Das Himmel un Ääd-Begegnungscafé zeigt Bilder afghanischer Frauen und Mädchen: Wenn Zuhause zum Gefängnis wird.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Himmel un Ääd

Im Rahmen der Vernissage am 13. November berichtete die afghanische Frauenrechtsaktivistin Ayla S. (Name zum Schutz ihrer Familie in Afghanistan geändert) schnörkellos vom eingeschränkten Leben der Mädchen und jungen Frauen in Afghanistan und welcher gewaltige Rückschritt damit verbunden ist. 

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Sie erzählte davon, dass die Generation ihrer Eltern vor der Machtübernahme der Taliban gelebt haben, wie es in der westlichen Welt als völlig normal beschrieben würde. Sie zeigte Fotos von jungen Studentinnen an der Universität – lachend mit Kommilitonen und Kommilitoninnen -, Frauen an Schreibtischen in Büros, Ärztinnen im Krankenhaus, mit offenen Haaren, Hosen tragend.

Das alles ist heute undenkbar: Junge Mädchen dürfen nur bis zur 6. Klasse in die Schule gehen, keinen Sport treiben und kein Theater spielen. Als junge Erwachsene dürfen sie nicht studieren, nicht in den Medien arbeiten, kein Auto fahren, keine Fernreisen unternehmen und nur begleitet zu einer Ärztin gehen. Sie leben zuhause in Gefangenschaft! Oft bis dass sie zwangsverheiratet werden – nicht selten mit 13. Jahren.

Die von terre des hommes, dem Himmel & Ääd-Begegnungscafé, dem Stadtverband Eine Welt Bergisch Gladbach e.V., der  Evangelischen Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen und der Aktion Neue Nachbarn präsentierte Ausstellung „Hope in Darkness“ zeigt Werke von afghanischen Mädchen und Frauen, die in ihren Bildern ihre Erfahrungen unter dem Taliban Regime, Gefühle, Wünsche und Forderungen zum Ausdruck bringen.

Die gezeigten Kunstwerke haben bei den Gästen nicht nur Betroffenheit ausgelöst, sondern auch Begeisterung für den Mut und die Kreativität der Künstlerinnen.
Die Gründerin des Projekts „Hope in Darkness“, die afghanische Frauenrechtsaktivistin Ayla S., die 2020 von Terre des Hommes nach Deutschland evakuiert wurde, stand den interessierten Gästen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
Fotos: (c) Hope in Darkness – FIDA e.v.

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis zum 7. Dezember im Himmel & Ääd-Begegnungscafé, Altenberger-Dom-Str. 125, 51467 Bergisch Gladbach;

Dienstag – Freitag: 9:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 9:00 – 13:00 Uhr

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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