Lisa Spielmann als Cyborg im Kalandersaal auf dem Zanders-Areal. Foto: Annalena Joschka

Die Bergisch Gladbacher Sängerin Lisa Spielmann hat ein musikalisches und visuelles Statement gegen den Selbstoptimierungswahn veröffentlicht, bei dem die historischen Zanders-Hallen eine wichtige Rolle spielen.

Das bildstarke Video und der eingängige Song, den Lisa Spielmann zusammen mit dem Produzententeam „LUF“ (Böhmermann, Kebekus, Josh, Lumpenpack) produziert hat, greifen mit Selbstironie das Thema Selbstoptimierung auf. 30-Tage-Yoga-Challenge, Meditations-Apps, Zuckerverzicht und digitale Entgiftung bringen die Sängerin zur drängenden Frage: „Ist das die Lösung oder ist das das Problem?”

+ Anzeige +

„Vielleicht eine Frage, die wir uns alle stellen könnten – spätestens jetzt, in der Vorweihnachtszeit, in der der Zwang zu Vorsätzen, Selbsthilfe und der Drang nach einer „besseren“ Version von sich selbst Menschen quälen kann“, erläutert Spielmann. Die Liste der guten Vorsätze wachse, Selbsthilfebücher würden verschenkt und in der „Black Week“ landeten ultimative Selbstverwirklichungsprogramme im Einkaufswagen, zählt die Sängerin auf – und fragt: „Doch was, wenn die Lösung in uns selbst steckt und nicht im Außen?“

„Ich hab ninety-nine Lösungen, aber gar kein Problem, gar kein Problem, Baby” – diese pointierten Zeilen singt im neuen Musikvideo ein 3D-animierter Cyborg, der mithilfe eines aufwendigen Performance-Capture-Verfahrens zum Leben erweckt wurde.

Das Video ist erneut in Zusammenarbeit von Spielmann mit dem Regisseur Jakob Reuter entstanden. Es ist das dritte gemeinsame Projekt des Duos, das mit früheren Musikvideos bereits internationale Auszeichnungen erhielt.

Gegenübergestellt wird der Cyborg von Lisa Spielmann selbst, die in einem strahlend weißen Anzug als scheinbar perfekte Version ihrer selbst durch die Kulisse der verlassenen Papierfabrik Zanders schreitet. 

Drehorte mit Geschichte und Kontrasten

Die historische Zanders Papierfabrik in Bergisch Gladbach, ein Schrottplatz in Finowfurt und die klinisch weisse Umgebung des humanoiden Roboters, verschmelzen zu einer einzigartigen „Spielmannswelt”. Dort begegnen wir nicht nur singenden Cyborgs, sondern auch gleichgeschalteten Kartonmenschen, die kopflos ihren Weg suchen und durch ausdrucksstarke Tänze die Dualität von Zwang und Befreiung verkörpern.

„Ist das die Lösung?” ist mehr als ein Musikvideo, verspricht Spielmann. Es sei ein Anstoß zum Innehalten, eine Einladung, die Unruhe im Inneren zu spüren und das Streben nach Selbstoptimierung zu hinterfragen: „Die Sehnsucht nach einem Moment, in dem der Mensch einfach nur „ist“ – ohne Filter, ohne Anpassung, ohne Ablenkung.“

Indie-Pop-Künstlerin mit vielen Facetten

Lisa Spielmann hatte zuletzt das Debütalbum „Luft, Liebe, Pommes“ veröffentlicht. Über ihre künstlerischen Musikvideos und Liveshows stellt sie jetzt auch mit ihrer Kooperation mit KI-Pionieren ihre Vielseitigkeit unter Beweis.

Für das Projekt ARI hat sie zusammen mit der Kölner Produzentin Jenny Gerdts den Song „Liebe ist Key” produziert, der vor kurzem veröffentlicht wurde. Das Projekt ARI ist laut Spielmann eine Bewegung. entstanden während des Workshops “Der perfekte Popstar” bei free:pop 2023 im Rahmen des New Fall Festivals.

Die Idee sei durch eine Zusammenarbeit von Visionären zum Leben erweckt: Darunter der Gründer von KI-News24.de, die preisgekrönte KI-Muse Cre[ai]tion, Expertinnen aus der Musikbranche wie eine Sony-Musikpromoterin, Labelinhaberin Johanna Bauhus und eine Musikrechtsanwältin.

Mit Musik, Kunst und Technologie in eine bessere Welt

ARI stehe für die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und menschlicher Kreativität, um eine inklusive Botschaft zu verbreiten. Das zentrale Thema: Liebe, Gleichheit und Diversität. Die Hymne “Liebe ist Key” symbolisiere diese Werte und setzt sich für eine Zukunft ein, die von Toleranz und Zusammenhalt geprägt ist. Alle potenziellen Einnahmen aus dem Projekt gehen an die Organisation hate:aid, die sich gegen digitale Gewalt engagiert.

Mit ARI entstehe eine Plattform, die kreative Freiheit, gesellschaftlichen Wandel und künstlerischen Ausdruck vereint. Lisa Spielmann ist dabei nicht nur Teil des Projekts, sondern versteht sich als Aushängeschild dafür, wie Musik, Kunst und Technologie gemeinsame Wege in eine bessere Welt bahnen können.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.