Das Abertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg. Foto: Thomas Merkenich

Eigentlich müssen alle Gymnasien in Bergisch Gladbach für die Rückkehr zur neunjährigen Schulzeit ausgebaut werden. Nach DBG, OHG und NCG werden jetzt die Pläne für das Albertus-Magnus-Gymnasium konkreter. Beim Gymnasium Herkenrath steht zunächst eine weitere Bedarfsprüfung an. Beide Projekte sollen dennoch 2026 fertig werden.

In vielen kleinen Schritten gehen der städtische Hochbau und die Schulbaugesellschaft ihre lange Aufgabenliste an, dabei setzt sie die bevorstehende Rückkehr zu G9 unter Druck: Mit dem zusätzlichen Jahrgang ab Herbst 2026 werden an allen fünf Gymnasien der Stadt zusätzliche Räume benötigt.

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Die Klassenhäuser für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) auf dem benachbarten Sportplatz, und die Otto-Hahn-Schulen sind bereits geplant, am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium soll zunächst ein weiterer Containerbau entstehen und dann der Oberstufentrakt aufgestockt werden.

In der Sitzung des Ausschusses für Schulen und Gebäudewirtschaft (ASG) an diesem Mittwoch stehen nun auch das Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) und das Gymnasium Herkenrath auf der Tagesordnung. Dort sollen ebenfalls bis zum Schulstart 2026 Lösungen her – doch die Pläne für das besonders unter Raumnot leidende Bündelungsgymnasium Herkenrath sind noch sehr vage.

Solitärgebäude für das AMG

Für das AMG in Bensberg stellt die Verwaltung im Ausschuss einen Beschlussvorschlag vor, in dem es formal nur um die „Vollendung der Leistungsphase 0“ und damit eine Feinabstimmung des Bedarfs geht. Allerdings, das geht aus der Begründung hervor, ist bereits klar, dass das Gymnasium um ein „solitäres Erweiterungsgebäude“ ergänzt werden soll.

Auch der Standort für das freistehende Gebäude ist bereits ausgeguckt: auf einer Asphaltfläche auf dem rückwärtigen Gelände der benachbarten Johannes-Gutenberg-Realschule. Daher müssen im Rahmen der Planung auch ein neuer Sammelplatz und eine Ersatzaußenfläche für die Realschule gefunden werden.

Im Ratsinfosystem finden Sie die Beschlussvorlage und zwei Lagepläne.

Im hinteren Bereich des Geländes der Realschule, im Plan in bunten Farben markiert, soll eine Erweiterung des AMG gebaut werden. In lila sind die Außenflächen der Realschule markiert, unten ist das AMG zu erkennen, rechts in gelb die Straße „Kaule“. Foto: Screenshot Ratsinfosystem GL

Gesamter AMG-Standort auf dem Prüfstand

Die Kosten für das zweigeschossige Bauwerk mit gut 1100 Quadratmetern Fläche seien noch nicht abschätzbar. Der Baufertigstellungstermin wird bereits genannt: Für das Schuljahr 2026/27.

Ganz unabhängig vom Erweiterungsbau steht der gesamte Standort des AMG innerhalb der Projektentwicklung der Stadt auf dem Prüfstand. Dabei sollen „diverse Szenarien“ aufgezeigt werden. Und die reichen von der Sanierung über einen Teilabriss bis hin zu einem Totalabriss.

Das Schulzentrum Herkenrath. Foto: Thomas Merkenich

Erneute Prüfung in Herkenrath

Am Gymnasium Herkenrath, das führt die Schulleitung seit Jahren immer wieder an, ist die Raumnot besonders groß. Auch zu dieser Schule gibt es im ASG einen Beschlussvorschlag. Der sieht jedoch voerst lediglich eine Prüfung vor, „ob die bestehenden Kapazitäten ausreichen“.

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Obwohl das Gymansium in Herkenrath im laufenden Schuljahr als Bündelungsgymnasium dient und aus allen Nähten platzt, geht die Schule bei den jüngst vorgestellten Plänen zum Schulausbau leer aus. Die Schulleitung ist frustriert, setzt aber weiter auf Gespräche mit der Verwaltung zur Renovierung der Schule. Derweil formieren sich Schüler- und Elternschaft für Protestaktionen. „Nur wer am lautesten schreit bekommt etwas vom Träger“, so deren Eindruck.

Falls nicht, sollen geeignete Erweiterungsflächen auf dem Gelände des Schulzentrums ermittelt werden. Und auch soll eine Fertigstellung „bis Sommer 2026“ durch die Schulbaugesellschaft sichergestellt werden.

Die Beschlussvorlage im Ratsinfosystem

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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