Die dritte Gruppe von Volontären, die ab Ende März im Kibbutz Nir Oz beim Wiederaufbau helfen wird. Foto: Verein

Bergisch Gladbach ist über den Verein „Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz“ mit dem Kibbutz in Israel verbunden. Jetzt wurden die Leichname von Opfern des Terrorangriffs der Hamas auf den Kibbutz zurückgegeben und beerdigt. Ein trauriger Anlass für den Verein, an den Schmerz der Menschen zu erinnern und seinen Willen zu erneuern, den Wiederaufbau und die Heilung zu unterstützen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Vereins Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz

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Am 19. Februar 2025 wurden die Leichname von Opfern des verheerenden Terrorangriffs der Hamas auf Kibbutz Nir Oz am 7. Oktober 2023 zurückgebracht. Unter den Opfern befinden sich die Kinder der Familie Bibas, Ariel und Kfir.

Ein weiterer Sarg, der die sterblichen Überreste der Mutter Shiri Bibas-Silberman enthalten sollte, wurde ebenfalls übergeben. Jedoch stellen die Forensiker fest, dass es sich nicht um Shiri und auch um keine der anderen Geiseln handelt. Die Hamas hat Shiri Bibas-Silberman später übergeben. Am heutigen Mittwoch werden die Leichen unter großer Anteilnahme in Israel begraben.

Die Rückehr stellt für die Angehörigen und das gesamte Land einen schmerzhaften, aber auch wichtigen Moment dar. Der Verlust dieser jungen Leben und ihrer Mutter ist unermesslich. Die Rückgabe der Leichname ermöglicht es den Familien, den Trauerprozess weiterzuführen. 

Zusätzlich wurde der Leichnam von Oded Lifshitz, einem der Mitbegründer des Kibbutz Nir Oz, zurückgeführt. Oded Lifshitz, ein 83-jähriger Journalist und Aktivist, wurde während des Angriffs von der Hamas entführt. In den vergangenen Monaten wurde er als Symbol des Widerstands gegen den Terror wahrgenommen. Auch sein zerstörtes Zuhause und die Überreste seines Klaviers, das nach der Entführung veröffentlicht wurde, sind zu einem Symbol für den unvorstellbaren Verlust geworden. 

Der Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e.V. bleibt weiterhin unermüdlich in seiner Unterstützung für die Überlebenden von Kibbutz Nir Oz. Im März dieses Jahres wird der Verein mit einer weiteren Gruppe von Freiwilligen wieder nach Israel reisen, um den Wiederaufbau des Kibbutz aktiv zu unterstützen.

Landrat Stephan Santelmann wird Petra Hemming und Roman Salyutov einen Brief für seinen israelischen Kollegen mitgeben, verbunden mit einer Einladung zu einem Besuch im Rheinisch-Bergischen Kreis. 

„Die Rückgabe dieser Leichname ist ein schwieriger Moment, der uns erneut mit der Brutalität des Terroranschlags konfrontiert. Doch auch in diesem Schmerz setzen wir alles daran, den Wiederaufbau und die Heilung zu unterstützen“, so Roman Salyutov, Vorsitzender des Nir Oz Vereins. 

“Unsere Solidarität mit den Opfern und ihren Familien bleibt unverändert. Die Arbeit des Vereins wird auch weiterhin die psychologische Unterstützung und die Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur umfassen. Weitere Spenden und Unterstützung durch Freiwillige werden dringend benötigt, um die Bemühungen fortzusetzen”, so Petra Hemming, Vorsitzende des Nir Oz Vereins.

Unsere Forderungen: 

1. Internationale Verfolgung: Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen weltweit als solche anerkannt und geahndet werden. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden. 

2. Wiederaufbauhilfe: Die Bundesregierung muss Gelder zur Verfügung stellen, um die zerstörten Kibbuzim, einschließlich Nir Oz, wieder aufzubauen und den Überlebenden Hilfe zu gewähren. Finanzielle Unterstützung und die Hoffnung auf einen Wiederaufbau ist entscheidend, um den Überlebenden eine Perspektive zu geben.3. Die neue Bundesregierung muss sich deutlicher für die sofortige Rückgabe und Freilassung aller Geiseln einsetzen. 

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  1. @Urs
    Natürlich ist die Einstellung aller Zahlungen an die Palästinenser der richtige, erstrebenswerte Schritt – bei dem Ausmaß des Missbrauchs unserer Steuergelder für die Unterstützung von Terror und Hasspropaganda. Daran wird bereits auf mehreren Ebenen aktiv gearbeitet, um diesen Hahn abzudrehen. Und unter der Kanzlerschaft von Friedrich Merz scheint dies realisierbarer als jemals zuvor.
    Gemeint werden hier eher Programme, die Deutschland im Rahmen seines internationalen Engagements ohnehin auf den Weg bringt – in der einen oder der anderen Region der Welt.
    Z. B. Das Land NRW hast nach dem Massaker am 7.10.23 einen Fonds bereitgestellt, bei dem man sich mit Projekten bewerben konnte, die den betroffenen Ortschaften helfen und zu gleichen darüber hinaus auf die Etablierung neuer Verbindungen und Partnerschaften abzielen. So etwas. Da haben wir uns mit einem solchen Projekt auch beworben, und die Mittel sind bewilligt worden. So etwas in der Art wird gemeint.

  2. Warum sollte die Bundesregierung denn den Wiederaufbau des Kibbuz bezahlen? Ein wichtiger Schritt wäre für mich eher die Einstellung aller Zahlungen an die Palästinenser.