Foto: Henner Papies

Zum Schüleraustausch nach Temeswar in Rumänien reisen Schüler:innen mit dem Flugzeug. Um die CO₂-Emissionen zu kompensieren hat haben sie nun 155 Bäume gepflanzt. Aber auch darüber hinaus beschäftig sich die Junior Ingenieur Akademie der Schule intensiv mit dem Klimaschutz.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Otto-Hahn-Gymnasiums

Bei kühlen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein fand jetzt eine erfolgreiche Pflanzaktion des Otto-Hahn-Gymnasiums auf einer Waldbrache in Kürten statt. 15 Schülerinnen und Schüler der Junior Ingenieur Akademie (JIA) setzten gemeinsam mit ihren Lehrern 155 Bäume in die Erde, um die CO₂-Emissionen der Flüge für den geplanten Austausch mit der Partnerschule in Temeswar, Rumänien, zu kompensieren. Die Waldfläche wurde dankenswerterweise von der Familie eines Schülers zur Verfügung gestellt. 

Die JIA beschäftigt sich in diesem Jahr intensiv mit den Auswirkungen von Wettereinflüssen auf Bienenvölker. Im Rahmen des Projekts haben die Schülerinnen und Schüler eine Wetterstation konstruiert und einen Bienenstock mithilfe von Sensoren digitalisiert.

Daher spielte die Auswahl der Baumarten eine besondere Rolle: Gepflanzt wurden insgesamt elf verschiedene Arten, darunter Edelkastanien, Wildkirschen, Winterlinden und Spitzahorn – allesamt wertvolle Trachtpflanzen für Insekten. 

Die Berechnung der benötigten Baumanzahl erfolgte anhand der Richtwerte der Organisation „For Tomorrow“, die empfiehlt, fünf Bäume pro ausgestoßener Tonne CO₂ zu pflanzen, um eine Kompensation innerhalb von 80 Jahren zu erreichen. Um die durch die Flüge verursachten 15,2 Tonnen CO₂ auszugleichen, wären rund 76 Bäume nötig gewesen.

Doch schnell wurde klar, dass nur wenige der JIA-Teilnehmenden den „Zeitpunkt der vollständigen CO₂-Bindung“ tatsächlich erleben würden. Daher wurde entschieden, die Anzahl zu verdoppeln – auch in der Annahme, dass einige Bäume nicht anwachsen oder nicht das erhoffte Alter von 80 Jahren erreichen werden. 

Die Finanzierung der Aktion erfolgt teilweise durch den Verkauf des schuleigenen Honigs, zusätzlich wird sie großzügig durch den Förderverein unterstützt. 

„Wenn wir in 40 Jahren mit dem Rollator unter diesen Bäumen spazieren, sehen wir das Ergebnis unserer heutigen Arbeit“, scherzte einer der Organisatoren. 

Doch schon jetzt ist klar: Die Aktion war ein voller Erfolg – für das Klima, die Biodiversität und das Gemeinschaftsgefühl der Beteiligten. 

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