Eine Stunde vor Start des deutschen EM-Spiels begann die Sitzung des Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft (ASG) mit einer langen Tagesordnung, aber pünktlich zum Anpfiff schloss der Ausschussvorsitzende Andreas Ebert die Sitzung. Dennoch gab es einige wichtigen Nachrichten in Sachen G9 und Grundschule 21 sowie Details zu einzelnen Schulen.

Wir berichten wie immer in Form eines ad hoc-Protokolls. Nachtrag: Inzwischen haben wir auch die im Ausschuss kurzfristig vorgelegten Tischvorlagen der Verwaltung zur Schule 21 und zu G9 erhalten, die wir weiter unten dokumentieren.

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Die Schulverwaltung und die Abteilung Hochbau arbeiten weiter daran, für den Rückkehr der fünf Gymnasien zu G9 eine Lösung zu finden:

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) erhält wie bekannt kurzfristig ein neues Klassenhaus auf dem benachbarten Sportplatz. Die Stadtverwaltung und die Schulbau GmbH musste jetzt aber zerknirscht einräumen, dass ein beauftragtes Büro die zuletzt beschlossene zusätzliche Klimastudie noch nicht geliefert hat und daher eine Grundlage für den Beschluss der Maßnahme fehlt. Auf Vorschlag von Ebert kündigte der Ausschuss an, bei der nächsten Sitzung „mit oder ohne Studie“ zu entscheiden. Hintergrund

Auch die Otto-Hahn-Schulen sollen durch ein Klassenhaus erweitert werden, der Ausschuss votierte einstimmig dafür, die Schulbau GmbH einer Bedarfsanalyse und einfachen Machbarkeitsprüfung zu beauftragen. Die noch auf dem Gelände stehenden Container sind baufällig, auf dieser Fläche könnte das Klassenhaus gebaut werden; die Schulen selbst bevorzugen einen Standort vor der Werkstatt. Weitere Infos gibt es im Ratsinfosystem

Für das Gymnasium Herkenrath, das AMG und das NCG hofft die Stadtverwaltung immer noch, Erweiterungsbauten durch organisatorische Lösungen zu vermeiden. Darüber werde mit den Schulleitungen derzeit diskutiert. Für das NCG deutete die Stadt eine Ziwschenlösung mit Hilfe der vorhandenen Klassen-Containern an.

Neue Option für die Schule 21

Nachdem die Pläne für eine zusätzliche Grundschule 21 auf dem Weig-Gelände am Rande des Zandersareals aufgrund von Altlasten und Hochwassergefahr gescheitert waren will die Stadtverwaltung einen anderen Bereich auf Zanders für eine Interimsschule prüfen: das Grundstück der ehemaligen Squashhalle in der südöstlichen Ecke zur Heidkamper Straße hin. Die Schulbau GmbH wurde einstimmig mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Hintergrund

Fremdreinigung stößt auf Kritik

Die Reinigung der Schulen bleibt ein heißes Thema. Die Verwaltung legte dem Ausschuss eine „Gegenüberstellung Fremd- und Eigenreinigung“ vor – und legt im Fazit nahe, wie bislang bei der Fremdreinigung zu bleiben und erneut Unternehmen zu beauftragen.

Angelika Wollny, Leiterin der IGP und Sprecherin der weiterführenden Schulen im Ausschuss, widersprach engagiert: Es sei allen klar, dass die ausgehandelten Leistungen in der Realität nie eingehalten würden, eine Kommune könne die in den Fremdfirmen herrschenden Arbeitsbedingungen nicht verantworten.

Ein Dilemma, dass der Ausschuss und auch die Verwaltung bestätigte. Nun soll zunächst ein Qualitätsmanagement eingeführt und für die Schulen transparent gemacht werden. Die Gegenüberstellung gibt es im Ratsinformationsystem.

Weitere Nachrichten aus den Schulen

Als Sprecher der Grundschulen wies Florian Lambertz daraufhin, dass es immer schwieriger sei, Vakanzen in den Leitungen der Grundschulen zu besetzen. Da es bei konfessionellen Grundschulen noch schwieriger sei regte er an, diese in Gemeinschaftsgrundschulen umzuwandeln. Die Initiative dafür muss aber aus den Elternschaften kommen.

Die Ausstattung der Grundschulen mit digitalen Tafeln scheitert zum Teil daran, dass das Stromnetz dafür zu schwach ist; Lambertz schlug vor, dafür die zum Teil noch laufenden Lüftungsgeräte vom Netz zu nehmen. Das werde bereits für jede Schule einzeln geprüft, erklärte die Stadtverwaltung.

In der Grundschule Moitzfeld musste ein dringend benötigter Klassenraum aus Brandschutzgründen geschlossen werden. Die Stadt will nun einen Treppenturm anbauen.

Die Verträge für Glasfaseranschlüsse der Schulzentren Herkenrath und Kleefeld waren von der Telekom 2023 zunächst nicht umgesetzt und dann storniert worden, teilte die Stadt auf Anfrage der CDU mit. Inzwischen seien die Verträge neu geschlossen und würden von der Telekom auch umgesetzt.

Im Umfeld der Grundschule Taubenstraße sind Verunreinigungen im Trinkwasser gefunden worden; daher habe das Kreisgesundheitsamt verfügt, dass das Leitungswasser in der Schule nicht getrunken werden darf, berichtete die Verwaltung auf Frage der CDU.

Bei den Verhandlungen der Stadt mit der katholischen Kirche über die Nutzung einer Fläche für einen Spielplatz an der KGS In der Auen in Refrath gibt es offenbar Probleme; darüber wollte die Stadt nur in nicht-öffentlicher Sitzung berichten.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Erst wird der öffentliche Spielplatz für den Ausbau der KGS In der Auen (dies war notwendig , keine Frage) abgebaut und eingelagert ABER mit dem Versprechen, diesen wieder zeitnah und in der Nähe (Kirchengelände nebenan der KGS) aufzubauen. Und jetzt gibt es ein Problem über die Nutzung der Fläche… (laut der Nachricht aus dem Artikel) dies bedeutet noch länger warten und weitere Verzögerungen! Sollte er irgendwann wieder aufgebaut werden, sind die Kleinen rausgewachsen. In der Nähe gibt es zwar u.a. den Spielplatz in der Kopernikusstraße. Dieser ist leider sehr verspielt und die Geräte und der Sand haben die besten Zeiten hinter sich. Das Grün hat auch schon länger keinen Schnitt mehr bekommen..Schade, wenn wenigstens die wenigen Ausweich-Alternativen, die noch da sind in Schuss gehalten würden…

  2. „Für das NCG deutete die Stadt eine Lösung mit Hilfe der vorhandenen Klassen-Containern an.“
    Eigentlich sollte der Stadt doch bekannt sein, dass die vorhandenen Container ihren Zenit schon längst überschritten haben. Immer wieder regnet es in die Container hinein, Wasserpfützen auf dem Boden werden schon als normal angesehen, ein modriger Geruch liegt in der Luft und Schimmel wird netterweise in regelmäßigen Abständen entfernt. Immer wieder müssen Container gesperrt werden, weil sie nicht nutzbar sind, dann müssen die Klassen auf der Dauerbaustelle irgendwo untergebracht werden. Eine Zumutung für die gesamte Schulgemeinschaft. Danke für Nichts.

    1. Inzwischen liegt uns auch die entsprechende Tischvorlage der Stadtverwaltung vor, wir dokumentieren sie im Text. Daraus geht hervor, dass es sich um eine Übergangslösung handelt.