.

  22. Man sollte die Kirche im Dorf lassen :D Selbst die Bildzeitung berichtete darüber heute. Das wird immer skuriler.

    Im Bild-Artikel ,,Grüner stört sich an Kreuz -Irrer Kruzifix-Zoff im Bundestag´´ steht geschrieben:
    ,,Sein Fazit: „Das sichtbare Kreuz als Symbol einer bestimmten Religionsgemeinschaft widerspricht dem Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche.“ ´´

    SATIRE: Dann müsste er aber überall mit dem Radierer ran. Unsere gesamte Zeitrechnung ist Nach Jesus Christus. Die ist auch nicht vollkommen ohne Werte. Daher sollte man vielleicht das Jahr 2024 abändern ;)
    Ach ja und das Rathaus von Bergisch Gladbach müsste bis auf die Grundmauern von innen wie Außen kernsaniert werden. Da sind nämlich Überall Zeichnungen, Skulpturen und Relikte die an die Bibel erinnern.
    Vom Garten Eden und dem Alten Testament bis hin zur Maria mit Jesus-Kind am Konrad Adenauer Platz.

    Und wo er gerade dabei ist sollte er auch dafür sorgen, dass die Stadt Bergisch Gladbach ihr Logo auf ihrer Website ändert: Von den 5 abgebildeten Gebäuden sind 2 der Gebäude Kirchen.
    Ach da fällt mir noch ein den Karneval und die Kirmes (Kirchweihfest) sollte man auch umbenennen und verbieten.
    Satire ENDE ;)

    Ernsthaft: Es gehört zu unserer Kultur, Geschichte, zu unserem Glauben. Die Christlichen Werte sind etwas tolles die unsere heutige Gesellschaft erst möglich gemacht haben. Liebe, Freiheit, Bildung, Hilfsbereitschaft und Wahrhaftigkeit.

    Und nein niemand sollte sich dadurch gestört fühlen. Auch ein Hindu oder eine Frau mit Kopftuch sollte ihr Kopftuch anlassen dürfen.

    Problematisch wird es doch erst wenn man anfängt Menschen zu zwingen Religiöse Symbole zu entfernen. Das zeigt doch eher das man im Grunde genommen das Gegenteil von Tolerant ist.
    Oder im Umkehrschluss: Wie würde er wohl reagieren wenn man flächendeckend Staatlichen Einrichtungen zwingen würde die Regenbogenflagge abzuhängen oder die EU-Flagge abzuhängen.
    Fände er sicher auch nicht toll ;)

    Man sollte die Kirche im Dorf lassen und sich um wichtige Dinge kümmern. Das Problem ist nicht ob irgentwo ein Kreuz hängt oder eine Frau ein Kopftuch trägt. Das ist vollkommen in Ordnung.
    Vielleicht sollten die Grünen sich mal damit beschäftigen das die Wirtschaft kaputt geht. Heute VW morgen vielleicht Basf oder BMW ?
    Fangt doch mal damit an die Wirtschaft, den Frieden und den Wohnungsbau zu retten.

    Nette Grüße

    Fabian

  23. “Der Bundestag sei jedoch ein Ort, „an dem die Vielfalt unserer Gesellschaft abgebildet wird, und in dem alle Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung oder Weltanschauung, gleichberechtigt sind.“ Das sichtbare Kreuz als Symbol einer bestimmten Religionsgemeinschaft widerspreche dem Grundsatz der Trennung von Staat und Kirche.”

    Inwiefern hat ihn denn das Kreuz in seiner Gleichberechtigung behindert? Und da ja alle, unabhängig von ihrer Religion gleichberechtigt sind, dürfte es doch auch kein Problem sein, dieses Symbol der Reliogion zu tolerieren?
    “Jede Fraktion kann selbstverständlich ihren Sitzungssaal gestalten, wie sie möchte.”

    Da es sich laut Bericht um ein Ausweichen in diesen Saal handelt, der sonst alleinig der CDU zugeordnet ist, wäre es vermutlich nicht allzu schwer dies – das vorhandene Kreuz – einfach zu aktzeptieren. Wenn es ihn stört, kann er ja ein Tuch darüber hängen. Ich finde es allerdings doch recht erstaunlich, mit welchen Mitteln man Probleme erzeugt, die es eigentlich gar nicht gibt und dann auch noch in den Medien landet.

    Was wäre denn, wenn an den Sitzungen eine Frau mit Kopftuch teilnehmen würde, müsste diese dann ihr Tuch ablegen? Ist es erlaubt in Sitzungen, an denen er teilnimmt, eine Halskette mit religiösem Symbol zu tragen?

    Ich ging bisher davon aus, dass wir in einer toleranten Gesellschaft leben und einen Raum, der als Ausweichraum dient, als nicht neutral zu bewerten und dies als einschränkend zu empfinden, ist schon sehr seltsam.

    Herr Außendorf sollte seinen Schwerpunkt doch eher auf die jeweiligen Arbeitsinhalte legen, anstatt auf Äußerlichkeiten.

    1. “Ich finde es allerdings doch recht erstaunlich, mit welchen Mitteln man Probleme erzeugt, die es eigentlich gar nicht gibt und dann auch noch in den Medien landet.” Damit haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen!